Review: Wage War – Manic

Corona Hier, Corona da. Langsam kann man es echt nicht mehr hören.

Man sitzt nur noch zuhause rum und kann kaum seinen Hobbies nachgehen.

So oder so ähnlich müssen sich WAGE WAR bei der Entstehung ihres neusten Albums gefühlt haben.

„Manic“ entstand komplett während der ersten Corona Zeit, als noch alles ungewiss war und noch nicht absehbar war, wie lange die Pandemie anhält.

Touren wurden gestrichen, Konzerte wurden abgesagt. Auch das Treffen mit Freunden fiel ins Wasser. Darum geht es auf dem vierten Album des Quintetts. Aber nicht nur darum, es geht, wie bei vielen Liedern, auch von anderen Künstlern, um das eigene Leben und die Sorgen die man hat.

Übersetzt man den Titel des Albums, geht es auf dem Album um eine Manie. Es geht um episodische Wut, um Wahnsinn um Depressionen und Traurigkeit. Aber auch um Hoffnung.

Was auffällt ist, das “Manic” anders ist als seine Vorgänger. Man weicht vom typischen Metalcore ab und baut technisches in die Lieder ein.

Drei Singles haben WAGE WAR schon im Vorfeld veröffentlicht, alle zeigen auf, wie stark dieses Album ist. Nicht nur wegen der Stimmen von Briton Bond und Cody Quistad.

Schon beim Opener des Albums “Relapse” hört man viele technische Gitarren. Das zieht sich durch das komplette Album. 

Ab und an sind aber auch ruhigere Lieder dabei, wobei “ruhig” hier wohl das falsche Wort. ist “Slow Burn” ist schon eines der ruhigsten Lieder auf dem Album, vor allem weil die Gitarren nicht zu stark sind und mehr gesungen als geschrien wird. “Never Said Goodbye” fängt auch sehr ruhig an, ein paar Gitarrentöne, clean Gesang. Fast schon “die alten WAGE WAR”  Ob es Zufall ist, das die ruhigsten Lieder hintereinander weg kommen? Quasi eine Art Durchschnaufpause. Das Album hat durch die Art wie es gemacht wurde ziemlich Tempo und auch viele Lieder zum Nachdenken, da ist es gar nicht schlimm ein, zwei Lieder hintereinander mal ruhiger sein zu lassen.

Jedes Lied einzeln auseinander zu nehmen und zu bewerten würde zu lange dauern und auch den Charme des Albums zerstören.

WAGE WAR bleiben Ihrem Sound, trotz dem mehr werdenden technischen Klang, treu. Sie beweisen wieder mal, warum sie so geliebt und geschätzt werden. Das Quintett um Briton Bond ist da wo es hingehört und kann sogar noch größer werden. Vor allem nach diesem Album.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

Tracklist:

  1. Relapse
  2. Teeth
  3. Manic
  4. High Horse
  5. Circle The Drain
  6. Godspeed
  7. Death Roll
  8. Slow Burn
  9. Never Said Goodbye
  10. True Colors
  11. If Tomorrow Never Comes
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