Zwei Raumfahrer entpuppen sich als Tatortinspektoren – Ein Interview mit US

(English version below)

Das Interview wurde im Rahmen des Konzertbesuchs am 31. Januar 2020 im Live Club Barmen/Wuppertal geführt und nachträglich über Nachrichtenaustausch aktualisiert. Denn eigentlich sollte eine weitere Interview-Runde im April in Wien erfolgen, zum Tourabschluss-Konzert mit DIARY OF DREAMS. Zwischenzeitlich hat die Ausbreitung des Covid-19 Coronavirus vieles auf den Kopf gestellt. So ist diese Pandemie auch dafür verantwortlich, dass das Konzert im April in Wien verschoben wird, auf voraussichtlich den 13. September 2020. Von daher veröffentlichen wir das Interview bereits jetzt. Euch allen gute Gesundheit!

 

Hallo Andrew und Leo und Danke an euch, dass ihr euch die Zeit für uns nehmt und uns sogar in eurem Backstage willkommen heißt, hier im Live Club in Barmen/Wuppertal. Wie ich sehe, habt ihr euren eigenen privaten Bereich hier.

Andrew: Ich bin erfreut mit euch von Sharpshooter zu sprechen.

 

Weil wir uns hier treffen, kommt eine relative spontane Frage hoch: Esst ihr vor der Show oder bevorzugt ihr eher, hinterher etwas zu schnappen?

Andrew: als ich jünger war, habe ich es als schwer empfunden, vor einer Show etwas zu essen. Mit GENEVA waren wir mal in Dänemark und die Plattenfirma hat uns zu einem großartigen Abendessen ausgeführt – und wir waren die erste Band als Support für die LIGHTNING SEEDS – und zu einem Zeitpunkt realisierten wir, dass wir nur noch 10 Minuten hatten, bis wir auf der Bühne stehen mussten. Wir sind dann auch auf die Bühne, waren aber total nervös, und wir hatten ja kurz vorher erst ein riesen Abendessen gegessen. Es verlief dann doch OK. Ich kann vorher etwas essen, aber keine großen Mengen. Die Nerven machen es schwierig.

Leo: Ich bevorzuge es, vor der Show zu essen, weil nach der Show dann bei mir so die „Lass‘ uns gehen und ein paar Bier trinken“-Stimmung überwiegt, und das Treffen mit Fans und Freunden. Da ist dann also kaum Zeit und normalerweise ist man dann eh gehetzt.

 

Ihr beide seid ja keine Neulinge im Musikgeschäft. Andrew, du als Sänger für die schottische Band GENEVA und Leo, du als der Mastermind hinter LOWE und STATEMACHINE.

Wie ist es dazu gekommen, dass ihr euch Mitte 2015 zusammengefunden habt? Was war so besonders an dem Tag oder zu der damaligen Zeit? Andrew, die US Facebook-Seite sagt, dass es passiert ist, nachdem du nach Stockholm umgezogen bist. Leo, hast du nach einem Sänger gesucht oder wie ist das alles zusammengekommen?

Andrew: Ich bin im Januar 2015 nach Stockholm umgezogen und ich habe mich mit dem Stadtleben arrangiert, habe es geschafft, eine Arbeit zu finden und habe immer die Möglichkeit etwas Musikalisches zu machen im Blick gehabt und so kam es dazu, dass ich ein wenig mit dem in Stockholm ansässigen englischen Produzenten und Manager Paul Sonkamble zusammen machte, der Leos Geschäftspartner Frederic vom House of Wizards kannte. Paul veranstaltete einen Grillevent mit einem Treffen in 2015 und ich traf Leo und Frederic als sie aus dem Zug ausstiegen und ich gerade dabei war, den Weg zum Grillevent zu finden. Also sind wir zusammen gegangen und ich erinnere mich, dass beide extrem hochgewachsen waren und ich sehr klein. Aber später während der Grillfeier war ich ein wenig angetrunken und ich hab ein wenig Karaoke gesungen, “Rhinestone Cowboy” von Glen Campbell und dann haben Leo und ich uns unterhalten und Leo sagte, „Hey, ich glaube mein Sound könnte ganz gut mit deiner Stimme zusammenpassen“. Also verabredeten wir, dass wir uns kurze Zeit später in seinem Studio träfen, so ungefähr eine Woche oder so später, und wir redeten über Musik und alles Mögliche und Leo hat einen Track versucht und boom wir haben vom Fleck weg angefangen, etwas zusammen zu schreiben. So hatten wir innerhalb von wenigen Stunden einen vollständig ausgearbeiteten Song, mit dem wir beide so rundum zufrieden waren. Und so hatten wir den Beginn des Us-Sounds. Der Rest ist Geschichte von der Zeit damals im Sommer 2015. Und wir arbeiteten daran. Und, so muss ich sagen, ich bereue es überhaupt nicht – zu keinem Zeitpunkt, es ist eine phantastische Freundschaft und musikalische Reise.

 

Die letzten viereinhalb Jahre beinhalteten mit Sicherheit eine Menge Arbeit für Us, wie habt ihr das mit Eeren normalen Berufen in Einklang bringen können, war es einfach oder schwer – oder was habt ihr in dieser Zeit gemacht? Hast du mit den anderen Bands ebenfalls weitergearbeitet, Leo?

Andrew: Du hast absolut Recht, es ist nicht einfach. Ich arbeite als Schreiber und Editor eines Werbeunternehmens, so das ist schon mal Vollzeit. Ich musste irgendwie Geld verdienen und das Musikgeschäft ist häufig bekannt dafür, dass es nicht genug einbringt, um davon leben zu können. Unglücklicherweise muss ich da den Kompromiss gehen, obwohl meine Arbeit großartig ist und die Kollegen, mit denen ich zusammen arbeite, ebenfalls großartig sind.

Leo hat sein eigenes Unternehmen, ich denke das hilft bestimmt ein wenig dabei. Auf der anderen Hand ist Leo auch der Vater von zwei jungen Töchtern und muss das natürlich auch balancieren. Ich glaube, wir sind keine Zwanzig mehr, die von Luft und Hilfsrationen leben. Also müssen wir das irgendwie balancieren. Leo hat eine Menge Musikproduktionen gemacht in diesen viereinhalb Jahren, in denen wir an diesem Projekt arbeiten. Und seine anderen Bands sind da, aber im Hintergrund, aber wir beide sind sehr auf Us fokussiert. Vor kurzem hat sich GENEVA, die Band in der ich in den 90ern aktiv war, wieder zusammengefunden. Aber Us ist für uns beide sehr wichtig und wir verfolgen das weiter wo wir können.

Leo: STATEMACHINE schläft seit 2003 und LOWE war in den vergangenen 8 Jahren nicht aktiv. Aber ich war beschäftigt mit Schreiben und Produzieren für einige andere Kooperationen. Us ist jetzt aber die Priorität.

 

Was war die Idee, die ihr beide ursprünglich hattet? Oder war es einer von euch, der als Treibender aktiv war und hat den anderen mitgeschleppt?

Andrew: Ich weiß nicht. Leo ist definitiv eine kreative Arbeitsmaschine. Der Typ kann die meisten Dinge. Er ist kein schlechter Sänger, hat ein sehr gutes Stimmgefühl, kann brillante Lieder schreiben, ist nicht schlecht mit Text, extrem gut bei der Produktion, extrem gut beim Design, extrem gut auf der Bühne – wie ihr ja wisst – der Typ ist einfach ziemlich gut. Und ich hab ganz schön Glück. Aber ich glaube, da wo mir möglicherweise das technische Wissen fehlt – ich hoffe Leo stimmt da zu – kann ich ihn inspirieren, im Sinne, dass ich mehr einen Finger am Puls der Dinge habe, was neue Musik da draußen angeht. Aber wie ich gerade schon sagte, ich bringe Inspiration und Ideen zu ihm – er hat mehr als genug Ideen um die Dinge am Laufen zu halten – aber deshalb denke ich auch, dass Leo im Moment definitiv die treibende Kraft ist. Aber ich hoffe, Leo, dass du auch findest, dass ich da im Hintergrund bin als mutiges unbeschriebenes Blatt und dass ich auch mit meinen eigenen Melodien komme.

Leo: Gewiss Andrew! Du bist definitiv der Treibstoff im Prozess. Es ist auch sehr inspirierend zu wissen, dass jede Session in der du dabei ist, in etwas Lohnenswertem resultiert. Ich bin auch glücklich, dass wir diesen Weg gefunden haben, um mit den „Andrew zieht seinen Kilt hoch“-Lösungen gegen Inspirationsmangel vorzugehen. Tatsächlich haben wir das einmal probiert und ich hoffe, dass wir das nicht noch einmal wiederholen müssen.

 

Teilt ihr die Arbeit und wenn ja, wie? Und was war der bemerkenswerteste Moment, der Us passierte während all dieser Zeit?

Andrew: Ich denke die vorherige Antwort beinhaltet schon, wie die Arbeit aufgeteilt ist. Leo hat sicherlich den Löwenanteil der Produktion und eine Menge des kreativen Verkaufens. Ich bin da eher „err, meinst du, dass das wirklich funktioniert, Leo? Was ist mit dem? Hast du das schon angehört? Hast du daran gedacht? Wie sieht’s aus, wenn wir das versuchten?“ Aber ja, ich hab echt Glück – ich bin ziemlich gesegnet, dass ich mit Leo zusammenarbeite. Und so ist es, wie es läuft.

Ich muss sagen, dass ich denke, dass, als wir herausfanden, dass DIARY OF DREAMS uns auf ihrer Tour haben wollten. Dass Adrian Interesse an unserem Album hatte und es herunterlud als er es online fand, das war wirklich ein Glücksfall für Us, muss ich sagen. Die Chance zu haben, vor so viel tollem Publikum in Deutschland spielen zu können, mit solch einer wahnsinnig tollen Truppe wie DIARY OF DREAMS. Ich glaub, das hat Dinge echt ‘ne Ecke nach vorn gebracht. Aber nun ja, abseits davon denke ich, man kann sagen, dass es das Veröffentlichen unserer Singles und dann unseres ersten Albums „First Contact“ war. Das waren echt erinnerungswürdige Zeitpunkte.

Leo: Ja, das war das „Die Planeten sind in einer guten Konstellation“-Ding was uns passiert ist. Die Nacht bevor Adrian uns kontaktierte hatten wir uns darüber unterhalten, wie wir Us am besten in Deutschland bekannt machen könnten (ich hab so viele gute Erfahrungen davon von unseren Touren mit LOWE und STATEMACHINE). Wir sind so glücklich über diesen echt glücklichen Zufall.

Die meisten produzierten Lieder haben gewöhnlich irgendeine Geschichte oder Erfahrung des Künstlers und manchmal sogar eine Story als Hintergrund. Wie ist das bei euren Tracks? Was sind die Geschichten dahinter? Gibt es einen gemeinsamen Nenner für alle, ist das Album „First Contact“ eine abgeschlossene Geschichte? „Voyager“ und „Stars“ suggerieren ja so was. Ungeachtet dessen, dass Referenzen zum Weltraum und Universum (Lichtjahre und so weiter) vorhanden sind, ist es über das Hingezogensein zu einem anderen Wesen? Liebe? „Technicolor“ und „Get over“ gehen in die gleiche Richtung.

Andrew: In dem Sinne, über was die Lieder sind, mag ich eure Idee, dass „First Contact“ irgendwie eine abgeschlossene Geschichte ist, aber ich glaube, dass manche Lieder ein bisschen interagieren, aber sie sind mehr Liebeslieder und nicht notwendigerweise über nur eine Person. Ich habe die meisten Strophen für „First Contact“ geschrieben, daher glaube ich, dass es wahrscheinlich fair zu sagen wäre, dass es irgendwie von meinen vielleicht romantischen Erfahrungen oder meiner Lebenserfahrung kommt, aber ich glaube, das Ding ist, ich hoffe, dass sie universell genug sind, dass, nicht nur Leo, sondern auch jeder andere, ein wenig von sich selber darin sehen kann.

Aber ich denke auch, dass gesanglich Mr. Josefsson das umfassende Bindeglied ist, die vereinheitlichende Kraft. Wir wollten so etwas wie Filmmusikqualität erreichen, wie Blade Runner und so weiter, ein bisschen von DEPECHE MODE, ein bisschen 80er Jahre Synthies, aber auch ein kleines bisschen von dem Indie-Empfinden, und auch das singende Geschichtenerzählen. Aber davon abgesehen würde ich nicht sagen, dass es ein Konzeptalbum oder irgendwas in der Art ist – nein. Aber hey, wir sind echt stolz darauf!

Leo: Ich denke, Andrew ist ein extrem guter Schreiber. Er hat eine wirklich natürliche Art, Poesie über ganz normale Dinge zu erzeugen und spannt darum herum ein Wörternetzwerk auf, das alles zusammen absolut Sinn ergibt. Zuletzt haben wir die Texte ein wenig mehr diskutiert und ich glaube, dass das gut ist. Dadurch können wir den Texten ein noch stabileres Fundament verleihen.

 

Hinsichtlich eures Bühnenoutfits, ihr erinnert an Astronauten und ich erinnere mich an eure Facebook-Frage nach richtigen Anzügen. Was ist die Idee dahinter? „Voyager“ und „Stars“ liefern einen Hauch von Universum, die Graphiken der Alben sind ähnlich. Wollt ihr mehr in das Thema Weltraum gehen?

Leo: Eigentlich sehen wir das gar nicht als Raumanzüge an, sondern eher wie Kriminalpolizisten an einem Tatort.

Andrew: Ihr fragt, ob wir von dem Weltraum besessen sind, wegen unserer Fragen. Gute Fragen und ich kann erkennen, warum ihr das denken könntet. Außerdem ist der Weltraum ein ziemlich attraktives Ding, genutzt von einer Vielzahl Musiker über die Jahre. Ich denke David Bowie ist sicherlich der am besten in Erinnerung Gebliebene, mit „Space Oddity“. Aber ich würde sagen, wir nutzen mehr, ich versuche das richtige Wort zu finden, die Anzüge die man sieht, wenn man zu Tatorten kommt. Und diese Detektivserien, die ihr gesehen habt und die Leute mögen, wo man so eine Tatortuntersuchung sieht – die tragen da auch solche Anzüge. Wir wollten uns also einfach anders präsentieren, es ist ziemlich einfach schwarz zu tragen – viele von uns tun das die meiste Zeit. Das ist sehr einfach. Wir wollten uns davon abheben. Wir wollten etwas präsentieren. Wir wollten unsere eigene Welt erschaffen. Ich glaube, ich war es, der die Idee für diese spezifische Schutzanzüge hatte. Was ziemlich aktuell ist mit dem, was in der Welt momentan passiert. Es war nicht die ursprüngliche Bedeutung, es war mehr um unsere eigene Welt zu erzeugen. Ein bisschen so, ich nehme an man könnte sagen wie KLF das vor Jahren als Beispiel gemacht hatten oder unterschiedliche andere Bands, Klinik, auch so eine Band, die haben auch so ein Auftreten. Es ist einfach eine Kostümierung und auf der Bühne was anderes auszuprobieren. Aber ich glaube nicht, dass wir diese Weltraumrichtung notwendigerweise viel weiter verfolgen werden. Naja, wir haben ein Lied namens „Visitors“ – ein neues Stück – welches aber nicht direkt vom Weltraum handelt, aber es handelt eigentlich von der Erde. Mehr wird bald enthüllt – wir erzählen es Euch jetzt noch nicht.

Es gab da einen Facebook-Kommentar von S.P.O.C.K.s Sänger Alexander bei der Frage nach den Anzügen. Hat das vielleicht zu einem engeren Kontakt mit ihnen geführt oder hattet ihr eh gute Verbindungen mit denen, weil ihr aus Stockholm seid und sie aus Malmö?

Andrew: Hinsichtlich S.P.O.C.K. und Alexander, Leo kennt Alexander ein bisschen, glaube ich. Ich habe Alexander nie getroffen. Aber, großartiger Kerl, ich weiß er ist ein wirklich engagierter Musiker, und es ist immer gut, gleichgesinnte Leute, selbst wenn du sie nur über die Entfernung kennst, zu haben, aber ich lasse Leo diese Frage beantworten, denke ich.

Leo: Also, ich wusste, dass Alexander möglicherweise darauf eingehen würde. Aber ich glaube nicht, dass es zu einer engeren Zusammenarbeit geführt hat. Sie machen ihr Ding, er ist ein bewundernswerter Typ, wir hatten uns auf einer Junggesellenabschiedsfeier vor ein paar Wochen getroffen und er ist wirklich ein bemerkenswerter Kerl auf der Bühne und ein wirklich lustiger Typ. Aber was sie machen, basiert mehr auf einer Ode an Star Trek. Wir haben nicht den gleichen Humor. Aber man weiß ja nie was passieren wird – jedenfalls haben wir keine solchen Absprachen.

 

Von all euren Liedern, gibt es da einen klaren Favoriten? Und warum?

Andrew: Puh. Ich glaube wir haben keinen klaren Favoriten, was vielleicht ein gutes Zeichen ist. Ich denke, wenn wir Live von unserer „First Contact“ spielen, dann ist es „Never Get Over“. Ich glaube, das ist einfach ein absoluter Killersong, der uns beide irgendwie in den Sonnenuntergang stürmen lässt, wirklich. Einfach sehr emotional. Der Text, der aus mir heraus sprudelte, ist ein kompletter Bewusstseinsstrom von oberhalb meiner Brust, über die Situation in der ich seit einiger Zeit steckte. Demnach hat das schon eine gewisse Kraft.

Ich liebe auch „My Heart’s Desire“. Das ist mein eigenes Ding, denn als ich zu Leo kam, hatte ich schon eine vollständige geformte oder zumindest eine gute Idee für die Melodie und den Text, jammte etwas im Studio und dann hat Leo etwas drum herum gebaut. Häufig ist es genau andersrum, was toll ist, weil Leo einfach brillant ist, aber manchmal ist es auch richtig prima den Ball zurückzugeben und sorum zu Leo zu kommen. So, das ist fein. Aber wirklich, ich bin stolz auf alle Lieder und ich bin sicher, Leo auch.

Leo: Ich glaube, das ist fast eine Fangfrage. Ich denke du kommst genau auf den Punkt auf so vielen Ebenen.

 

Was glaubt ihr ist der Lieblingssong eurer Zuhörer und Fans? Warum glaubt ihr, ist er das?

Leo: „Voyager“ und „Mute“ sind die Meistgestreamten, also glaube ich, dass dieses die Antwort irgendwie gibt. Beide funktionieren auch live ziemlich gut. Eigentlich tun das alle unsere Lieder. Wir haben ein paar neue Lieder ausprobiert, an denen wir immer noch arbeiten und das Publikum scheint diese auch zu fühlen.

 

Ihr habt DIARY OF DREAMS auf der Tour letztes Jahr in Siegburg, Erfurt und Braunschweig begleitet und dieses Jahr schon Wiesbaden und heute in Wuppertal. Wie kam es dazu, dass ihr Support für DIARY OF DREAMS macht?

Andrew: Ja. Wie kam es dazu, dass wir mit den zauberhaften DIARY OF DREAMS zusammentrafen. Wie ich bereits sagte, Adrian Hates hat uns online gefunden und unsere Musik runtergeladen, nachdem er einige Facebook Clips sah und gemocht hat, was er hörte. Dann hat er uns kontaktiert. Und wir waren so hocherfreut, wie ich sagte, ist es für uns ein richtiges Highlight unserer Us-Karriere. Und ich kann eigentlich nur sagen, dass Adrian und die anderen Bandmitglieder und die Organisation drum herum einfach nur richtig phantastische Personen sind und wir sind so gesegnet, dass wir die Chance erhalten haben, mit ihnen auf Tournee zu gehen. Wir sind wirklich dankbar. Und natürlich haben wir auch andere Personen getroffen, das ist wirklich ein richtig geiler Höhepunkt für uns und wir sind einfach nur dankbar, dass es so kam.

 

Die hohen Töne, die du häufig nutzt in den Liedern gefallen nicht allen, offensichtlich. Wirst du das beibehalten oder wirst du versuchen, auf mehr Zuhörer einzugehen und auch tiefere Stimmlagen nutzen?

Andrew: Ach ja, die hohen Töne. Es ist normalerweise ein Dark Wave-Ding, hoch zu singen, oder? Aber ich liebe Dark Wave-Musik wirklich. Ich liebe ganz besonders die Musik von DIARY OF DREAMS. Aber letztendlich kam ich von wo ich herkomme und es ist sehr wichtig, dass man ehrlich sich selbst gegenüber bleibt. Von daher, ich habe eine natürliche hohe Kopfstimme. Und, außerdem unterschiedliche Einflüsse auf mich, glaubt es oder lasst es, die Kirche – als ich richtig jung war, also nicht jetzt – und unterschiedliche Sänger. Aber ja, im Gespräch mit Adrian hat er sich sehr anerkennend über meine tieferen Töne ausgedrückt, und das lässt mich das ein wenig mehr ausprobieren. Aber ich bin wirklich glücklich das zu tun. Aber, ich weiß nicht ob wir den Zuhörern entgegenkommen sollten, oder glaubt ihr das, oder sollten wir sie vielleicht fordern und für uns gewinnen. Ich glaube, es ist gut, wenn man beides tut. Und wie ihr wisst, wenn man am Ende des Tages natürlich geblieben ist, dann kommen die Leute auch wenn sie es mögen. Und wenn sie es nicht tun, das ist dann ne Schande, aber man muss ehrlich zu sich bleiben. Es ist Quatsch so zu klingen wie die eigene Plattensammlung. Also ja, ich hoffe, dass die Leute es mögen und wir sind glücklich, dass so viele tolle Personen so viele tolle Dinge gesagt haben.

 

Fünf Städte, fünf Shows, fünf unterschiedliche Publikums. Von den fünf Shows, habt ihr da einen klaren Favoriten?

Andrew: ah naja, sollen wir Braunschweig sagen? Allerdings war das ein echtes Highlight, weil der Lokpark eine unglaubliche Lokation ist, unglaubliche Atmosphäre, wunderbares Publikum, ein richtig cooler Gig. Ich persönlich empfinde Erfurt als den schlechtesten meiner Gigs, obwohl das Publikum richtig toll war. Also es war toll, ich hab mich irgendwie gefühlt, als ob ich mich erst in der darauffolgenden Nacht erholt hab. Leo war unglaublich, so wie er üblicherweise auf der Bühne ist, so charismatisch. Es ist, als ob man zwei Hauptsänger auf der Bühne manchmal hat, es ist richtig cool. Aber ja, das war absolut brillant. Ich muss aber auch sagen, Wiesbaden war wirklich besonders. Ich meine, 25 bis 27 CDs zu verkaufen, vielleicht waren das 10% des Publikums?! Ich denke auch, dass wir ein paar neue Lieder vorgestellt hatten, die liefen auch richtig prima. Das waren „Closure” und „Solitude & I” und wir sind richtig stolz auf diese. Ach, und Entschuldigung, auch „Dying On The Vine”. Also drei neue Lieder sogar. Das war also eine richtig aufregende Zeit auch für uns und wir haben sie sehr genossen. Alle diese Konzerte waren so toll, auf die eine oder andere Weise, deutsches Publikum ist einfach phantastisch.

 

Ihr habt die Set-Liste nach den ersten Konzerten verändert, was war der Grund für die Änderung und was habt ihr geändert?

Andrew: Ja, wir haben die Sets für die beiden letzten Konzerte verändert, die Konzerte im Januar mit DIARY OF DREAMS. Eigentlich nur, naja, wir haben eine ganze Menge langsame Lieder auf den ersten drei Konzerten gespielt, welche wir auch sehr genossen haben und auch großartige Anerkennung für erhielten, aber wir spüren selber auch, dass es klasse wäre, wenn mehr schnellere Live Songs dabei wären, sodass wir richtig auf der Bühne abrocken können. Das hilft uns auch in den Vibe zu kommen. Und außerdem weil Leo immer wieder mit genialen Ideen kommt, die ordentlich Auftrieb geben. Ihr wisst, musikalisch, melodisch, da komme ich mit Ideen und wir sind wirklich erpicht den Leuten zu zeigen, dass wir von Zeit zu Zeit wachsen. So, das war die Absicht dabei. Wir haben sie also mit „Closure”, „Diamond Vine”, und „Solitude & I” verändert. Geile Tage!

 

Vor dem Konzert, vielleicht die letzten zehn Minuten davor, was fühlt ihr? Was macht ihr? Habt ihr ein Ritual, welches ihr ausübt, individuell oder im Team?

Andrew: Ja, eines meiner Rituale ist es, auf das Klo zu gehen. Mehr sag ich nicht – Danke 😉 Nerven. Andererseits, ich denke wir versuchen uns gegenüber ein wenig ruhigere Töne anzuschlagen, wir sprechen untereinander und überprüfen, dass die Kostüme und alle Dinge bereit sind, die Lichter die wir als Bestandteil unserer Kostüme neben unseren Köpfen haben – wie ein Konzertfoto erklärt – und dass wir irgendwie in unsere kleine Welt kommen, wir beide. Vielleicht ein bisschen Warmsingen, die Uhrzeit überprüfen, bereit sein, den anderen daran erinnern, das alles zu genießen. Das ist das Wichtigste daran.

Leo: Ich bin immer scharf drauf auf die Bühne zu kommen. Ich werde fast nie nervös, da wir immer sehr gut vorbereitet sind. Klar gibt es immer mal technische Dinge, die man nicht immer unter vollständig kontrollieren kann, aber ich glaube, das fügt einfach nur Spannung dazu. In dem Augenblick an dem wir die Bühne betreten fühle ich mich nicht anders als ein Löwe der gleich auf seine Beute springen wird.

 

Da die Deutschlandtour mehr oder weniger vorbei ist für die nächste Zeit, was sind eure derzeitigen Pläne? Neue Stücke in Arbeit? Neue Live-Konzerte geplant?

Andrew: Ja, wir schreiben. Wir haben jetzt einen Manager. Ein Bursche aus Hamburg, Oliver. Wir fühlen uns gut dabei mit Oliver zusammen zu arbeiten. Wir freuen uns darauf, viel mehr mit ihm zu machen. Wir wollten wieder mit DIARY OF DREAMS zusammen auftreten, in Wien, am Sonntag, 19. April in der ((Szene)). Wir freuen uns wieder total darauf. Das wird großartig wieder mit den Jungs zusammenzukommen und sie dabei zu sehen, wie sie ihre phantastische Musik spielen werden. Und darüber hinaus, ja, wir werden weiterhin für unser zweites Album Lieder schreiben und wir jagen weiteren Auftritten hinterher – hoffentlich in Deutschland und Schweden und woanders.

Leo: Ja, wir fokussieren uns jetzt auf die Arbeit am neuen Album und ich glaube wir können sagen, dass wir halb fertig sind. Wir probieren neue Sounds und Arrangements aus und ich denke wirklich wir sind da auf einem ziemlich spannenden und kreativen Pfad.

 

Auf dem „To The End Of The World” Remix-Album wurde „Voyager“ viermal remixed, gefolgt von „Stars“ mit dreimal, und dann „My Heart’s Desire“ und „Till the Dying“ jeweils zweimal. So das sind vier von 11 Tracks von „First Contact“. Habt ihr die Lieder selber ausgewählt oder waren das diejenigen Künstler, welche die Remixe machten?

Andrew: Wie ihr vielleicht wisst, oder auch nicht, „To The End Of The World“, unser Remix-Album, ist vor „First Contact“ erschienen – glaubt es oder nicht. So, und das war Leos exzellente Idee, die Idee war, dass wir Remixes haben zu den fünf Singles, die wir zum damaligen Zeitpunkt veröffentlicht hatten. Und das ist der Grund, warum die Tracks diese sind. Und die Leute hatten die Wahl, aber wir haben sie auch auf, so könnte man es ausdrücken, bestimmte Lieder gestoßen. Aber „Voyager“ ist ein Favorit, es ist auch ein Favorit von uns wenn wir live spielen, und ich nehme an, für manche Personen fühlte es sich dementsprechend auch wie eine vollkommen naheliegende Wahl für einen Remix an.

Plant ihr auch Remixe von anderen Stücken zu erhalten? Oder plant ihr vielleicht sogar Remixe für andere zu machen? Würdet ihr das machen, wenn euch jemand danach fragt – wenn ihr das Lied mögt natürlich…

Andrew: Ja, absolut. Planen wir Remixe für andere? Naja, ich bin im Studio nicht sonderlich nützlich, Mr. Josefsson müsste das beantworten. Aber wenn ich Leo in irgendeiner Weise helfen kann, dann, ja klar, gerne. Das wäre cool. Und es ist immer ein Spaß, wenn man den Song mag. Und es ist auch immer ein Spaß zu hören, was andere talentierte Personen aus unseren Songs machen. Und derart sind wir immer offen für Zusammenarbeit wie diese.

Leo: Solange es uns nicht im Weg für den Fortschritt an unserem neuen Material steht, bin ich mehr als erfreut um für andere Bands zu produzieren oder Remixe zu erstellen. Solange es für uns vorteilhaft ist, auf die eine oder andere Weise.

 

Wenn sich die Leute über Us unterhalten, an was sollten sie sich erinnern und im Gedächtnis behalten?

Andrew: Ich denke, wenn Leute über Us sprechen, sollten sie an die Musik für den Soundtrack ihres Lebens denken. Es sind Lieder die vom Leben inspiriert wurden, es ist Drama, Präsentation, es sind die Synthies, es ist dunkel, hell, es ist eine Achterbahnfahrt voller Emotionen, und über all dem, wir wollen dieses teilen – wir wollen wirklich mit den Zuhörern eine Verbindung eingehen. Denkt dran, wir sind ein wenig seltsam gekleidet, einer der Typen spricht einen seltsamen schottischen Akzent, der andere Typ ist ein ganz schön langer – ein wenig angsteinflößender – sanfter Riese. Und, we fucking rock!

 

Wo seht ihr Us in drei und wo in zehn Jahren?

Andrew: In drei Jahren hoffe ich, dass wir dieses hier tun, dass wir auf Tour sind, dass wir mehr Musik veröffentlichen, vielleicht schaffen wir es einen Film-Soundtrack zu erhalten oder ein Lied in einem Film, genug für den Lebensunterhalt zu verdienen. Wir können vermutlich die meisten Wochenenden auf Tour gehen, vielleicht ein bisschen mehr. Vielleicht können wir die derzeitigen Hauptberufe aufgeben, und wenn nicht, dann hoffe ich, dass wir weiterhin Spaß haben, das zu machen. Und um so viel wie möglich zu spielen. In zehn Jahren, wer weiß das schon – solange da draußen ein Virus umherjagt – lass‘ uns noch nicht an in zehn Jahren denken. Aber ja hoffentlich wird alles wieder OK sein und hoffentlich viel mehr Musik von Us geben, damit Leute sich daran erfreuen können.

 

Danke, dass Ihr euch die Zeit für uns genommen habt!

Andrew: Vielen Dank an das Team von Sharpshooter für euer Interesse!

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(English version)

The interview was taken on January 31st 2020 prior the gig at Live Club Barmen/Wuppertal and subsequently updated via messaging, while the intention was to have another go at the Vienna gig as the tour’s final concert with DIARY OF DREAMS. Meanwhile the spread of the Covid-19 Corona virus has turned the world upside down. Hence this pandemic is responsible for the rescheduling of the April Vienna gig, to most probably September 13th 2020. Good health to all of you!

 

Hello Andrew and Leo and thank you for taking the time for us, welcoming us in your backstage area here in the Live Club in Barmen/Wuppertal. I see you have your own private area here.

Andrew: I’m delighted to speak to you guys from Sharpshooter.

 

Since we meet here a more or less spontaneous question comes up, do you eat before the show or do you prefer to grab something after?

Andrew: when I was younger I found it really difficult to eat before a show. With GENEVA there was one time when we played in Denmark and the record company took us for a lovely meal and we were the first band supporting the LIGHTNING SEEDS, and at one stage we realized that we only had like 10 minutes until we had to be on stage. We went up on stage quite nervous, and just having eaten an enormous meal. It went OK. I can eat before, but not a huge amount. Just nerves make it difficult.

Leo: I prefer to eat before the show because after the show I am in the mood “let’s go and have a few beers” and meet and greet with our fans and friends, and there is no time then because you are usually on a rush.

 

Both of you are not new players in the music business. Andrew you as singer for the Scottish band GENEVA and Leo you as the mastermind of LOWE and STATEMACHINE.

How did it happen that you ended up together in mid 2015, what was so special on that day or in those times? Andrew, the US Facebook page says it happened after you relocated to Stockholm. Leo, did you look for a singer or how did that come to happen?

Andrew: I had moved to Stockholm in January 2015 and I was feeling my way into life in the city, managed to get myself a job and always looked for a music prospect and it just so happened that I did a little bit of work with an English producer and manager based in Stockholm named Paul Sonkamble and he knew Leo and Leo’s business partner Fredric at House of Wizards. Paul held a BBQ and meet in 2015 and I met Leo and Fredric as they came off the train and I was trying to find my way. So we walked together and I remember that they were extremely tall and I extremely small. But later on in the BBQ I got a bit drunk and sang a little bit of Karaoke – “Rhinestone Cowboy” by Glen Campbell – and then Leo and I started talking and Leo said “Hey, I think my sound might work well with your voice”. So we agreed to get together a little while later at his studio, maybe about a week or so later, and we just talk about music and whatever and Leo tried a track and boom we started writing something right away. So within a couple of hours we had a fully formed song that we both were really pleased with. And we had the beginnings of the Us sound. So the rest is history really from that time roundabout summer 2015. And we’ve been working on this. And I must say, I don’t regret it for one instant, it has been a fantastic friendship and musical journey.

 

The past four and half years for sure saw a lot of work for Us, how did you accommodate that with your regular day jobs, was it easy or tough – or what where you doing those times? Did you continue with your other bands as well, Leo?

Andrew: You’re absolutely right, it’s not easy. I work as a writer and editor at a content marketing bureau, so that’s full time. I got to earn money somehow and the music business isn’t always known to provide money to get by on. Unfortunately I have to compromise although my job is great and the people I work with a great too.

Leo has his own business so I guess that helps a little bit. But then Leo is the father of two young daughters and of course we have to balance that also. So I guess we are no twenty year old living on air and just getting by on starvation rations. So we balance it. Leo is been doing a lot of music productions during the four and half or five years we have been working on this. And his other bands are there in the background, but we both are very much focused on Us. Until quite recently GENEVA, the band I was in in the 90ies in the UK has reactivated. But yeah – Us is very important to both of us – and we’re just going to pursue it were we can.

STATEMACHINE has been sleeping since 2003 and LOWE has not been active since 8 years or so. But I’ve been involved in writing and producing some other collaboration. Us is priority now.

 

What was the idea you two initially had? Or was either of you the main driver and dragged the other along?

Andrew: I don’t know. Leo is definitely a creative tour de force. The guy can do most things. He is not a bad singer, very good grasp of vocal melody, and can write brilliant songs, not bad on lyrics, extremely good on production, extremely good at design, extremely good on stage – as you know – the guy is pretty good. And I am very lucky. But I think I maybe where I lack the technical knowledge – I hope Leo maybe agrees – I inspire him, in terms of having more of a finger on the pulse of what is going on with new music. Bust just said, I provide him with inspiration and ideas – the guy has more than enough ideas to keep things going – so I think Leo is at the moment definitely the driving force. But I hope, Leo, that you find I am still there in the background as a bold blank and that I come with my own brand of melodies.

Leo: Indeed Andrew! You’re definitely fuel in the process. It’s also very inspiring to know that every session results in something worthwhile when you’re in it. I’m also happy that we found this way of dealing with “lack of inspiration” and the “Andrew lifts his kilt up” solution. Actually, we only tried this once, and I so hope we don’t have to do it again.

 

Did you split the work share and how? And what was the most memorable event that happened for US during that time?

Andrew: I think the previous answer answers how the work share is split. Leo definitely does the lion share of the production and a lot of the kind of the creative selling. I am more of the “err, is that going to work Leo, you sure by that? What about this? Have you listened to this? Have you done this? How about if we try this?” But yeah, I am very lucky – I am very blessed working with Leo. And that is how that works.

I have to say that I think that finding out that DIARY OF DREAMS wanted to have us on tour with them. The fact that Adrian took an interest in our album and downloaded it when he found out about it online, that has been a really lucky break for US I have to say. The chance to play to so many brilliant audiences in Germany with such a brilliant bunch of people like DIARY OF DREAMS. I just think that has taken up things a notch. But yeah, apart from that, I suppose you could say releasing our singles and then releasing our first album “First Contact”. Those were memorable times.

Leo: Yes, this was a “the planets are aligned” thing that happened. The night before Adrian contacted us we talked about how we could best introduce Us to Germany (that I have so many good experiences from since our tours with LOWE and STATEMACHINE). We’re so happy about this fortunate event.

 

Most of the songs that are produced usually have some kind of history or experience of the artist and sometimes even some story behind them. How about your tracks? What are the stories behind them? Is there a common denominator to all, is the Album “First Contact” a closed loop story approach? “Voyager” and “Stars” suggest so. Despite having references to Space and Universe (lightyears and so on), it is about being drawn to another being? Love? “Technicolor” and “Get Over” go in the same direction.

Andrew: In terms of what the songs are about I like your idea that “First Contact” is somehow a closed loop story, but I think that some songs maybe interact a little bit, but they are more love songs not necessarily about one person. I wrote most of the lyrics for “First Contact” so I think it’s probably fair to say that it somehow was coming from my kind of maybe romantic experiences or life experiences, but I think, the thing is I hope that they are universal enough that, not only Leo, but everyone else, can kind of see a bit of themselves into also.

But I think sonically Mr. Josefsson is definitely the closed loop, the unifying force. Yeah, we wanted that filmic kind of quality, Blade Runner and so on, a bit of Depeche Mode, a bit of 80ties Synths, but also a little bit of that indie sensibility, that story telling singing is as well. But other than that I would not say it is a concept album or anything – no. But hey, we’re very proud of it!

Leo: I think Andrew is an extremely good lyricist. He has a very natural way of creating poetry out of ordinary things and creates a web around the words that makes it all sit together. Lately we have been discussing the lyrics more and I think that’s a good thing. That way we can make the songs stand on an even more solid ground.

 

Regarding your stage outfit, you resemble astronauts and I remember your FB question about real suits. What is the idea behind it? Voyager and Stars provide some universe picture, the album covers similarly. Do you want to go into that space theme more?

Leo: actually we don’t see that as space suits, more like a crime scene investigator’s suit.

Andrew: You’re asking if we are obsessed with space, due to our questions. Good questions and I can see why you might think that. And space is a very attractive matter for quite a number of musicians that have used over the years. I think of David Bowie most memorably of course, with “Space Oddity”. But I would say that it is more that we’re using, I’m trying to think what the right word is, the suits that you wear when you go into crime scene. And these kind of detective kind of series you’ve seen and people like that, were you see like a crime scene investigation – these are those sorts of suits. We just wanted to present ourselves differently, it’s very easy to wear black – much of us both do this most of the time. It’s very easy to do that. We wanted to stand out. We wanted to present something. We wanted to create our own world. I think it was me that came up with the idea of the particular kind of biohazard suits. Which is very timely now with what is going on in the world of course. It was not the original meaning; it was more just to create our own world. A bit like, I suppose you could say the way the KLF did years ago for example or various other bands, Klinik, being another band, that has that kind of look. It is just for dress up and trying out something different on stage. But I don’t think about the space theme that we necessarily go too much further. So, we do have one song called “Visitors” – a new song – which isn’t directly about space, but it is really about the earth. More to be revealed soon – we won’t tell you yet.

 

There was some FB commentary from S.P.O.C.K. lead singer Alexander on that suit question. Did that lead to maybe a closer contact with them or do you have good ties anyway since you are from Stockholm and they from Malmö?

Andrew: Regards to S.P.O.C.K. and Alexander, Leo knows Alexander a little bit I think. I never met Alexander. But, great guy, I know he is a really dedicated musician, it’s great to have like-minded people that you know even from a distance, but I let Leo answer that one, I think.

Leo: Well I knew that Alexander might like to respond to that. But I don’t think it led to a closer collaboration. They do their thing, he’s an amazing guy, we met at a wedding bachelor party a few weeks ago and he’s really an amazing guy on stage and a really funny guy. But what they do is more based on an Ode to Star Trek. We don’t have the same level of humour. But you never know what will happen – we don’t have any such discussions.

 

From all of your tracks, is there a clear favourite that you have? And why?

Andrew: Whew. I think I don’t have a clear favourite, which is maybe a good sign. I think playing live and from our “First Contact” it’s got to be “Never Get Over” I think that’s just an absolute killer song that gets both of us kind of raging into the sunset, really. Just very emotional. The lyrics I came out with where just complete stream of consciousness of the top of my chest, about the situation I’d obviously been nursing for quite some time. So that’s got a certain power.

I also love “My Heart’s Desire”. That’s my own thing, because it was one when I came to Leo with a fully formed or at least of a good idea of the melody and lyrics, jammed something in the studio and then Leo constructed something round about it. Usually it’s the other way around, which is great, because Leo is brilliant, but sometimes it’s quite nice to maybe throw the ball back and come to Leo in the other direction. So, that’s nice. But really, I am proud of all the tracks as I am sure, Leo too.

Leo: It’s almost a trick question. I think you’re really on point on so many levels.

 

What do you think is the most favourite track of your listeners and fans? Why do you think that is?

Leo: “Voyager” and “Mute” are the most streamed ones so I guess that could be a somewhat correct answer. They both work very well live as well. Actually most of our songs do. We’ve been trying some of our new songs that we’re working on and the audience really seems to feel them too.

 

You have been touring with Diary of Dreams last year in Siegburg, Erfurt and Braunschweig and this year already Wiesbaden and today in Wuppertal. How did you end up playing the support for Diary of Dreams?

Andrew: Yeah. How did we end up with the magical DIARY OF DREAMS. Like I say, Adrian Hates actually discovered us online and downloaded our music after seeing a couple of Facebook clips, and liking what he heard. Then he got in contact with us. And we were so delighted, as I say, it is a real highlight of our time with Us. And I can only say that Adrian and the rest of the band and the organization round about them are just fantastic people and we’re so blessed to have had the chance to tour with them. We’re really grateful. And of course we have met other people, so this is a real high point for us and we’re just thankful that it happened.

 

The high tones you usually use in your songs isn’t suiting everybody, apparently. Will you maintain that or will you try to accommodate more listeners by giving it a lower tune as well?

Andrew: A yeah, the high tones. It’s normally a Dark Wave thing to sing high, is it? But I really love Dark Wave music. I love in particular DIARY OF DREAMS music soo much. But I have come from where I have come and it is very important to stay true to yourself. So, I quite naturally here falsetto on the high melodies. Ah, just various influences on me including, believe it or not, the church – when I was really young, not now – and various singers. But yeah, talking to Adrian he was very complimentary about my lower register, and that makes me explore that a bit more. And I am really happy to do so. But, I don’t know if we should be accommodating listeners, do you think, or should we be challenging them, engaging with them. I think it’s good to do both. And you know, I think at the end of the day if you’re original people will come to you if they like it. And if they don’t, that’s a shame, but you have to be true to yourself. There is no point in sounding like your record collection. So, yeah, I just hope the people like and we’re lucky that so many nice people have said so many nice things.

 

Five towns, five shows, five different audiences. From the five shows, do you have a clear favourite city?

Andrew: ah well, should we say Braunschweig? Actually that was a real highlight, because Lokpark is just an incredible venue, incredible atmosphere, great audience, really cool gig. I felt Erfurt was, personally one of my worst gigs, even though the crowd were lovely. So it was great, to sort of feel like I have recovered the night after. Leo was magnificent as he usually is on stage, so charismatic. It’s like having two lead singers on stage sometimes, it’s really cool. But yeah, that was absolutely brilliant. But I have to say also, Wiesbaden was really special. I mean, to sell 25 to 27 CDs, maybe 10% of the audience?! I think we also introduced a couple of songs that went really very well. And that’s “Closure” and “Solitude & I” and we’re really proud of those. And also, sorry, “Dying on the Vine”. So that’s three new songs actually. So that’s been really exciting for us, too, and we really enjoyed it. All the gigs have been great in some way or another though, German crowds are fantastic.

 

You slightly changed the sets after the first shows, what was the intention and what did you change?

Andrew: yes, we changed sets for the last two shows, the shows that we did in January with DIARY OF DREAMS. Simply because, well, we played quite a lot of slower songs for the first three gigs, which we enjoyed and had some great appreciation, but we feel ourselves that it is great to have more up tempo live songs, so we really can kind of rock up on stage. It helps us get into the vibe. And because Leo keeps coming up with amazing ideas, they really float my boat. You know, musically, melodically, I’m coming with ideas, and we’re just really keen showing people that we’re growing all of the time. So that was the intention then. We changed with the three new songs “Closure”, “Diamond Vine”, “Solitude & I”. Happy days!

 

Before the show, maybe the final ten minutes prior, what do you feel? What do you do? Do you have a ritual that you do, individually or as a team?

Andrew: Yeah, one of my rituals is going to the loo. I don’t say more – thank you 😉 Nerves. Otherwise, I think we try to get a little bit of a quiet spell with each other, we talk to each other, and make sure that the costumes and things are ready, the lights that we do have next to our heads – a picture explains – and just get into that little space, both of us. Maybe warm up a little bit vocally, find out time, be ready, remind each other to enjoy it. That is the most important thing.

Leo: I’m always very keen to get on stage. I almost never get nervous since usually we’re well rehearsed. Of course there will always be some technical things that you don’t always have full control over, but I guess that just adds some tension to it all. The moment we enter the stage I feel not very different from a Lion just about to jump its prey.

 

Since the Germany tour more or less is over for the time being, what are your current plans? New tracks in the making? New live concert plans?

Andrew: yes, we are writing. We now have a manager. A fellow German actually, a chap from Hamburg, Oliver. We feel great about working with Oliver. We are looking forward to doing much more with him. We will play with DIARY OF DREAMS again, in Vienna, on Sunday April 19th at ((szene)). Really looking forward to that again. That’be great to reunite with the guys there and see them play their fantastic music. And beyond that, yeah, we are going to keep writing songs for our second album and we’re chasing after more gigs – hopefully in Germany and Sweden and elsewhere.

Leo: Yes, we’re very focussed now on working on a new album and I guess we could say we’re about half way there. We’re exploring new sounds and arrangements and I really think we’re on a very interesting and creative path.

 

On the “To The End Of The World” remix Album, “Voyager” has been remixed four times, followed by “Stars” with three times and “My Heart’s Desire” and “Till the Dying” twice. So that’s four of the 11 tracks from “First Contact”. Did you select the songs or did the guys doing the remixes the choice?

Andrew: As you may or may not know, “To The End Of The World”, our remix album, came out before “First Contact”, believe it or not. So, and that was Leo’s excellent idea, the idea there was to have remixes of the five singles that we had released up to that date. And that’s why the tracks are what they are. And people had the choice, but we also guided them, can we say, to certain songs. But “Voyager” is a favourite, it’s a live favourite of ours as well, and I suppose for some people it maybe felt like a natural remix choice.

 

Are you planning on getting other songs remixed? Or do you even plan to remix some for others? Would you do if somebody would ask you – if you like the song that is…

Andrew: yes, absolutely. Do we plan to remix for others? Well I’m not any good in the studio; Mr. Josefsson would have to answer that one. But If I can help Leo in some sort of way, then yeah, gladly. That would be cool. And it’s always good fun if you like the song. And it’s always good fun to hear what other people, talented people, make of our songs. So we’re always open to collaborations like that.

 Leo: As long as it will not stand in the way for the progress of the new stuff we’re working on I’m more than happy to produce/remix other bands. As long as it benefits Us in one way or the other.

 

When people talk about Us what should they remember and keep in mind?

Andrew: When people talk about Us I think they should think about music for the soundtrack to their life. It’s life inspired songs, it’s drama, it’s presentation, it’s synths, it’s dark, it’s light, it’s a rollercoaster of emotions, and most of all, we want to share – we really want to connect with the audience. Just remember, we’re dressed a little bit strangely, one of the guys speaks with a strange Scottish accent, the other guy is a very very tall – slightly scary – gentle giant. And, we fucking rock!

 

Where do you see Us in three years and where in ten?

Andrew: In three years I really hope we’re doing this, we’re touring, we’re releasing more music, perhaps we manage to get a film soundtrack or a song in a film, we can make a living for from it. We can tour maybe most weekends, or maybe a little bit more. Maybe we can give up day jobs, but if not, we still have fun doing it. And play to as many people as possible. In ten years, who knows mate – as a virus is raging outside – let’s not connect to ten years just yet. But, yeah, hopefully everything is going to be ok and hopefully there will be a lot more Us music for people to enjoy.

 

Thank you for taking the time to talk to us.

Andrew: Thank you very much to Sharpshooter for your interest!

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