Review: GHØSTKID – s/t

Es war ja erstmal eine komische Nachricht, damals als ESKIMO CALLBOY und Sushi getrennte Wege einschlugen. Jetzt wo ein bisschen Zeit vergangen ist, der Ruhrpott wieder in normale Bahnen geraten ist, hat Sushi es auch geschafft. Er hat eine neue Band, mit neuen und alten Bekannten, gegründet. GHØSTKID wird das Projekt genannt und erinnert stark an die Anfänge von seiner ehemaligen Band.

Der Albumname ist schlicht: GHØSTKID. Passt zum Debüt. Auch das Cover kann man als schlicht betiteln. Vampirzähne (oder doch Wolf?) auf schwarzem Hintergrund. Sebastian Biesler, wie Sushi/ GHØSTKID richtig heißt, hat sich viele Gedanken um sein neues alter Ego gemacht. es ist schon in die gespenstische Richtung angehaucht.

Gespenstisch kann man seine Lieder nicht nennen. Klar, durch die ein oder andere Verzerrung klingt auch da ab und an der Horror mit, aber im Großen und Ganzen sind die Lieder durchweg solide.
Ob es an den Features liegt, die er sich an Bord holen konnte? Mit Markus von HEAVEN SHALL BURN, Millie Petrozza von KREATOR oder Johnny 3 Tears von HOLLYWOOD UNDEAD hat er sich nunmal hochkarätige Unterstützung geholt.

 

Es ist ein gut durchdachtes, Stimmung Machendes Debüt eines geschätzten und guten Künstler

Das Album umfasst 11 Lieder, durchweg jedes hat Elektroelemente. Bei 11 Liedern ist es schwierig ein Gleichgewicht zu finden, dementsprechend überwiegen die schnelleren Lieder. Aber Lieder wie “Sharks” und “Cøld Wørld” sind nicht zu verachten, auch wenn sie langsamer sind. Dadurch ,dass GHØSTKID im Vorfeld schon fünf Lieder veröffentlicht hat ist der Überraschungseffekt nicht groß. Das Halbe Album ist somit schon bekannt, davon ist ein Lied sogar doppelt. “This Is Nøt Høllywøød” wurde in einer Version mit oben genanntem Johnny 3 Tears und in einer anderen Version mit Timi Hendrix veröffentlicht und auf das Album gepackt.

“Supernøva” mit Markus Bischoff von HEAVEN SHALL BURN gehört auch zu den bereits veröffentlichten Songs und so umgeben von den anderen Lieder muss man sagen, das der Song tatsächlich einer der schwächeren auf dem Album ist.

Das Doppel-Ding und auch die vorherigen Single Veröffentlichungen tun dem Album an sich aber keinen Schaden. Es ist ein gut durchdachtes, Stimmung Machendes Debüt eines geschätzten und guten Künstlers. Mit Sicherheit wird GHØSTKID sowohl als Künstler, als auch das Album in den Top 10 viele Fans und Jahresrückblicke erscheinen. Potential ist definitiv vorhanden und es macht Bock! Man kann sich nur schwer vorstellen, wie die Live Shows wohl abgehen.

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Das Album erscheint am 13.11.2020 über Century Media