Von hüpfenden Fröschen und tanzenden Affen – FROG LEAP in Hamburg
Was wie der Beginn einer Fabel klingen mag, lockte am Abend des 2. April eine Vielzahl an Besuchern in die Hamburger Markthalle. Statt einer Märchenstunde erwartete uns dort jedoch eine Metal-Party der unkonventionelleren Art, denn der Norweger Leo Moracchioli, welcher seine Musikkarriere vor über einem Jahrzehnt auf YouTube startete, kam mit seiner Live-Band FROG LEAP mal wieder auf einen Besuch in der Hansestadt vorbei. Ob bekannter Pop- oder Rocksong, Ballade oder Partykracher, kein Track kann sich vor dem coverwütigen Norweger sicher wähnen und so freuten wir uns auf einen unterhaltsamen Abend mit einer diversen Setlist.
Gegen 19:15 Uhr gab es zum Aufwärmen erst einmal eine Playlist bunt gemischter Songs auf die Ohren, denn eine Vorband hatten FROG LEAP nicht mit dabei. Von „Toxic“ über „Chop Suey!“ bis hin zu „Cotton Eye Joe“, die Markthalle zeigte sich textsicher und bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in bester Partylaune. Eine knappe halbe Stunde später klang der letzte Song der Playlist aus und Leo betratet mit seiner Band die Bühne, wo sie mit „Party Rock Anthem“ von LMFAO in ihr Set starteten und vom Publikum in der Markthalle enthusiastisch in Empfang genommen wurden. Nach diesem erfolgreichen Opener wagten FROG LEAP einen Ausflug in die Gefilde des Country-Rock mit „Sweet Home Alabama“. Hierzu betrat nun auch das letzte Mitglied des Live-Ensembles, Sängerin Hannah Boulton, die Bühne. Gemeinsam mit Leo performte sie die nächsten Songs, während die Hamburger Zuschauer langsam Fahrt aufnahmen und sich ein kleiner Moshpit vor der Bühne bildete. Auch den ein oder anderen Crowdsurfer konnte man über den Köpfen der Menge erspähen. Leo zollte der Menge für dieses Maß an Feierlaune seinen Respekt. “It’s the middle of the week, a Wednesday. You don’t have to work tomorrow, do you?” – doch, leider schon. Aber was soll’s, davon lässt man sich ja nicht den Spaß verderben. Allzu viel Zeit verschwendeten FROG LEAP neben dem ein oder anderen Scherz aber nicht mit Sabbeln, stattdessen servierten sie uns einen Song nach dem anderen. Tracks wie „Africa“ von TOTO oder auch der legendäre „Ghostbusters“-Song durften auf der Setliste natürlich nicht fehlen. Ebenfalls mit dabei waren jede Menge „Jazz Ballads“, wie Leo es mit einem Augenzwinkern betitelte, sowie “The heaviest song you ever heard!” (eine leofizierte Version von “Row Row Row Your Boat”). Von Müdigkeit keine Spur kochte die Stimmung in der Markthalle noch ein wenig weiter hoch, als FROG LEAP “The Eye Of The Tiger” und “Dance Monkey” zum Besten gaben. Für letzteres Stück kam dann auch tatsächlich ein Affe auf die Bühne und machte gemeinsam mit der Band Party und präsentierte uns seine Tanzeinlagen. Die Zeit verging wie im Fluge und ehe man sich versah, war es schon Zeit für die letzten zwei Songs, “Uptown Funk” und “Zombie”, zu welchen wir noch ein letztes Mal alle Kräfte mobilisierten und lautstark mitsangen. Ungewöhnlich früh (dank fehlender Vorbands) endete das Konzert bereits gegen 21:30 Uhr und wir machten uns durch die angenehm milde Nacht auf den Heimweg, noch den ein oder anderen Ohrwurm von der Show im Kopf.
Fotos: Sandra Curtz
Setlist:
- Party Rock Anthem
- Sweet Home Alabama
- The House Of The Rising Sun
- Hello
- Blinding Lights
- Come Together
- Africa
- Row Row Row Your Boat
- I’m Gonna Be (500 Miles)
- Therefore I Am
- Ghostbusters
- Get Ur Freak On
- Barracuda
- Eye Of The Tiger
- Dance Monkey
- Uptown Funk
- Zombie