FROM HELL – RATS & RAVENS

Die von einschlägigen Metalzeitschriften 2014 angekündigte neue Supergroup FROM HELL bringt morgen ihr neues Album ‘Rats& Ravens’ auf den Markt. Nach dem Erstling ‘Ascent From Hell’ waren die Erwartungen groß, erhoffte man sich doch ein Feuerwerk an Thrash- und Blackmetal-Einflüssen, allein schon, weil die Musiker selbst durch ihre vorherigen Engagements bewiesen, dass sie ihre Instrumente absolut beherrschen.
Doch was einem hier geboten wird, ist alles andere als ein Album einer Supergroup. Jedenfalls klingt es im Großen und Ganzen eher nach einem grandios gescheiterten Versuch das Schaffen KING DIAMONDs zu kopieren und neu zu interpretieren.
ALEISTER SINN (Vocals/Guitar), STEPHEN PAUL GOODWIN (Bass) (DIABLO DUKES), WESLEY ANDERSON (Drums) (Ex- BLIND ILLUSION) und STEVE SMYTH (Guitar) (Ex-FORBIDDEN, EX- TESTAMENT) quälen sich hier durch eine dumpfe, breiige Abmischung, die jegliche Liebe zur Produktion und man möchte fast sagen, jegliche Grundlage der Produktionstechniken und gutem Songwriting vermissen lassen.
Da hilft es auch nicht, dass sich ein nettes Horror-Konzept über den ganzen Langspieler zieht.
Riffs, die deplatziert wirken, Grooves, die da sind aber keiner sagen könnte warum, Vocals, die klingen als würde ne heisere Wacholderdrossel versuchen einen Kolkraben zu imitieren …. Das alles soll nun also der große Wurf sein. Sorry, der ging leider in die Botanik und hat sein Ziel um Meilen verfehlt. Schade, denn an Stücken wie ‘Seven Of Nine’ und ‘The Witch’ kann man doch erkennen, dass das Potenzial für etwas Besseres vorhanden ist aber aus welchen Gründen auch immer komplett ungenutzt in der Ecke des Studios liegengeblieben ist.

Fazit: Dieses Album ist eine einzige Enttäuschung was Ideen, Komposition und Produktion angeht. Lediglich das coole Cover-Artwork von PETE NOVAK ist hier einen Pluspunkt wert.

Bewertung: 1,5 von 10 Punkten

Band:

ALEISTER SINN – Vocals/Guitar
STEPHEN PAUL GOODWIN – Bass
WESLEY ANDERSON – Drums
STEVE SMYTH – Guitar