Review: VENOM PRISON – “Erebos”

Erebos, aus dem Griechischen übersetzt „Unterwelt“ oder „das Reich des Bösen“  ist der Name des vierten Albums von VENOM PRISON. Die Band öffnet mit dem ersten Track des Albums „Born From Chaos“ musikalisch auch schon die Pforte in das Dunkel. Gefühlt gruselig und mystisch lädt der knapp 1:50 Minuten lange Track zum weiterhören ein. Ohne viel Text, dafür aber mit satten Trommelklängen und Geflüstere, beginnt eine Art Unheil.Und dann sind die Tore geöffnet: Eine Flut von Gitarrenriffs kommt einem entgegen und los geht das Album.

Ein gutes Beispiel ist „Comfort of Complicity“ . Wenn man sich mal fragt wie viel „Genrewechsel“ in ein Lied passen, sollte man sich das Bollwerk von Song mal anhören. Ist es nun Deathmetal, ist es Hardcore? Ein ziemlich schnelles und gewöhnungsbedürftiges Lied. Schnelligkeit nehmen die Waliser auch nicht wirklich aus Ihren Liedern.

Selbst in der Halbzeit, bei Lied fünf, wird zwar langsam gestartet und auch melodischer Gesungen, dennoch kann man nicht sagen, das es ein ruhiges Lied ist. Ganz im Gegenteil: die Wechsel von schnell auf langsam und wieder zurück machen das Lied zu einem der stärksten Lieder auf dem Album und definitiv zu einem der Lieder, welches man Leuten die von VENOM PRISON noch nie was gehört haben, Vorspielen kann.

Das Vorgänger-Album „Primeval“ unterscheidet sich schon deutlich von „Erebos“. Wo „Primeval“ eher ein Potpourrie alter Songs in neuem Gewand war, wurde hier endlich neues Material in gute Songs umgewandelt. VENOM PRISON haben in der kurzen Zeit zwischen den Alben an ihrem Songwriting, Vorallem was Lyrics angeht, gearbeitet. Es ist nicht mehr so ein „unstrukturiertes, aber trotzdem gutes Gemetzel“. Garnicht mal so schlecht, denn mit „Primeval“ wurde der Band schon Großes prophezeit und auch „Erebos“ beweist wieder, zu was das Quintett in der Lage ist.

Das letzte Lied „Technologies Of Death“ endet auch tatsächlich da, wo der Opener angefangen hat. Das letzte „gesungene“ Wort ist der Album Titel: „Erebos“.

Und die Türen stehen auf! Nich nur für die besungene Unterwelt, sondern auch für VENOM PRISON an sich. Mit diesem Album katapultiert sich die Band um Schreihals Larissa Stupar definitiv auf Europas große Bühnen. Definitiv hörenswert!

Bewertung: 10/10