News: Die Reise lohnt wahrhaftig! CASPAR PAN bietet Seelenurlaub in Zeiten der Krise

CASPAR PAN, den meisten besser bekannt als Le Comte Caspar von COPPELIUS, schien schon immer zu den Künstlern zu gehören, deren innere Quelle beständig übersprudelt, sodass die Kreativität in immer neue Formen gegossen werden muss, um nicht ungenutzt im Boden der Tatsachen zu versickern. Ob Kammermusik im Steampunkgewand und Operndarstellungen mit COPPELIUS oder wundervolle literarisch-musikalische Symbiose mit CHRISTIAN VON ASTER, CASPAR PAN verwöhnte seine Fans stets mit neuen, feingewebten Stoffen in allen Formen und Farben. Sein erfrischender Eigensinn brachte ihn dazu, abenteuerliche Instrumente zu entwerfen und so neben dem gewohnt virtuosen Klarinettenspiel auch andere Klangfarben der angenehmen Melange des COPPELIUS-Klanges hinzuzufügen. Da ist es nur folgerichtig, dass der Künstler als nächstes auch ganz eigene Wege geht und uns mit einem Solostück erfreut. Meiner Einschätzung nach haben mittlerweile alle neun Musen einstweilige Verfügungen gegen CASPAR PAN erwirkt, da er nicht nur gelegentlich, sondern beständig und anhaltend geküsst werden wollte und geradezu nach Inspiration hungerte, auch wenn er gerade erst gegessen hatte. Also zog er nun achselzuckend selbst seiner Wege und schöpft die Kreativität fürderhin aus sich selbst. Und was kam nun bei all der Eigensinnigkeit eigentlich heraus?

“Die Reise lohnt” ist ein wundervoll leichtfüßiges Stück Musik, das den Hörer zum Träumen einlädt. Frei von Pathos und allen künstlichen Elementen erinnert der Gesang an mönchische Mantras und die Instrumentierung mit Klavier und leisem Klarinettenspiel löst einen warmen inneren Frieden aus. Das Musikvideo bietet eine visuelle Ambivalenz: Einerseits zeigt es den Protagonisten CASPAR PAN in einer Naturlandschaft und dann in einem verlassenen, maroden Gebäude. Dann jedoch wechselt alles in eine in schwarz-weiß gehaltene, gezeichnete, stark an H.P. Lovecraft gemahnende Phantasiewelt aus Kristallen, begleitet von mit zahlreichen Tentakeln und riesigen Augen ausgestatteten Kreaturen (Chtulhu-Mythos etc.). Trotzdem wird die friedliche Stimmung weiter aufrecht erhalten und der Protagonist behält eine gewisse Kontrolle über die Traumwelt (Die Illustrationen stammen übrigens von TD Grafikdesign). Dann wird ihm von einem göttlichen Tentakel im Stile Michelangelos (“Die Erschaffung Adams”) ein merkwürdig geformter Schlüssel überreicht und dann gibt es wieder einen Wechsel in die wirkliche Welt. CASPAR PAN verlässt die Ruine und nimmt die Kapuze ab. Auf seinem Hinterkopf befindet sich ein gezeichnetes Schlüsselloch und er hält das Schlüssel-Äquivalent dazu in Händen, das er aus der Traumwelt mitgenommen hat.

Auch hier erinnert sich der Kundige natürlich an H.P. Lovecrafts Erzählungen rund um die “Dream Cycle”-Geschichten, wo die Hauptfigur Randolph Carter feststellen muss, dass er den Schlüssel zu den Träumen seiner Kindheit verloren hat und sich auf eine Reise begibt, um ihn wiederzuerlangen. Wir können uns jedenfalls uneingeschränkt dem selbstbewussten Titel des Liedes anschließen: Die Reise lohnt sich in der Tat und wer gerade Ängste bezüglich der Corona-Pandemie aussteht und sich nach Ruhe und einer anderen Welt sehnt, der ist bei CASPAR PANs Schlüsseldienst herzlich willkommen. Die Fans sind sich einig: Das Lied tut einfach nur gut. Manch einer von uns erkennt durch die Katharsis des Klanges vielleicht auch, dass er sich gar nicht mehr erinnert, wo sein Schlüssel zur Traumwelt versteckt liegt. Aber es ist noch nicht zu spät, auf die Suche danach zu gehen!