Review: GROOVENOM – Mitten ins Herz

GROOVENOM präsentieren am 13.11.2020 ihr neues Album „Mitten ins Herz“, welches das härteste ihrer bisherigen Bandgeschichte ist und die logische Fortführung von ihrem letzten Werk „Wir müssen reden“ darstellt.

 

Die Platte bietet eine Menge brandneuer Songs und lässt definitiv niemanden kalt.  Mit dem Opener „Deine Liebe“ geht es auch direkt volle Power los, was auf jeden Fall nur mehr Lust und Vorfreude auf die komplette Scheibe bereitet. Schon mit den ersten Tracks zeigt die Band, dass sie sowohl textlich als auch musikalisch viel draufhaben, denn auch bei „Neid“ und „Du bist es Wert“ wird es kein Stück leiser und sehr emotional. Vor allem das melancholische „Vergiftet“ präsentiert eine etwas andere Seite von GROOVENOM, bei der der Sänger Mr. Sanz mit seinem Clearvocal überzeugt und eine wunderbare Mischung mit Vanessa Katakalos‘ (AEVERIUM) Stimme darbietet.

Wenn man denkt es geht nicht noch besser, dann irrt man sich. Denn mit „Warum weinst du“ setzen die Dresdener noch einen drauf, bauen weiterhin die steigende Spannung auf und erreichen bei „Defekt“ den Höhepunkt von „Mitten ins Herz“. Das zusammen mit Christoph Wieczorek (ANNISOKAY) performte Stück, zeigt deutlich die Entwicklung von GROOVENOM. Hart, brutal und textlich auf hohem Niveau. Auch wenn „Defekt“, meiner Meinung nach, der stärkste Song des Albums ist, wird es trotzdem bei den restlichen Tracks nicht langweilig, denn auch „Käfig aus Glas“, bei dem Neill Freiwald (ERDLING) als Gastsänger mitwirkt, hat sehr viel Potential.

Zum Ende geht es mit „Lauf Weiter“ etwas ruhiger und das elektronisch-instrumentale „Ein neuer Tag“ setzt dem Album ein gutes Schlusswort.

Fazit:

„Mitten ins Herz“ ist ein sehr gelungenes Album, welches die Weiterentwicklung der Band zeigt. Es wird beim Hören nicht langweilig, im Gegenteil, man wird von dem Album gefesselt, jeder Song ist anders, behandelt jedoch im Großen und Ganzen dasselbe Thema, nämlich die Liebe in all ihren Facetten. Es ist schon eine Kunst das Thema Liebe so unterschiedlich zu verpacken und von allen Seiten zu beleuchten. Die Vorfreude ist groß, wenn das Warten endlich ein Ende hat, man wieder auf Konzerte gehen darf und das Album live hören kann.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

Tracklist:

  1. Deine Liebe
  2. Neid
  3. Du bist es wert
  4. Vergiftet (feat. Vanessa Katakalos)
  5. Warum weinst du?
  6. Ich bin
  7. Defekt (feat. Christoph Wieczorek)
  8. Nüchtern
  9. Ein Name
  10. Das Beste
  11. 40 Sekunden
  12. Käfig aus Glas (feat. Neill Freiwald)
  13. Lauf Weiter
  14. Ein neuer Tag