Review: HARPYIE – Blutbann

Nach dem letzten Album “Aurora” in 2019 folgt nun “Blutbann” von HARPYIE. Dieses Album haben die Harpyien mittels Crowdfunding finanziert.
Bereits vor dem Album-Release wurden einige Singles mit liebevollen Musikvideos veröffentlicht, unter anderem “Blutadler”, “Nachtfalter” und “Liebe auf den ersten Biss”.

 

“Blutbann” ist düsterer und härter als die Vorgängeralben, sowohl vom Klang als auch von den Inhalten, ein spannender Hörgenuss.

Das Album startet mit einem großen Knall, mit “Blutadler”, einem epischen, starken Song, ein rockiger Einstieg in das Album. Die weiblichen Vocals sind toll als Kontrast zu der Härte des Songs.

Bei “Angst im Wald” wechseln sich melodische Parts mit härteren, fast schon Sprechgesang anmutenden Teilen ab.

In “Liebe auf den Ersten Biss” verzaubern im Intro gleich die Geigenklänge. Im Song geht es nicht um “Twilight” wie man vermuten könnte, sondern hinter dem Titel versteckt sich eine gefühlvolle, fast schon poppige Ballade.

Als nächstes folgt “Die Geister die ich rief”, ein schwungvoller Song mit schönen harten Vokal-Sounds, melodisch, mit tollen Vocals und schön abgemischten Gitarren-Riffs. Vor allem der Zwischenteil ist sehr interessant – gruselig anmutende Screams im Instrumentalteil.

“Dunkelschwarz” startet erst ruhig, wird dann aber recht kraftvoll und lädt zum Headbangen ein, die Screams sind auch passend eingesetzt. Ein toller Kontrast zwischen einer ruhigen Ballade und kraftvollen Stellen.

Zusammen mit ASP haben HARPYIE bei “Nachtfalter” eine neue Hymne für schwarze Wesen der Nacht geschaffen. Der Song hat einen echten Ohrwurmfaktor und die Stimmen von Aello und Asp harmonieren gut.

Das “Verräterische Herz” ist von einer Geschichte von Edgar Allan Poe inspiriert. Es vereint einen klaren Gitarrensound mit ein paar elektronischen Effekten, die an Dubstep erinnern.

In “Fang mich ein” geht es um die wahre Begebenheit von Jack The Ripper. Die Melodie ist sehr einprägsam, Ohrwurmgefahr! Das kürzeste Stück des Albums ist “Wir sind die Nacht”, wo Teilnehmende der Crowdfunding-Aktion als Chor mitsingen durften. “Vampir” hält was der Name verspricht- ein starker Song als eine dunkle Hymne auf moderne Vampire. Der nächste Song “Okkult” ist ein klarer, harter Song, der schon mit harten Riffs beginnt.
Zum Abschluss des Albums folgt die Ballade “Ich glaub dir nicht”, die mit sanften Klängen beginnt und einen schönen, stimmigen Ausklang des Albums bildet.

Alles in allem ein schönes, rockiges, düsteres Album was eine Vielzahl an verschiedenen Geschichten von Wesen der Nacht erzählt und eine gute Abwechslung von rockigen und ruhigeren Stücken hat. Hörempfehlung!

Bewertung: 10/10