Biest „Stirb oder Friss“ – Review

Das BIEST ist bereit, um sich der Menschheit zu präsentieren. Allen voran ist da als markante Stimme der Band Jen. Sie verleiht dem BIEST Gestalt und Kraft. Unterstützt wird sie dabei von ihren Bandkollegen Tim Schneider und Daniel Gerdes an den Gitarren, Marc Andrejkovit am Bass und Simon Schröder am Schlagzeug. Innerhalb der letzten 2 Jahre hat sich BIEST verändert, ist gewachsen und hat eine mit Metalville eine Plattenfirma gefunden, die die Band in allen Belangen unterstützt.

So ist es nun soweit, das mit „Stirb oder Friss“ die Zeit, zum Herausbringen des Debütalbums, gekommen ist. Dieses Album wird den geneigten Hörer mit Klängen des Deutschrock überzeugen. Deutsche Texte gesungen von einer Frau, die definitiv mehr Eier in der Hose hat als so mancher Mann, sind in der Szene doch eher eine Seltenheit. So macht genau diese Stimme das Album zu einem Alleinstellungsmerkmal. Doch nicht nur der Inhalt macht „Stirb oder Friss“ zu dem, was es ist, sondern auch aussehen und der Name der Platte. Auch hier hat BIEST ein gutes Händchen bewiesen. Das Cover ist eine Erinnerung an die Kindheit. Eine Mischung aus H-Man, She-Ra und dem Beastmaster. Dazu noch der Name „Stirb oder Friss“, bleibt es im Ganzen in den Köpfen der Fans und Hörer.

Der Song „Ehrlich und Verlogen“ wurde als Opener für dieses Album gewählt, zu Recht. Die ersten Töne erklingen und man merkt sofort, wo der Hammer hängt. Es macht Spaß und überzeugt sofort mit Beats, die Richtung NDH gehen.  Um ja nicht aus dem Takt zu kommen, folgt als zweiter Song „Kamikaze“. Mit diesem geht es mit dem Kopf durch die Wand. Er ist auch gleichzeitig die erste Singleauskopplung zum Album und war bereits auf der EP „Alphatier“ der Band zu hören.

BIEST haben entschieden fünf Songs der EP mit auf das Album „Stirb oder Friss“ zu ziehen und um ehrlich zu sein, ist die Entscheidung die Songs „Nervengift“, „Anders“, „Abrakadabra“, „Seelenräuber“ und „Kamikaze“ mit auf das Debütalbum zu nehmen genau richtig. Sie zeigen, wo die Band herkommt. Die neuen Songs geben dazu einen guten Wegweiser, in welche Richtung der Weg gehen soll. In „Abrakadabra“ singt Jen: „ich bleib in deinem Kopf“ und genau das hat sie bewirkt. Stimme und Sound bleiben im Kopf und verweilen dort ziemlich lange. BIEST kann aber nicht nur Laut und schnell, sondern auch Zart und leiser.  Dieses beweisen sie mit dem Song „Anders“. Egal ob Hart oder Zart, Laut oder Leise, man muss es einfach lieben.  Mit der zweiten Singleauskopplung „Hier bei Mir“ haben BIEST auch schon mal vorab gezeigt, wie wandlungsfähig sie sind. Diese Wandlungsfähigkeit zieht sich durch das gesamte Album. Die Band will sich nicht festlegen lassen und mischt Hardrock mit Metal und Deutschrock. Außerdem kommen in den Songs die Instrumente ebenso zur Geltung, wie der Gesang und so hat jedes der Instrumente seinen Platz. So unterschiedlich, wie die Songs sind, so unterschiedlich ist auch die Dominanz der Instrumente. In „Stirb oder Friss“ ist zusammen gewachsen, was zusammen gehört.

Fazit: Sehr gerne mehr davon. Es macht einfach nur Spaß zuzuhören. Nicht nur für Liebhaber des Deutschrocks ist „Stirb oder Friss“ uneingeschränkt zu empfehlen. Von BIEST werden wir sicher die nächsten Jahre noch einiges hören.

Punkte: 9,5 von 10

Tracklist

  • Ehrlich & Verlogen
  • Kamikaze
  • Abrakadabra H
  • Halte es aus
  • Anders
  • Nervengift
  • Seelenräuber
  • Stillstand
  • Hier bei mir
  • Stirb oder Friss
  • Wenn alles gesagt ist
  • Ich bleib

 

Biest sind:

Jen Sanusi – Gesang
Tim Schneider – Gitarre
Daniel Gerdes – Gitarre
Marc Andrejkovits – Bass
Simon Schröder – Schlagzeug