Review: AMARANTHE – Manifest

AMARANTHE legen ihr neues Album “Manifest” vor. Elize und ihre Mannen bewegen sich hier auf bekannten und geliebten Wegen, Wagen sich aber in Nuancen weiter voran.

Das Album hält 12 Stücke parat, die bei Fans bereits sehnsüchtig erwartet wurden. Mit “Fearless” haut die Band auch gleich in die Vollen. Power, Geschwindigkeit und ein Gesangsduo in Topform legen hier bereits so hoch vor, das man schon fast an den Höhepunkt des Albums denken könnte. Aber nein. Die Stücke sind alle auf einem ähnlich hohen Niveau, egal ab “Scream My Name”, “Viral” oder “Adrenaline”, die Songs sind eingängig und laden sofort ein den nächsten Circle Pit zu starten. Bei “Strong” holen sich AMARANTHE auch gleich noch Verstärkung bei einer weiteren Powerfrau, nämlich keiner geringeren als Noora Louhimo von BATTLE BEAST. Der Song ist ihr quasi auf den Leib geschneidert und in Cooperation mit Elize Ryds Stimmgewalt ein großartiges Frauenduett. Doch der eigentliche Höhepunkt des Silberlings ist die Ballade “Crystalline”. Das Duett zwischen Elize Ryd und Henrik Englund Wilhelmsson ist perfekt ausgearbeitet und reißt einen sofort mit. Wenn das mal nicht ein Liebling der Fans wird, das Live gespielt mit Sicherheit ein Highlight der nächsten Tour werden dürfte.

 

“Manifest” ist genau das, was man erwarten durfte: ein typisches AMARANTHE Machwerk, das zwar keine enormen Überraschungen parat hält, aber durchaus erkennen lässt, dass die Band noch nicht am Ende ihrer Entwicklung ist und hier wiedermal ein grundsolides Album präsentiert.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Manifest erscheint am 02.10.2020 über Nuclear Blast.

Tracklist:
01. Fearless
02. Make It Better
03. Scream My Name
04. Viral
05. Adrenaline
06. Strong (feat. Noora Louhimo)
07. The Game
08. Crystaline
09. Archangel
10. BOOOM!
11. Wake Up And Die
12. Do Or Die