Review: EISBRECHER – Liebe macht Monster

In dieser, doch zum größten Teil, entschleunigten Zeit gibt es Bands, die eher auf die Überholspur gehen – zu diesen Bands gehören EISBRECHER. Nach einem reinen Coveralbum mit „Schicksalsmelodien“ im Oktober 2020, legen EISBRECHER jetzt noch einmal nach: Am 12.03.2021 erscheint das neue Meisterwerk der Band „Liebe macht Monster“.

Man beginnt mit dem Hören und steckt mitten im legendären Eisbrecher-Sound. Eine Mischung aus Elektro und Metal, Gothic und Rock, einfach eine perfekte Symbiose aus Allem. Dieses Album ist neu und gleichzeitig fühlt man sich als Hörer und Liebhaber der Band aber auch zu Hause und einfach von dem Sound in den Arm genommen. Der Spannungsbogen beim Hören schlägt doch so mache Wellen zwischen schnellen harten Sounds und etwas gemäßigten Beats mit Rap-Elementen. Wie immer beweisen EISBRECHER ein sehr glückliches Händchen für Melodien, große Hymnen und gute Zusammenarbeit. So ist im Song „Dagegen“ Dero von OOMPH! mit an Bord. Zwei Stimmen, die sehr gut harmonieren, wenn auch der Text dieses Liedes gerade in dieser Zeit sehr kontrovers aufgefasst werden kann. „Ich denke, also bin ich dagegen“, ist eine Textzeile des Liedes. Macht euch selbst ein Bild von diesem Kunstwerk! Alles in Allem beschäftigen sich die Texte dieses Albums mit dem Monster “Mensch” und all den Facetten und Variationen, die man auf dieser unserer Welt finden kann. Mit „Himmel“ findet man auch wieder die ganz leisen Töne – die Alex Wesselsky sehr gut stehen – auf dem Album. Es ist für viel Abwechslung gesorgt und dennoch verlieren EISBRECHER ihren so typischen und sehr lieb gewonnenen Sound nicht aus den Augen.

„Liebe macht Monster“ ist das mittlerweile neunte Studioalbum der im Jahr 2003 gegründeten Band und hat – so wie sein Vorgänger „Sturmfahrt“ auch – das Potential, auf den oberen Rängen der deutschen Charts einzusteigen. Es ist nicht nur für eingefleischte Fans der Band ein Muss und passt mit seiner leicht melancholischen Ader genau in den Zeitgeist.  

Punkte: solide 8 von 10

Eisbrecher sind:

Gesang: Alexander Wesselsky

Leadgitarre/ Keyboard: Noel Pix

Gitarre: Jürgen Plangger

Schlagzeug: Achim Färber

E-Bass/ Gitarre: Rupert Keplinger

 

Tracklist:

Es lohnt sich nicht ein Mensch zu sein

FAKK

Nein Danke

Im Guten Im Bösen

Frommer Mann

Dagegen feat. Dero Goi

Liebe Macht Monster

Systemsprenger

Wer bin ich?

 Himmel

Kontrollverlust

Leiserdrehen

High Society

Es lebe der Tod