Festival: 2. DARK HORIZON OPEN AIR, Tag 1

Wir sind wieder für euch am Start beim 2. DARK HORIZON OPEN AIR, diesmal nicht direkt in Berlin, sondern in Rüdersdorf bei Berlin. Genauer gesagt im Museumspark Rüdersdorf, einem interessanten Flecken, über den wir euch leider gar nicht so viel sagen können, da das Festival in einem abgelegeneren Teil davon veranstaltet wird. Wie wohl für die meisten Gäste gestaltete sich auch für uns die Anreise etwas schwierig, da als Veranstaltungsort die Hausanschrift des Parks angegeben wurde, also eben der Haupteingang. Tatsächlich jedoch befand sich der Eingang etwas abseitig, direkt beim zur Verfügung gestellten Parkplatz. Diese Anschrift bekam aber wohl nur, wer einen Park- oder Zeltplatz gebucht hatte. So what, wir haben es gefunden. Am Einlass war alles sehr entspannt, also wirklich tiefenentspannt. Doors open war angegeben mit 14 Uhr, was für einen Freitag schon extrem früh ist. Dementsprechend wenige Leute kamen zu solch früher Stunde auf das Gelände. Die Security & sämtliche Kräfte des Service waren extrem gut gelaunt und freundlich, man fühlte sich sofort willkommen.
Auf dem Gelände sind diverse Stände mit Speis´ und Trank, sowie Merch- und Modestände. Der Toilettenbereich befindet hinter einem herrlich aufgehübschten historischen Gebäude und wird vom selben Betreiber betreut, der auch schon auf der ersten Ausgabe des DARK HORIZON OPEN AIR (lest hier den Bericht zur ersten Ausgabe) zuständig war. Das hieß, dass hier die gleiche Sorgfalt an Sauberkeit und Hygiene walten gelassen wurde und sehr freundlich war man eh. Nun aber zum musikalischen Geschehen:

REAPER

Überrascht waren wir vom plötzlich einsetzenden Set von REAPER aka Vasi Vallis (u.a. FROZEN PLASMA, LYKARD). Aufgrund behördlicher Vorgaben bezüglich des Lärmschutzes musste nämlich alles um etwa eine halbe Stunde vorverlegt werden, was leider auch nicht gut kommuniziert worden war. Auffällig, dass es knapp 2 Stunden nach Öffnung des Geländes immer noch sehr leer war. Mögen die Berliner etwa nicht mehr feiern? Oder ist ihnen die Anreise zu beschwerlich, oder ist es einfach zu früh für Nachtschattengewächse in schwarz? Fragen über Fragen… Egal, denn die Gäste vor der Bühne stiegen sofort ein und tanzten ausgelassen zu den harten Beats dieses Techno-Electro-Projektes. Das Publikum wurde hier also mindesten genauso gut aufgewärmt, wie das Soundsystem. Vasi hat alles gegeben und fast so etwas wie ein kleines Tänzchen hinter den Decks vollführt. Es handelte sich natürlich weniger um ein DJ-Set, als mehr um eine Live Produktion, weshalb die Setlist ein wenig trügerisch sein mag. Dennoch bekommt ihr sie natürlich vorgelegt:

Setlist REAPER
01. Urnensand
02. Das Grauen
03. Der Schnitter
04. Passage (unreleased Track)
05. Farewell
06. Robuste Maschine

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Fotos: Cynthia Theisinger

SONO

Danach stürmten SONO auf die Bühne, auch überbordend gut gelaunt. Die Jungs aus dem hohen Norden haben so richtig Spaß daran, wieder vor Publikum aufzutreten und versuchen nicht mal ansatzweise, dies zu verbergen. Gestartet wurde die Show mit „Living A Memory“, welches sich erwiesenermaßen perfekt als Opener eignet. Im Vergleich zum letzten von uns begleiteten Auftritt des Trios (lest hier) war das Publikum deutlich ruhiger. Aber Lennart schaffte es, alle in seinen Bann zu ziehen. Beim dritten Song versagte dann leider die Technik. Zuerst verabschiedete sich das Mikro zwischenzeitlich, dann kündigte ein Rechner seine Mitwirkung auf. Lennart nahm es mit Humor und klärte uns lachend über die brachiale Wirkung eines solchen Problems bei Synthpopbands auf. Und ohne lange zu überlegen griff er eine Gitarre und performte Solo, während im Hintergrund der Rechner mittels diverser Handauflegepraktiken wieder zum Rennen gebracht wurde. So langsam verstand auch das Publikum, was ihnen dort geboten wurde und bedachte die Darbietung mit jeder Menge Jubel.

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Fotos: Cynthia Theisinger

Setlist SONO:
01. Living A Memory
02. Chasing The Light
03. Always Something Missing (unplugged)
04. Dangerous
05. A New Cage
06. 2000 Guns
07. All Those City Lights
08. Flames Get Higher
09. Space Oddity
10. Blame
11. Better
12. Keep Control

RABIA SORDA

Dann wurde es wild, denn RABIA SORDA betraten die Bühne. Wobei hier eher „besprangen“ gesagt werden sollte. Erk Aicrag und Kollegen hüpften, rannten und posten wie die Verrückten, das Publikum wurde oft eingebunden und zeigte seine Begeisterung, wenngleich auch nicht unbedingt hemmungslos. Erk ist eben eine Rampensau, die sich auch nicht von dem sich nur langsam füllenden Platz aus dem Konzept bringen lässt.

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Fotos: Cynthia Theisinger

Setlist RABIA SORDA:
01. Perfect Black
02. Destruye
03. Violent Love Song
04. Deaf
05. So Slow It Hurts
06. Out Of Control
07. Radio Paranoia
08. Demolicion
09. King Of The Wasteland
10. We´re Not Machines
11. Eye M The Blacksheep
12. Dekadenz
13. Walking On Nails

HELDMASCHINE

Nun sollte es noch wilder werden, denn HELDMASCHINE nahmen ihre Arbeit auf. Und die Maschine arbeitete wirklich heldenhaft. Auch hier wurde gepost was das Zeug hält, es flogen Geldscheine in die Meute das Publikum wurde immer wieder zur Teilnahme motiviert Es gab große Danksagungen an die Veranstalter im Allgemeinen und Chris L. speziell und die Aufforderung an die Crowd, so etwas doch bitte zukünftig tatkräftig zu unterstützen, damit es solche Veranstaltungen weiterhin geben kann.

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Fotos: Cynthia Theisinger

Setlist HELDMASCHINE:
01. Intro/ Luxus
02. Kein Zurück
03. Leck Mich Fett
04. Schwerelos
05. Sie Maschine Spricht
06. Maschinenliebe
07. Radioaktiv
08. Springt!!!
09. Auf Allen Vieren
10. Ich
11. ®
12. Weiter!

[:SiTD:]

Kurz vor dem Auftritt nam sich Sänger Carsten kurz Zeit für uns:

 

Den Abschluss dieses tollen interessanten Tages bildete der Auftritt von [:SiTD:], die ihr Set mit reichlich großen Klassikern bestückt haben. Das Trio war aus Gründen nur zu Zweit angereist und so sprang Chris L. zur Unterstützung ein. Spätestens jetzt gab es kein Halten mehr, die Menge tobte, war es ja zwischenzeitlich auch schon angemessen dunkel geworden. Auch hier gab es alle großen Klassiker.

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Fotos: Cynthia Theisinger

Auch Carsten war begeistert, wie er uns nach der Show mitteilte:

 

Setlist [:SiTD:]:
01. God´s Blessing
02. Lebensborn
03. Brother Death
04. Olymp
05. Code Red
06. Devil`s Tongue
07. Zodiac
08. Genesis
09. Autoaggression
10. Laughingstock
11. Kreuzgang
12. Rot
13. Greater Heights
14. Richtfest

Noch vor halb 11 Uhr abends war es dann auch schon wieder gewesen, schade eigentlich, aber aufgrund behördlicher Auflagen nicht zu ändern. Nichts desto Trotz freuen wir uns schon riesig auf den morgigen Tag.