Review: SLEEP TOKEN – “This Place Will Become Your Tomb”

SLEEP TOKEN sind eine noch ziemlich unbekannte Band aus England, die in Ihrer fünfjährigen Bandgeschichte erst Ihr zweites Album rausbringen.

“This Place Will Become Your Tomb” besteht aus zwölf Liedern die unterschiedlicher nicht sein können. Auch wenn man jetzt mittlerweile weiß, wer Sänger Vessel ist, sind SLEEP TOKEN doch immer noch für Überraschungen gut und auch der Rest schafft es, die Anonymität der Musikgruppe weiter aufrecht zu erhalten.

Der Opener des Albums, “Atlantic”, beginnt recht soft mit Klaviertönen, bevor es irgendwann lauter und schwerer wird. Das Lied handelt von brennenden Körpern – ziemlich makaber.

Fast so wie, als man damals zum Kiosk ging und eine Süßigkeitentüte mit “allem von Jedem” bestellt hat

Apropos Klavier: Instrumental ist auf dem Album tatsächlich alles geboten. Harte Riffs, starkes Schlagzeug und sogar elektronische Klänge. Es ist fast so, als man damals zum Kiosk ging und eine Süßigkeitentüte mit “allem von Jedem” bestellt hat. Was man eigentlich nicht mochte, hat man trotzdem gegessen und danach fand man es gut.

So geht es einem auch mit “This Place Will Become Your Tomb”. Die Stimme des Sängers wechselt von Song zu Song. Mal verletzlich, sanft, dann wieder hart und wütend. Die Lieder wechseln so sehr im Genre, das es schon fast unmöglich ist, zu folgen.

Während man das Album rauf und runter hört, schweifen die Gedanken ziemlich häufig ab. Man versucht auf die Lyrics zu hören oder verliert sich in seinen eigenen Tagträumen, bis man eben hart von dem plötzlich wechselnden Tempos geweckt wird. Eins der Beispiele ist “High Water”, das zweitletzte Lied auf dem Album. Es wechselt von ruhig, zu härteren Gitarren und sogar einem schreienden Sänger, gepaart mit elektronischen Klängen, bei denen man nicht ausmachen kann, ob jemand ertrinkt oder ein Sturm aufzieht. Beides ist defintiv möglich, denn kreativ sind SLEEP TOKEN allemal.

Es gibt heutzutage wenige Bands, die so viele Musikstile mit so einer herausstechenden Stimme kombinieren können und dabei noch so großartig klingen. Auch die Instrumente sind immer gut abgestimmt. Jedes Lied auf dem Album erzählt seine ganz eigene Geschichte, aber dennoch ist alles stimmig.

Bewertung: 10/10