GROOVENOM – Wir müssen reden – Tour 21.11.2019 Subkultur, Hannover Support: JOHNNY DEATHSHADOW

Donnerstagabend: Das Wochenende ist schon in Sichtweite. Man kommt nach Hause, setzt sich aufs Sofa und knipst die Glotze an. Oder man schwingt seinen Hintern doch noch einmal in den Club. Wir haben uns noch einmal nach draußen begeben und es nicht bereut. In der Subkultur erwartet uns JOHNNY DEATHSHADOW und GROOVENOM zu einem abendlichen Sportprogramm, gepaart mit einem Feierabendbierchen.

JOHNNY DEATHSHADOW

Den Abend eröffnen JOHNNY DEATHSHADOW. Mit einer guten Portion Selbstironie überbrückt Sänger Jonathan Schneider die kurzen Pausen zwischen den Songs, bevor sie es wieder fetzten lassen. Der Club ist zwar nur halb voll, aber abgesehen von einigen Älteren, die am altbekannten Seitlichen-Schwerkraft-Syndrom leiden, ist der Rest mittendrin und wechsel zwischen andächtigem Wippen und heftigen Headbangen. Zur Zufriedenheit von Jonathan, denn Headbangen und ins Mikro singen lässt sich leider schlecht vereinbaren. Schlussendlich lassen sich es sich die Fans nicht nehmen, einen Moshpit mit 2/3 des Ladens aufzumachen. Die Hamburger schließen ihr Set nach 50 Minuten mit „Kill The Lights“ ab. Kaum sind die letzten Töne verklungen, beginnen die fleißigen Helfer schon den Umbau.

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Fotos: Cynthia Theisinger

GROOVENOM

Nach einer guten halben Stunde wird es wieder dunkel. GROOVENOM ziehen ein und kaum auf der Bühne angekommen, geht es nach kurzer Ansage schon direkt los mit „Alter Freund“. Die Menge knüpft da an wo sie vor einer halben Stunde aufgehört hat und legt direkt wieder mit dem Headbangen los. Jeder, der vorher schon einmal Groovenom erlebt hat, merkt sofort: Hier ist etwas passiert! Das aktuelle Album zeigt eine deutliche Weiterentwicklung auf. Deutsche Texte, weg vom Trancecore, dafür mehr Industrial und EBM Einflüsse, aber always Hardcore. „Wer von euch schaut sonntags gerne mal nen Filmchen? Nein keine Pornos!“ Groovenom haben neues Video auf YouTube veröffentlicht „Wir müssen reden“. Mit einer aufwändigen Produktion wird in Form eines Kurzfilms eine Geschichte erzählt über mehrere Stücke des aktuellen Albums. Achtung: Nicht für zartbesaitete Zuschauer geeignet! Inhaltlich knüpfen sie mit „Du und Ich“, einem der Songs des Videos, direkt daran an, also weiter geht es mit dem Headbangen. Zu „Lass mich los“ geht das große Springen los. Schließlich heißt es „Jetzt kommt der Moment, vor dem wir uns alle gefürchtet haben, … Wir müssen reden!“ damit ist der Titelsong des Albums und der Tour angeläutet. „Zum ersten Mal in Hannover aber es fühlt sich an als würde man nach Hause kommen.“ Mit diesen Worten wird die gute Stimmung honoriert und: Er hat recht. Denn die, die da sind, machen mit als wären GROOVENOM nicht aus dem fernen Dresden, sondern Lokalmatadoren aus Hannover. Danach verabschiedet sich das neue GROOVENOM von der Bühne mit „Nach Hause“.

Nach einer kleinen Unterbrechung geht es aber dann weiter. Mit einem klaren Cut von neu auf alt geht es in der Zugabe in die dunkle Vergangenheit von vor 3 Jahren und lassen die Trancecore Zeiten nochmal aufleben mit Songs wie „Brutal Party Massacre“ und „FCK MTL“. Vor dem großen Finale führen die Dresdner noch ihre eigene kleine Variante einer Wall of Death ein: eine Wall of Schnaps. Dazu wird eine Gasse gebildet voreinander aufgestellt einen Kurzen gegriffen, heute auf Kosten der Band, der hinter die Binde gekippt und dann los getanzt. Funktioniert hier im kleinen Rahmen ganz gut. Wir freuen uns darauf zu sehen, wie das in Zukunft im größeren Rahmen läuft. Danach geht es direkt ins große Finale mit „Pink Lion“ über.

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Fotos: Cynthia Theisinger

Direkt nach dem Gig stehen die Jungs auch direkt am Merchandise. Die perfekte Gelegenheit kurz zu quatschen, etwas Merchandise zu erstehen und sich auch noch direkt signieren zu lassen oder einfach nur gemütlich den Abend ausklingen zu lassen.

Setlist Groovenom:

  1. Alter Freund
  2. Medizin
  3. Unter Deiner Haut
  4. Faust
  5. Du und Ich
  6. Mein Herz ist Frei
  7. Nimm Mich
  8. Lass Mich los
  9. Grau
  10. Taub
  11. Wir müssen reden
  12. Nach Hause

Encore

  1. Brutal Party Massacre
  2. Hallo Welt
  3. FCK MTL
  4. PU$$Y DANCE
  5. Pink Lion