Review: WARKINGS – “Revenge”

Mit “Revenge” legen die vier auferstandenen Kriegskönige – der Tribun, der Spartaner, der Wikinger und der Kreuzritter – bekannt als WARKINGS, ihr zweites Album nach dem Debüt “Reborn” vor. Was hier geboten wird, ist Powermetal vom Feinsten. PRIMAL FEAR treffen HAMMERFALL, treffen RAGE und lassen die verstaubten MANOWAR einfach mal gepflegt im Regen stehen. Geil.

Die zehn Songs, die im Großen und Ganzen im Midtempo bzw Uptempo daherkommen, sind textlich im Schlachtenwirrwarr der Erdgeschichte verhaftet. Gleich der Opener “Freedom” stampft gekonnt und unaufhaltsam durch die schottischen Highlands zu Zeiten eines gewissen William Wallace. Mit “Maximus” bewegen wir uns in das römische Zeitalter, bevor mit “Warriors” die erste Singleauskopplung übers musikalische Schlachtfeld fegt und keine Gefangenen nimmt. Der Sound ist auf dem kompletten Album einfach nur granatenstark, die Riffs fressen sich in die Gehörgänge, der Bass wird von Anfang bis Ende immer böser und treibender. Das gefällt mit jedem Durchgang immer mehr und erzeugt eine ungemeine Dynamik, die einen fesselt.

Was dann kommt lässt einem kurz ein dämonisches Grinsen durchs Gesicht blitzen, fühlt man sich beim Intro von “Fight In The Shade” doch kurz an “Blutaar” von VARG erinnert. Die erneute Kooperation der WARKINGS mit MELISSA BONNY, der “Queen of the Dammed”, die mit AD INFINITUM gerade ein erfolgreiches, eigenes Bandprojekt am Start hat, wurde von vielen herbei gesehnt und sie wurden nicht enttäuscht. Es wäre eine gute Überlegung, die Queen für alle weiteren Alben im Boot zu behalten.

Mit “Odin’s Sons” zeigt sie denn auch gleich, dass sie eine perfekte Ergänzung der WARKINGS ist. Nach “Banners High”, der einzigen ruhigeren Nummer des Albums und “Mirror, Mirror” steht mit “Azrael” eine Nummer in den Startlöchern, die bei einigen Hörern für Verzweiflung sorgen könnte. An was, verdammt nochmal, erinnert mich diese Melodie? Kleiner Tipp? Hier huldigen die WARKINGS ganz klar E.iner A.nderen V.ereinigung. Noch tiefer kann eine Verbeugung kaum sein. Der Song macht aber auch so einen enormen Spaß und lässt einen nicht ruhig am Rande der Tanzfläche stehen. “Battle Of Marathon” und “Warking” bilden den nochmal gasgebenden Abschluss dieses Schlachtenepos, wobei “Warking” schon aufgrund seines Arrangements zur Bandhymne schlechthin avancieren könnte. Das Bild tausender Metalheads, die beim nächsten Open Air “I am the Warking” wie aus einer Kehle brüllen, lässt einem schon einen wohligen Schauer über den Rücken laufen. Als Bonus gesellt sich noch das bekannte “Sparta” dazu, allerdings in der Videoversion mit MELISSA BONNY, die hier die Growls übernimmt.

 

Fazit:

Hier passt alles, was das Powermetalherz begehrt. Produktion, Lyrics, Riffs… Alles wie aus einem Guss. Dieses Album sollte keinem Powermetaller entgehen.

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

The WARKINGS are:

Gesang – The Tribune
Gitarre – The Crusader
Bassgitarre – The Viking
Schlagzeug – The Spartan

Tracklist:
1 – Freedom
2 – Maximus
3 – Warriors
4 – Fight In The Shade
5 – Odin’s Sons feat.Melissa Bonny
6 – Banners High
7 – Mirror, Mirror
8 – Azrael
9 – Battle Of Marathon
10 – Warking
11- Sparta fest. Melissa Bonny