“I’ve still got black sand in my shoes…” – Zauberhaftes PLAGE NOIRE-Festival 2022 – Tag 1

“I’ve still got sand in my shoes
And I can’t shake the thought of you
I should get on, forget you
But why would I want to
I know we said goodbye
Anything else would’ve been confused but I wanna see you again…”

Die schwelgerischen Worte der Popsängerin DIDO würde wohl erst einmal niemand mit einem alternativen Festival wie dem Plage Noire in Verbindung bringen. Und doch stimmt es. Das mit dem Sand (entweder metaphorisch oder tatsächlich) und auch das mit der Sehnsucht und dem Zurückwollen. Unsere kleine, samtschwarze Seifenblase in Weissenhäuser Strand war wie alle Gebilde aus Seifenwasser flüchtig und vergänglich. Wir mussten das schützende, warme Fruchtwasser letztendlich Richtung kalte Welt da draußen wieder verlassen. Lasst uns trotzdem dem Traum noch ein paar Momente mehr abtrotzen und uns erzählen, was dort im Norden an der Küste geschah. Plage Noire…

In normalen Zeiten ist das Frühjahr ab April geprägt von Tourneen unserer Bands, die uns das Warten auf die sommerliche Outdoor-Festivalsaison verkürzen. Doch was ist schon normal hier und wer ist hier krank? Ist die Pandemie vorbei? Mitnichten! Und doch gab es ein kollektives Aufatmen und eine Übereinkunft, dem stachligen Mistviech endlich die Zügel anzulegen und wieder ein adäquates Leben zu gestalten. Zu den pandemiebedingten Kapriolen gehörte auch, dass wir nur sieben Monate nach dem Plage Noire 2021 wieder anreisen durften (Die Vorjahresversion war in den Herbst verschoben worden). Wir Sharpshooter, die wir schon lange regelmäßig nach Wacken, zum M’era Luna, Hurricane usw. pilgern, war es 2019 bereits klar, dass wir das junge Plage Noire dauerhaft in unsere dunklen Herzen schließen würden. “Luxusfestival”, wie manche spotten? Was ist denn Luxus? Nicht bis zum Hals im Schlamm zu stecken? Ja, dann findet in Wangels-Weissenhäuser Strand tatsächlich Luxus statt. In der Pandemie wurden andere “Luxuswerte” schmerzlich vermisst: Gemeinschaft, Lebensfreude, geeinte Wünsche, Träume und Hoffnungen. Diesem “Luxus” gab FKP Scorpio im hohen Norden ein neues Zuhause. Festival – Das geht auch mit Restaurants, Schwimmbad, Hotelzimmern und Bungalows. Die kurzen Wege zwischen den fantasievoll benannten Bühnen wie z.B. “Le Chapiteau”, “Salle de Fête”, “La Rotonde” erlauben auch weniger lauffreudigen oder -fähigen einen Ortswechsel zwischen den Gigs. Durch die Mischung aus Hauptzelt draußen und Indoor-Locations drinnen, kann man auch immer wieder Luft schnappen und bleibt insgesamt wacher und vitaler. Den Hygiene-Empfehlungen wurde übrigens an prominenter Stelle an den Eingängen sowie im Programmbuch namens “Handreichung” Rechnung getragen. Von politischer Seite gab es keine Einschränkungen mehr. Im Rahmen der Eigenverantwortung stand es aber jedem frei, weiterhin Maske zu tragen, wovon auch einige Gebrauch machten. Zu Diskussionen oder Lagerbildung kam es unseren Informationen nach nicht. Der Grufti von heute ist erwachsen und entscheidet gemäß seinem gesunden Menschenverstand. Weitere “Erziehung” ist somit unnötig. Soviel zu den Rahmenbedingungen. Die Sharpshooter-Redaktion verbrachte den Vormittag teilweise im “Subtropischen Badeparadies”, das sich mit auf dem Festivalgelände befindet und daher leicht und sogar kostenlos bis ermäßigt zugänglich gemacht wurde. Wer damals beim Wave Gotik Treffen 2016 die Eröffnungsfeier im Freizeitpark “Belantis” mitgemacht hat, weiß ja längst, dass auch Gruftis bisweilen dem kurzweyligen Freizeitvergnügen frönen und auch ein Bedürfnis nach herkömmlichem Spaß haben (Grüße an Christian von Aster und seine Mitternachtshüpfburg – FUN for the Finster). Aber eigentlich war der Besuch in den feuchtfröhlichen Gefilden eher einem Missverständnis geschuldet. Unsere Redakteure und Fotografen sind ausgesprochene Dark Wave-Fans und im Freizeitbad sollte es angeblich genug Wave geben. Letztendlich kämpfen wir aber nur in einem Wellenbad ums Überleben, WE ARE WAVES spielten dort gar nicht, sondern waren auf Tour mit LEICHTMATROSE in Köln. Schade! Dafür gab es im Bistro hervorragende Burger (sowohl vegan als auch mit Fleisch), das Badeparadies ist also durchaus ein guter Tipp für Frühangereiste, die nochmal ihre Muskeln lockern wollen, bevor wieder gehüpft und die Arme gereckt wird. am Werfen wir nun einen Blick ins mannigfaltige Programm:

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer / Virginia Weidhaas

Die ersten musikalischen Programmpunkte starteten am Freitag erst um 17 Uhr. Aber so hatte man ausreichend Zeit, das Rahmenprogramm in Augenschein zu nehmen. Wir raten auch unbedingt dazu, denn Gothic-Festivals sind mehr als Musik. Unsere Subkultur vereint so viele Facetten in sich, dass es mit Audio allein längst nicht getan ist. Der Shoppingbereich “Le Bazar” öffnete seine Pforten bereits um 14 Uhr und dieser Ort war nun so wichtig, wie seit Langem nicht mehr. Schließlich war nicht jedem Kleidungsstück oder Accessoire der lange Winterschlaf gut bekommen. Wenn das Schwarz allzu sehr ins Gräuliche verblasst war, musste dringend Ersatz her. Der “Bazar” bot eine wunderbare Mischung aus feinem Zwirn, Stiefeln und vor allem auch handgefertigtem Schmuck. Dem Hang zum Individualismus, der in der Schwarzen Szene praktisch ein Axiom darstellt, ist es geschuldet, dass besonders Unikate oder zumindest nicht industriell hergestellte Kleinodien begehrt sind. Wer den Ort betrat, der Kreditkarten das Fürchten lehrt, verließ ihn zumeist nicht ohne Beute.

Weiter ging es – noch immer abseits der Bühnen – gegen 16 Uhr in puncto Make up und Kunst. Der MONSTERMACHER präsentierte erneut live und zum Zuschauen, wie ein Bodypainting-Kunstwerk entsteht. Die lebenden Leinwände trugen seine erstaunliche Kunst dann hinaus in das schwarze Treiben. Auch der “Salon de beautè” hielt neue Entdeckungen bereit. Wie formulierte es das festival-Team so schön in der “Handreichung”: “Schönheit kommt von innen – und doch können gutes Make-up und Styling helfen, euer Innerstes nach außen zu tragen”. Schwarzes Make-up besteht ja nicht nur aus dem allseits bekannten Kajal. Die phantastischen Fähigkeiten und geschulten Augen und Hände von Dae Joon, Elisanth, Jael Miro und Ilka Freiin von Fostner halfen manch unsicherem Wesen, ein Styling zu entdecken, das zu ihm passt oder boten eine wertvolle Anlaufstelle für Leute, die mal etwas Neues ausprobieren wollten. Hier konnte man hernach der Welt trotzig ein neu neues oder neu gestärktes Gesicht zeigen.
Der Mittelaltermarkt “Le petit Marché Médéval” war ebenfalls schon vorher zugänglich und erlaubte auch dieser Spielart der Schwarzen Szene zur Entfaltung zu kommen. Der Markt ist nicht nur auf dem M’era Luna ein beliebter Treffpunkt, sondern bietet auch auf dem Plage Noire eine Möglichkeit für diejenigen, die nicht in den Restaurants speisen möchten oder denen normales Bier zu langweilig ist.

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer / Virginia Weidhaas

Nun aber stieg mit den MERCIFUL NUNS auch der erste Ballon der akustischen Art auf, getragen von der Freude und den Erwartungen der darbenden Gemeinde. Wer das erste Mal auf dem Plage Noire weilte, konnte nun gleich die zweite Bühne, den Salle de Fête kennenlernen. Der Raum am Ende einer Treppe im Obergeschoss leidet zwar an wenig an Aufhitzung und niedrigen Decken, bot aber vielen tollen Bands die Möglichkeit, in etwas intimerer Atmosphäre als im Hauptzelt eine Verbindung zum Publikum herzustellen. Nun also traten hier die deutschen MERCYFUL NUNS auf und eröffneten den Reigen. Seinerzeit hervorgegangen aus der Asche der Vorformation GARDEN OF DELIGHT gab es zwischenzeitlich bereits Auflösungsgerüchte. Wir sind sehr dankbar, dass es dazu nicht gekommen ist, denn MERCYFUL NUNS haben sich ihren Platz in der Gothic-Rock-Szene längst verdient und würden definitiv fehlen. Die Truppe um Artaud Seth hatte sogar neues Material mit dabei, schließlich war erst wenige Wochen zu vor das neue Album “Kvltan” erschienen. Und so startete das Set auch folgerichtig mit dem Albumopener “Kvltan – The Origin” und endete mit “The Kvltanians”. Das neue Opus umspannte das Set also als Rahmen, aber abgesehen von “Down Dark Hallways” fand sich ansonsten kein weiterer neuer Song im Set, sondern eine düstere Mischung aus mehr als zehn Jahren Bandgeschichte. Anders als es in Song Nummer 5 “Broken Column” besungen wird, ist die “Säule” MERCIFUL NUNS erfreulich intakt – verwittert und nachgedunkelt zwar, aber im besten Sinne.

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer

Szenenwechsel! Jetzt galt es, die Hauptbühne zu entern. Das solide zirkusähnliche Zelt auf dem Vorplatz bot nicht nur eine sehr hohe Kapazität, sondern auch einfache Belüftung und durch die hohe Decke sicherlich auch Klangvorteile. Die HELDMASCHINE hatte sich nun angekündigt, den jungfräulichen Boden gehörig zu entweihen. Ein Opener, der keineswegs dafür bekannt ist, es sanft angehen zu lassen. Nein, hier steht brachiale Wucht auf der Speisekarte und warum auch nicht? Leise war es genug. Stille lag wie ein Leichentuch zwei Jahre über dem Land. Dieses Tuch musste einfach nach allen Regeln der Kunst in Fetzen gerissen werden und die perfekte Änderungsschneiderei für diesen Job waren die Männer aus Rheinland-Pfalz. Nach dem obligatorischen Nebel fuhr das Quintett auf Rollboards und mit blau leuchtenden Westen auf die Bühne und lösten einen Begeisterungssturm aus, wie ihn selten ein Auftaktact erwarten kann. Man hatte durchaus das Gefühl, dass sich hier einiges an aufgestauter Emotion entlud – und das galt sowohl auf als auch vor der Bühne. Kein Rumgelunger an den Seiten, keine lauten Gespräche, die Menge war sehr konzentriert und engagiert und feierte den Eröffnungssong “Luxus” mit allen Sinnen und ebenso das etwas nachdenklichere “Kein Zurück”.
Sänger René Anlauff konstatierte “Ihr merkt, wir kommen aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Früher waren wir ganz cool auf der Bühne, aber das geht jetzt nicht mehr”. Nein, man sah, dass eine Last abfiel und diese Emotion war auch absolut legitim und hochwillkommen. Im Segment Neue Deutsche Härte wird allzu oft vermeintlich böse Mine zum bösen Spiel gemacht nur um des Effektes willen. Dass eine Band wie HELDMASCHINE hier Gefühl zeigt, sollte den Jungs hoch angerechnet werden.
Mit dem neuen Song “Sucht” wurde die Gefühlsthematik, schmackhaft verpackt in ordentlich Wumms auch gleich fortgeführt. Die Band besingt hier nicht etwa Drogenmissbrauch, sondern das Motto lautet “Danke für die Sucht!” und ist an die Fans gerichtet, die mit packenden Live-Erlebnissen den Musikern zu seinem Suchtgefühl verholfen haben. Es geht also letztendlich um die Symbiose zwischen Künstler und Bekunsteten. Eine Bindung, die wohl jeder mit seinen Lieblingsbands empfindet. Danke für dieses musikalische Denkmal in der Tradition von anderen Beispielen wie “Schwarzes Meer” von SUBWAY TO SALLY.
Zu “Schwerelos” sprach René eine rhetorische Frage, gepaart mit einer Herausforderung aus “Springen! Wisst ihr noch wie das früher war?”. Die Leute wussten es nur zu gut und traten gleich den Beweis während des Intros an. Nach “Der Sturm, das Meer” kam der hymnische Kracher “Die Maschine spricht” und erfüllte das Zelt bis in die Spitzen. Gitarrist Tobias durfte sein Solo zwischenzeitlich auf den Schultern des Fronters zum Besten geben und bekam so seinen verdienten Höhepunkt. Das ist brüderliche Leidenschaft unter Bandkollegen, Freunde der Nacht! Um die Waagschale, die durch “Sucht” ein bisschen Richtung neues Material gekippt war, wieder auszugleichen, präsentierte die HELDMASCHINE einen fast zehn Jahre alten Song mit “Kreuzzug” und erfreute so nicht nur die Jünger der ersten Stunden. Die Band selbst hat die Dekade bereits vollgemacht und untermauert stets ihren Ruf als eine verlässliche, konstante Säule in der deutschsprachigen Rocklandschaft! Gefühlt legte die Wucht des Sounds ungefähr ab dem Song “Himmelskörper” noch einmal tüchtig zu, sodass allen Anwesenden alles abverlangt wurde.

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer

Überschneidungen! Ein Wort, das jeden Festivalgänger schaudern lässt, aber nun mal unvermeidliches Schicksal. Es mussten Entscheidungen getroffen werden. Ob man Alex Pitzinger mit PAINBASTARD im “La Rontonde” (auch “Alm” genannt, Bühne Nummer 3 in einer kleineren Holzkonstruktion) lauschen wollte, die Veteranen DAS ICH im Salle de Fête feiern oder leicht versetzt dem Teufel von TANZWUT auf der Hauptbühne zujubeln wollte, hatte die Qual der Wahl.
Die etwas kleinere Location “La Rotonde” erinnert entfernt an eine mongolische Jurte, wenngleich der Grundriss eher sechseckig ist. Der besondere Vorteil dieses Venues ist die besondere Nähe zu den Künstlern durch die sehr niedrige “Bühne”. Diese Intimität schätzte z.B. auch im Vorjahr schon EMPATHY TEST. Nun also bekam man hier einen der eher seltenen Auftritte von PAINBASTARD zu hören. Wer diesen Gig verpasst hat, bekommt noch ein paar weitere Gelegenheiten, denn Alex P. ist aus dem Winterschlaf erwacht und wird in seiner Heimat Leipzig auf dem WGT zu sehen sein, sowie mit SUICIDE COMMANDO in Bischofswerda.
TANZWUT haben eine seltene Gabe: Sie begeistern mitunter auch Leute, die dem Mittelaltergenre eher abgeneigt sind. Selbst in unserer Redaktion konnten sie nun einen neuen Fan gewinnen, der den eingängigen Rhythmen offenbar nichts entgegenzusetzen hatte. Der Song “Seemannsgarn” passte natürlich wunderbar zu diesem Ort, genauso wie einer der bekanntesten Songs der Truppe: “Meer”, Bestandteil so ziemlich jeder Setlist seit Jahrzehnten. “Schreib es mit Blut” wurde vom Publikum genauso begeistert mitgesungen wie das Trinklied “Gib mir noch ein Glas”: “Und draußen fällt der Nebel sacht in das Laternenlicht. Wir sind schon viel zu lange wach, doch das zählt heute nicht” war ein Motto, das sich viele der Anwesenden offenbar als Motto für den Abend erwählt hatten. Daneben kam natürlich auch das aktuelle Album “Die Tanzwut kehr zurück” ordentlich zur Geltung. Kaum zu glauben, aber die erste Scheibe der Berliner, die bei NoCut erschien, feiert schon in wenigen Tagen ihren ersten Geburtstag. “Die Geister, die wir riefen”, sind mittlerweile längst angekommen. Aber was soll’s. TANZWUT machten jedenfalls tierisch Spaß. Die schönen Bühnenbilder inklusive Maskenbannern und Schiff halfen, eine tolle Atmosphäre im Zelt zu kreieren und die gut gelaunten bzw. galgenhumorigen Ansagen von Sänger Teufel trugen auch ihren Teil zur Stimmung bei. “Mit den Knallköppen hier auf der Bühne ist es wie ‘ne Klassenfahrt, wenn wir unterwegs sind”. Ich schätzem wir würden alle gerne mal mit TANZWUT auf so eine Fahrt gehen!

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Fotos: Mirco Wenzel

Im Salle de Fête unterdessen betraten über 30 Jahre geballte Kult-Bandgeschichte die Bühnenbretter und zwar mit einer Energie, die einfach nur Respekt abnötigt. Es gibt wohl kaum ein genialeres, altgedientes Duo in der Geschichte der Schwarzen Szene als Bruno Kramm und Stefan Ackermann von DAS ICH. Seit 1989 (!) schreiben die beiden Musiker ihre ganz eigene Geschichte und wir dürfen an diesem Siegeszug teilhaben. Die Weggefährten kamen und gingen und auch der Zahn der Zeit und die Vergänglichkeit des Leibes setzen besonders Sänger Stefan hart zu. Und doch standen sie dort, gemeinsam mit Kevin Groß (seit 2016 dabei) und lachten dem Verfall und dem Tod ins Gesicht. Dieser Auftritt wirkte so frisch und doch vertraut, dass sich jeder in den Allerwertesten beißen sollte, der die Sause verpasst hat. Zunächst leitete Bruno den ersten Song mit einem eigenen Intro ein, das mit einer Art elektronischem Blasinstrument erzeugt wurde, dessen Name dem Schreiber dieser Zeilen leider nicht bekannt ist. Es klingt jedenfalls wie ein aufkommender Wind im Äther, ein Rauschen zwischen den Sternen der Ewigkeit. Noch Fragen? Und schon ertönte die stampfende Hymne “Die Propheten” und manch ein jüngerer Zuschauer rieb sich verwundert die Augen, als die anderen Anwesenden in extatischem Chor den Chorus skandierten. “Der Schrei” folgte auf dem Fuße. Sorry Edvard Munch, aber du bekommst nur den zweiten Platz. Stefan Ackermann ist nicht dafür bekannt, um den heißen Brei herumzureden. Etwaige im Vorfeld aufkommende Zweifel daran, ob er aufgrund seiner Krankengeschichte einen Auftritt auf dem Plage Noire würde absolvieren können, wischte er mit einem “Ich muss doch auf der Bühne sterben!” beiseite. Schwerbehindert oder nicht – wer diesen Auftritt gesehen hat, wird wohl Pläne für eine Teilnahme an der “40 JAHRE DAS ICH-Jubiläumstour” einkalkulieren. Bei den eindringlichen Strophen von “Kannibale” konnte Stefan dann auch gleich wieder glänzen. Bruno Kramm, als Labelchef von Danse Macabre und Vollblutmusiker bestens bekannt, präsentierte auch wieder seine legendäre Bühnenperformance, inklusive Horrorclownstyling, verzerrter Mimik und energischem Umschwenken des Keyboards. Der andere Tastenmagier Kevin indes war ebenso umtriebig, häufige Platzwechsel durch rollbare Instrumente sind hier deutlich von Vorteil. Alle beide unterstützten Stefan wie üblich auch kräftig an den Vocals, natürlich auch bei “Engel” und “Uterus”. Der Song “Lazarus” ist neueren Datums und mittlerweile ebenso fester Bestandteil der Setlist wie die Klassiker. Einer davon ist selbstverständlich “Gottes Tod” und hier bekam die Bühnenperformance mit der “Selbstkreuzigung” Stefans an seinem ausladenden Mikrofonständer eine passende visuelle Komponente. Frenetischer Jubel des dunkeln Volkes war den Musikern sicher. “Die letzten Jahre waren furchtbar hart. Jetzt sollten wir jeden Moment feiern” kam das Credo von der Bühne und auch wenn man nicht unbedingt den persönlichen Leidensweg eines Stefan Ackermann beschreiten musste, konnten viele Zuhörer bedenkenlos zustimmen. “Destillat” brachte noch einmal alle zum Tanzen, dieser Everblack darf einfach nicht fehlen und diesen Text kann jeder zwischen 20 und 120 mitsingen. Was ein grandioses Konzert! Das war eins der Highlights des ganzen Festivals. Danke an die drei Propheten!

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer

Das “La Rotonde” bewies in Sachen Abwechslung und neuer Erfahrungen echte Qualitäten. Mit BLITZ UNION aus Tschechien gab es ein interessantes Crossover-Projekt zu hören, das Rock mit EDM-Rhythmen koppelt. Einigen, die auf der OOMPH!-Tour 2019 dabei waren, dürften die Jungs bekannt vorkommen, dort waren sie Support-Act. Sie präsentierten auf dem Plage Noire vor allem ihr Full Lenght-Debutalbum “Absolution”.
Zeitgleich gab es im Gluthaus des Salle de Fête mit FROZEN PLASMA eine Institution der Szene zu sehen, die erst vor kurzem mit “Moths” eine großartige neue Single veröffentlicht hatte. Mit Nachtfaltern assoziieren die Szenegänger sich ohnehin immer gern und der Track mit dem sehr eindringlichen Refrain hat sich längst in unseren Gehörgängen festgesetzt. Der Song hat etwas Verträumtes und beinhaltet auch eine gewisse Tragik, denn das Schicksal der Motten war es schon immer, an ihrem Drang zum verzehrenden Licht zugrunde zu gehen. FROZEN PLASMAs anhaltender Erfolg hängt sicherlich auch mit der Tatsache zusammen, dass sie Clubhits genauso gut können wie Nachdenkliches. Auch die Plage Noire-Setlist lieferte natürlich beides. Der neue Song wurde als zweites nach “Age After Age” gespielt, aber erst musste der Name an Quizmaster Felix gewandt genannt werden. Man sprach “Mellon”, trat ein und bekam direkt einen Schnaps gereicht. Prost! Ansonsten gaben sich die Hits natürlich wieder die Klinke in die Hand. FROZEN PLASMA ist definitiv eine Mitmachband und man braucht für die Teilnahme noch nicht einmal weißen Bastelkleber, sondern nur eine gesunde Kondition, Stimme und Rhythmusgefühl, um Teil der plasmatischen Party zu werden und die “Ge-Fühls-Ma-Schi-Ne” ordentlich anzutreiben. Mit Songs wie “Home”, “Crossroads” oder dem Everblack “Irony” (englisch für “bügeleisisch”. Sorry, war Ironie, Anm. d. Red.) reisten wir auch ganz schön weit in der Zeit zurück. “Safe.Dead.Harm” bleibt hartnäckiger im Körper als jede Virusinfektion und natürlich wird die Schwarze Szene auch nie müde, die “Revolution zu tanzen”. Wer Felix Marc kennt, weiß, dass er regelmäßig ein Workout auf der Bühne absolviert. Es gab kurz einen Schreckmoment, als es so aussah, als habe er sich kurz vertreten bzw. verletzt, aber er zog das Set jedenfalls voll durch. Für’s Publikum gab es zwischendurch nicht nur was zu sehen, zu hören und zu tanzen. Nein, Vasi verteilte auch wieder Kurze an die vorderen Reihen, was dankbar angenommen wurde.
Die “Murderous Trap” ließ uns nur widerwillig wieder frei, aber das Set kam leider mit der üblichen “Video-Party” zu einem viel zu frühen Ende. Aber es gab noch T-Shirts für umme, die von der Bühne ins Publikum geworfen wurden. Ein echter Segen für alle, die mal wieder “nichts anzuziehen” hatten. Dank an Felix und Vasi, dass sie uns immer wieder eine Garantie für schmerzende Füße und widernatürlich hochgezogene Mundwinkel liefern.

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer

Für die Gitarrenjünger, die nicht mit den Motten fliegen wollten, bot sich ein Besuch im Le Chapiteau an. LORD OF THE LOST gaben sich dort die Ehre vor einem großen Backdrop (Die Bühnenausstattung der meisten Acts war eher dieses Jahr eigentlich eher spärlich). Diese Band macht einfach nur Spaß, das kann man nicht anders sagen. Und sie sind einfach authentisch. Vielen wird das bescheinigt, aber bei LOTL, wie sie liebevoll genannt werden, gibt es einfach keinen Zweifel daran, dass die Jungs einfach hundertprozentig echt sind. Das Set startete mit “Priest” und “And It Was Night” vom aktuellen “Judas”-Album, das es bis auf Platz 2 der deutschen Albumcharts geschafft hatte. Anschließend versuchte man sich an einem LADY GAGA-Cover mit “Judas”. Wenn man wie die begnadeten Musiker von LORD OF THE LOST ein gewisses Skill-Level erreicht hat, kann man sich getrost als Alchemist bezeichnen: Man kann einfach jedes musikalische Rohmaterial in schwarz verbrämtes Gold verwandeln. Übrigens: Die Pandemie hatte natürlich viele Künstler ordentlich ausgebremst, aber auch LORD OF THE LOST hatten eine ordentliche Kröte zu schlucken, hatten sie es doch unfassbarerweise geschafft, den Giganten IRON MAIDEN aufzufallen und für deren Tour als Support-Act gebucht zu werden. Was ein Abenteuer! Als das dann verschoben wurde, waren die Herzen der Hamburger sicherlich ordentlich angeknackst. Aber im zweiten Anlauf könnte es knappen mit der genialen Kombination MAIDEN/LOTL. Auf jeden Fall wird das dann ein weiteres glorreiches Kapitel in der Chronik der Verlorenen. Mit ihrer eigenen Version von “Children Of The Damned” bewiesen die fünf auch gleich, dass sie “maidentauglich” sind. Da “Wig In The Box” und “Heartbeat Of The Devil” auch noch gespielt wurden, war die Tracklist der ganz frischen gleichnamigen Veröffentlichung auch komplett. Anekdote: Mastermind Chris Harms bewies sein außergewöhnliches Gehör zwischendurch mit einem Hinweis auf den verstimmten Bass von Class Grenayde. Als das stattliche Set aus 17 Songs letztendlich mit dem gut gealterten “Six Feet Underground” und “Doomsday Disco” von “Empyrean” ausklang, hätte so mancher Besucher auch vollkommen sattgegessen am reichhaltigen Soundbuffet die Heimreise antreten können. Das ist der LOTL-Effekt: Man hat danach einfach keine Fragen mehr, der Kopf ist leer und das Herz übervoll. Ende.
Aber nein, noch hatte das Plage Noire das ein oder andere Ass im Ärmel.

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer

Und wieder starten wir den finalen Rundgang im heimeligen “La Rotonde”. Hier gab es heute eine Premiere zu bestaunen und das war sicherlich der Grund für den zwischenzeitlich verhängten Einlassstop. Was viele nicht wissen: Nachdem Vasi Vallis im Alter von elf Jahren erfahren hatte, dass er ein Zauberer ist und seinen Zauberstab aus dem Holz einer Kefalonischen Tanne überreicht bekommen hatte, erhielt er vom Zaubereiministerium als einer der wenigen Auserwählten die Genehmigung, einen Zeitumkehrer zu benutzen. Nur so war Vasi Vallis in der Lage, in allen elektronischen Bands gleichzeitig zu spielen. Nun stand mit FUTURE LIED TO US das jüngste Projekt mit Vasi-Beteiligung im Programm. Mitstreiter Krischan hatte es leider kurz vorher ordentlich erwischt, weshalb er schweren Herzens seine Teilnahme an diesem Gig absagen musste. Gute Besserung an den Wackeren an dieser Stelle! Was die Premiere angeht: Es sollte der erste FLTU-Gig mit Damasius Venys am Mikrofon werden. Nachdem Tom gegen Ende des Vorjahres aus persönlichen Gründen als FLTU-Sänger zurückgetreten war, sprang Damasius in die Bresche und verhinderte eine Sedisvakanz an den Vocals. Der junge Sänger ist durchaus kein Unbekannter, sondern konnte bereits mit seiner weiterhin bestehenden Band MENTAL EXILE und ehemals in der Formation MONDTRÄUME Akzente setzen. Auf der EP “I, Hope” konnten sich dann auch alle, die Damasius noch nicht kennen, ein Bild von seinen sanglichen Qualitäten machen. Aber die Live-Feuertaufe stand noch aus. Im “La Rotonde” war die Spannung praktisch mit Händen zu greifen, als das dezimierte Trio nun seine Plätze einnahm. “Blue Lights” vom 2018er-Release “Presence” markierte den Anfang einer gefühlvollen Reise. FUTURE LIED TO US lebt von der Emotion und von der Message. Es ist einerseits eine enttäuschende Erfahrung, dass die Zukunft, die man sich erträumt hat, dann plötzlich ganz anders aussieht. Wir haben neben der Welt da draußen, die immer kälter wird und von der wir mittlerweile nicht mehr allzu viel erwarten noch unsere eigene, innere Welt. Dort haben wir etwas mehr zu sagen, was die Gestaltung der Zukunft angeht, aber oft genug steht man sich auch dort selbst im Weg. Was also tun? Wie der ungewissen Zukunft begegnen? FLTU können nicht alle Antworten darauf geben, aber vielleicht ein Rezept vermitteln, wie man resilienter gegenüber enttäuschten Erwartungen wird. Damasius hat jedenfalls eine unheimlich einnehmende Bühnenpräsenz. Er ist kein Gefäß für die Musik, sondern er IST die Musik. Seine Körpersprache unterstreicht die Texte und seine ausladenden Gesten und das gefühlvolle Minenspiel würden FLTU vermutlich auch für jemanden erlebbar machen, der komplett taub ist. Ein Wechsel am Mikrofon ist nie einfach und immer ein heikler Punkt in der Bandgeschichte. Tom hinterlässt eine große Lücke, aber man kann die Verpflichtung von Damasius nur als Glücksgriff bezeichnen. Egal ob die älteren Stücke wie “Blaze In The Dark”, “Falling”, “Tellurian” oder dem neuen “I, Hope” – es war ein wahres Paradies, ein kleiner Garten Eden aus Synthis und fein verwobenen Emotionen in die uns FUTURE LIED TO US eingeladen hatten. Der sonst eher ernste Vasi brach an dem Abend den Grinse-Rekord, was dafür spricht, dass er auch sehr zufrieden mit dem “Second Live Debut” war.
Auf dem Wave Gotik Treffen wird dann die nächste Gelegenheit sein, dieses Mal hoffentlich auch wieder mit Krischan an Bord.

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Fotos: Mirco Wenzel

Die sanften Töne liegen aber längst nicht jedem. In den Gärten des Anubis gedeihen viele unterschiedliche Gewächse und wer auf treibende, harte Klänge und eindeutige Kommandos steht, kam natürlich nicht an NACHTMAHR im Salle vorbei. Thomas Rainer war einmal mehr angetreten um zu beweisen, dass er wirklich JEDEN zum Tanzen bringen kann. Zu Beginn nahm er kurz Bezug darauf, dass die Band für die verhinderten ASSEMBLAGE 23 eingesprungen war. “Nicht Wie Sie” vom 2021er-Album “Stellungskrieg” markierte dann den Anfang eines Dauer-Friendly-Fires ins Publikum und natürlich gab es auch wieder etwas fürs Auge, wie es gute Nachtmahr-Tradition ist. Es wurden Fahnen geschwenkt und die “Mädchen in Uniform” fanden sich auf und vor der Bühne ein. Frontmann Rainer hielt sich mit Ansagen eher zurück und ließ die Zuhörer ihr ganz eigenes Ventil auch für die negativen Gefühle finden. Darum sind Bands wie NACHTMAHR auch wichtig: Als Gegenpol zum sanften Future Pop und als Möglichkeit, sich die Wut, die Verzweiflung und vielleicht auch die Angst von der Seele zu tanzen. Davon gab es in den letzten Jahren reichlich. Der Tisch war gut gedeckt und NACHTMAHR führte die “Katharsis” nicht erst mit dem letzten Song herbei. Auch das relativ frische “Beweg dich!” fand seinen Platz in der Setlist, dazu war 2021 eine EP erschienen. Überhaupt war das schon immer die Message von NACHTMAHR: Bleib nicht stehen, sondern in Bewegung. Auch wenn die Welt und ich herum manchmal sehr langsam und träge wirkt. Tanz! und verlieh ihr neuen Schwung!
Die Hymne “Mädchen in Unform” durfte dann natürlich auch nicht fehlen und wurde ebenso zelebriert wie das ikonische “Tanzdiktator”. Mit “I Hate Berlin” fand sich auch ein Cover des legendären Songs von SECOND DECAY im Set wieder, das mit dem eher harmlosen Original nicht viel gemeinsam hat.

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer

Headliner-Zeit auf dem Plage Noire 2022! Bevor die Aftershowparty anstand, gab es natürlich noch einen Pflichttermin im Le Chapiteau. SUBWAY TO SALLY sorgten für eine volle Halle. Die Band gehört zu den “Einstiegsdrogen”, durch die viele von uns überhaupt erst in diese merkwürdige Subkultur abgebogen sind. Somit kann man sagen: Viele der Zuhörer wären ohne SUBWAY TO SALLY gar nicht dort gewesen, weil sie vielleicht jetzt stattdessen ein trostloses pastellfarbenes Dasein in irgendeiner langweiligen Vorstadt fristen würden. Es kann ja wohl nicht der Sinn des Lebens sein, sich ANDREAS GABALIER im Radio anzuhören, oder? Von daher: Danke an verdienstvolle Gruppen wie SUBWAY, dass ihr uns an die Hand genommen und in diese Familie hineingeführt habt. Der Dank waren sehr stimmgewaltige Zuhörer, die auch während der Pandemie die geliebten Texte nicht vergessen haben. “Alles was das Herz will” und worauf wir so lange hatten verzichten müssen, bekamen wir nun praktisch rückwirkend in großzügigen Portionen von der subway’schen Bühne heruntergereicht und als hätten wir nur auf diese Medizin gewartet, waren die Strapazen des langen Festivaltages schnell vergessen. Die “Königin der Käfer” ist noch nicht allzu lange aus dem Boden gekrochen, aber bereits Stammgast auf den Plattentellern der Republik, wie man weiß. Bei “Kleid aus Rosen” gab es diesmal keine Rose zu sehen bzw. zu ergattern, aber wir sahen sie alle vor unserem geistigen Auge. Sie wuchs genauso wie die unsterblichen “Eisblumen”. Die schönste Blume auf der Bühne war natürlich wieder einmal die Ausnahme-Violinistin Ally Storch, deren Soloeinlagen beim SUBWAY TO SALLY-Publikum heiß begehrt sind. Beim Lied “Falscher Heiland” wird überraschenderweise die erste Strophe nicht gesungen. Die aktuellen Ereignisse in der Welt haben auch emotionalen Einfluss auf unsere Lieblingsmusiker. Frontmann Eric Fish war mit seiner unverwechselbaren Stimme und seiner Performance so präsent wie immer. Bei “Besser du rennst” nahm er auch selbst ordentlich Tempo auf und klatschte die erste Reihe des Publikums ab. Mit “Imperator Rex Graecorum” wurde das Set auch um ein nicht-deutschsprachiges Lied bereichert. Der Song befindet sich ebenfalls auf dem 2019er-Album “HEY!”.
Nach “Ausgeträumt” war aber der Traum keineswegs vorbei. Unsere schwarze Seifenblase wies schon eine deutliche Oberflächenspannung auf, aber noch gab es ein paar verzerrte Bilder zu bestaunen. Die Zugabe begann mit dem wunderschönen “Island”, das im Original mit Chris Harmns von LORD OF THE LOST zusammen intoniert wurde. Wieso er es, wenngleich anwesend, nicht für ein Duett auf die Bühne geschafft hat, ist nicht überliefert. Danach wurde das Tempo jedenfalls noch einmal ordentlich hochgeschraubt: das Dreigestirn aus “Sieben”, “Veitstanz” und “Julia und die Räuber” verlangte alles an Sprungkraft und Stimme ab, was im Publikum noch verblieben war. Eric griff zur Flöte und Michael durfte natürlich auch noch einmal ans Mikro, bevor unsere Plage Noire-Tag 1-Seifenblase mit einem lauten KNALL platzte und alle mit schaumigem Konfetti übergoss, das man sich bei der Aftershowparty dann leicht wieder aus den Haaren schütteln durfte. “Blut, Blut, Räuber saufen Blut….” schallte noch eine ganze Weile durch das Zelt. Was ein Auftakt! Viele tolle Bands und die geballte Gothic-Experience nach langer Abstinenz. Morgen warten neue Wunder auf euch, von denen wir wieder ausführlich berichten werden!

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Fotos: Lars-Tobias Lorbeer