Review: ASHES OF ARES – Emperors Of Fools

Als Matt Barlow 2011 endgültig bei ICED EARTH ausstieg, folgten ihm auch viele Fans, für die die Band ohne Matts Stimme nicht funktionieren konnte. Alle waren gespannt auf Neues von dem Ausnahme Sänger. Als er dann 1 Jahr später mit Van Williams (NEVERMORE) und Freddie Vidalis (Ex ICED EARTH) die Gründung der neuen Band ASHES OF ARES bekannt gab, waren die Erwartungen natürlich hoch. Mit den ersten beiden Alben “Ashes Of Ares” und “Well Of Souls” konnte man zwar auf sich aufmerksam machen, doch blieben die Erwartungen der meisten Fans und Kritiker größtenteils unerfüllt. Nun also hat die Band Studioalbum Nummer 3 am Start und legen mit “Emperors And Fools” die Messlatte bei den Fans wieder aufs Gestänge.

 

Eins vorweg: Die Latte wird zwar nicht gerissen, dafür läuft die Band gekonnt unterdurch.
Schade eigentlich, denn die Ansätze zu großen Songs die in diesen 12 Stücken stecken, sind mehr als erkennbar. Während der ersten Hälfte des Albums wartet man quasi bei jedem einzelnen Song auf den Aha Effekt, den man schon kommen sieht und dann biegt er doch ab und verschwindet. “I Am The Night” eröffnet, nach einem kurzen, unspektakulären Intro, den Reigen anständig, gefolgt von “Our Last Sunrise”. Mit “Primed” keimt das erste Mal Hoffnung auf, dass etwas großartiges auf den Hörer zu rollt. Nach dem kurzen, ruhigen Intro setzen peitschende Riffs ein, die Lust auf mehr machen. Barlows Stimme reißt gewohnt mit, doch statt das Stück so zu Ende zu bringen, nimmt die Band das Tempo zurück und raubt so dem sich gerade ins Gehör fräsenden Song die Energie.
“Where God Fears To Go”, der Titeltrack “Emperors Of Fools” und “By My Blade” schaffen es da schon besser den Hörer nicht so vor den Kopf zu stoßen und auch wenn hier jeweils das gewisse Extra fehlt, sind die drei Stücke durch die Bank weg klasse und mit “Gone” schaffen es Barlow und Co. sogar Refrains zu generieren, die einem so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Sauber.
Überhaupt sind die letzten Stücke nach “Gone” die besten Vertreter dieses Albums und mit der fast 12 Minuten langen Hymne “Monster’s Lament” wird hier ein schöner Abschluß geschaffen, in dem “Ripper” Owens (K.K.PRIEST, Ex ICED EARTH) Matt als Gastshouter zur Seite steht.

Alles in allem kein schlechtes Album mit guten Musikern, dessen Potenzial der einzelnen Songs erkennbar ist aber leider nicht genutzt wurde.
Die Produktion ist allerdings eine Vollkatastrophe, die mit Worten wie kraft- und drucklos und blechernd noch nett umschrieben ist.

Bewertung: 5 von 10 Punkten

Tracklist:

1. A City In Decay (Intro)
2. I Am The Night
3. Our Last Sunrise
4. Primed
5. Where God Fears To Go
6. Emperors And Fools
7. By My Blade
8. What Tomorrow Will Bring
9. The Iron Throne
10. Gone
11. Monster’s Lament

Band:

Matt Barlow – Vocals
Freddie Vidales – Guitars, Bass

Guests:

Drums – Van Williams

Vocals – “Monster’s Lament” by Tim “Ripper” Owens

Keyboards – “Monster’s Lament” by Brian Trainor