Review: ASKING ALEXANDRIA – Like A House On Fire

Die Metalcore Band ASKING ALEXANDRIA bringt mit Ihrem neuen Album “Like A House On Fire” Album Nummer sieben raus. Nach Ihrem 2017 erschienenen, selbstbetitelten Album und “The Black” aus 2016 ist der neue Langspieler eine Überraschung. Warum und Wieso?

Erstmal ist von dem Metalcore von früher nicht mehr viel zu spüren. Mag vielleicht daran liegen, dass Sänger Danny Worsnop schon seit längerem ein Seitenprojekt hat, was eher in Richtung Country geht und das beansprucht die Stimme nun Mal anders. Das Reibeisen hatte er schon immer und das ist auch eines der Merkmale der Band. Sie ist allerdings nicht mehr die Band, die man damals 2009 mit Liedern wie “The Final Episode” oder “Not The American Average” kennengelernt hat. Die Instrumente wirken klarer und “erwachsener” und untermalen die Songtexte und Ihre Bedeutungen sehr gut.

 

Die Texte sind viel mehr ernst und direkt. Kein Text mehr über Party, Drogen und Alkohol.

Das ein oder andere Lied erinnert an die Richtung der vor 5 Jahren veröffentlichten Single “I Won’t Give In” und schon damals wurde klar, die Band bleibt nicht die Metalcore Band, die britischen Teenager. Die Texte auf dem Album sind viel ernster und direkter. Kein Text mehr über Party, Drogen und Alkohol. Das Quintett um Danny Worsnop und Ben Bruce ist nunmal auch erwachsen geworden, sind Väter, Ehemänner.

In “In My Bloody” wird klar, lyrisch geht es auf dem Album um das wirkliche Leben, um die Fehler, die gemacht wurden und um Reue. Um die Veränderung und Verbesserung, um Familie. Auch musikalisch hat sich, wie oben schon angedeutet, viel geändert. Das Album ist ein Potpourrie aus verschiedenen Musikstilen. Wenn man grad ein rockiges Lied hört, kann das nächste schon eher als Ballade abgestempelt werden. Auch elektronische Lieder sind zu hören. Die Singles “The Violence” (2019), und die neuste Single “Antisocialist” sind da perfekte Beispiele. Auch “They Don’t Want What They Want” ist ein überraschender Song. Wenn man nicht wüsste, dass man gerade ein ASKING ALEXANDRIA Album hört, kann man denken Patrick Stump von Fall Out Boy sei auf einmal der Sänger. Es ist schon erstaunlich, was Worsnop so aus seinen Stimmbändern zaubern kann. Gastsänger benötigt die Band nicht wirklich, doch für “I Don`t Need You” wurde sich Unterstützung von Grace Grundy, einer eher unbekannten, jungen Sängerin geholt.

 

“Like A House On Fire” ist ein gutes, emotionales Album, welches nicht nur für Asking Alexandria Fans gemacht wurde sondern auch andere Fans überzeugen kann.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

“Like A House On Fire” erscheint am 15.05.2020 über Sumerian Records