“Niemals sang- und klanglos untergehn!” – VERSENGOLD kämpferisch beim Autokonzert in Hamburg

“Niemals sang- und klanglos untergehen” ist ein Songrefrain der Bremer VERSENGOLD und so tritt die Band heute ihr zweites Autokinokonzert in Hamburg an, um etwas Musik in diesen trostlosen Zeiten in die Stadt zu bringen. Dabei fällt schnell auf, dass der Parkplatz mit Kennzeichen aus der ganzen Republik gefüllt ist und die meisten Fans bereits sehnsüchtig auf die Band warten. Im Gegensatz zu Hannover darf hier heute sogar gehupt werden, dies sorgt dann für etwas mehr Stimmung vor der Bühne.
Die Band beginnt zu stürmischen Winden passend mit „Durch den Sturm“, super motiviert springt die Band über die Bühne und stimmt dann auch darauf schon „Niemals sang- und klanglos“ ein. Den Fans gefällt es und trotz schlechten Wetters ragen so manche aus den Fenstern und wackeln ihre Autos kaputt. Nicht fehlen darf dann auch der Quarantänesong „Schöne Grüße von Zuhause“ und „Verliebt in eine Insel“, die Hupen sind am Beben und nun folgt mit „Lichterloh“ noch ein bisher unveröffentlichter Song der recht gut ankommt. Düster geht es dann aber mit „Winterflut 1717“ und „Teufelstanz“ weiter. Hierbei lässt es sich Malte trotz Regen und Wind nicht nehmen, während des Konzertes regelmäßig durch die Autoreihen zu wandern und zu „Der Tag, an dem die Götter sich betranken“ und „Solange jemand Geige spielt“ um die Fans zu schunkeln – immerhin ein kleines Erste-Reihe-Feeling. „Solange jemand Geige spielt“ hat mit Malte als einziger Person vor der Bühne dann auch schon bitteren Symbolcharakter.

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Hamburg hupt derweil fleißig weiter, immer mehr Fans sitzen auf ihren Autofenstern und jubeln derweil mit allerlei bunten Lichtern der Band zu. „Hoch die Krüge“ sorgt dann für das Stimmungshoch bei den trinkenden Beifahrern, hierbei kreisen alle Becher aus den Fenstern heraus. Der Circle Pit zu „Braune Pfeifen“ muss dann leider ausfallen, das Hupkonzert dabei ist aber grandios, als die Band hiermit ein Statement setzt. Mit „Thekenmädchen“ besteigen Florian und Daniel dann das Ottenmobil und bestreiten den Song von dem fahrendem Pick Up aus im Regen. Nach dem Song gesellt sich die restliche Band inmitten der Autoreihen dazu und formt eine A Capella-Einlage, die umliegenden Fans rasten förmlich aus und freuen sich über die ungewohnte Einlage. Der Superstar PURPLE OTTEN kommt danach auf die Bühne um „Butter bei die Fische“ anzustimmen und entspannt über die Bühne zu rocken. Man merkt, dass die Band sich bei den Autokonzerten echt Mühe gibt den Fans einige Stunden an Zerstreuung zu bieten.
Trotz Hamburger Regenwetter geht Malte danach erneut zwischen den Autos spazieren um „Ich und ein Fass voller Wein“ zu kredenzen. Zum Ende spricht er dann noch einmal deutlich die aktuelle schwierige Situation aller Künstler an, die durch den Staat gerade vergessen werden und ohne Einnahmen versuchen zu überleben. Hier bedankt er sich auch deutlich im Namen der Crew an alle anwesenden Fans, die in diesen schwierigen Zeiten die wenigen Konzerte unterstützen. Danach wird der bittertraurige „Haut mir kein` Stein“ eingestimmt und VERSENGOLD beendet grandios und klitschnass dieses ungewöhnliche Konzert.

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Setlist:
1. Durch den Sturm
2. Niemals sang- und klanglos
3. Schöne Grüße von Zuhause
4. Verliebt in eine Insel
5. Lichterloh
6. Winterflut 1717
7. Teufelstanz
8. Der Tag, an dem die Götter sich betranken
9. Solange jemand Geige spielt
10. Meer Aus Tränen
11. Feuergeist
12. Hoch die Krüge
13. Wir Tanzen nicht nach Braunen Pfeifen
14. Thekenmädchen
15. Chor Song
16. Butter bei die Fische
17. Ich und ein Fass voller Wein
19. Haut mir kein‘ Stein