Synergy-Tour 2019 mit EPINEPHRIN, SYSTEM NOIRE, DEVIL-M und TOAL in der Subkultur, Hannover

Nach einer langen Woche geht es fürs Feierabend Programm in die Subkultur Hannover. Dort erwartet uns eine Mischung aus Industrial-, EBM- und Synth-Klängen.

TOAL

Den Anfang machen TOAL mit ihrer Mischung aus post apokalyptischen Endzeit Industrial und New Age Ambient. Für die vier Künstler aus Hannover und Herford stehen heute gleich zwei Primären an. Die erste EP “Timeless” ist frisch veröffentlicht und heute stehen die vier zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Unbekannte Gesichter sind sie dennoch nicht. Frontsängerin Luzi Lacole ist durch Synthattack durchaus ein bekanntes Gesicht, aber auch ihre Bandkollegen sind eindeutig keine Neulinge auf der Bühne, sind sie sonst mit Gruppen wie z.b. ES23 unterwegs. Musikalisch paaren sich hier eher ruhige düstere Klänge mit Industrial Sound. All dies wird durchschnitten von sanft aggressiven Stimme von Luzi Lacole. Das Cover von Eurythmics – Sweet Dreams kann auf jeden Fall überzeugen. Ihr halbstündiges Set schließen sie ab mit “Deep Inside”, von der frischen EP.

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Bilder: Cynthia Theisinger

SYSTEM NOIRE

Kurze Zeit später geht es auch schon weiter mit SYSTEM NOIRE. Als Soloprojekt gestartet, hat sich SYSTEM NOIRE mittlerweile zu einem Trio entwickelt. So haben sich Björn Miethe (Gesang) und Daniel Gosewisch (Keyboard) weitere Unterstützungen in Form von Alessa Kreuzkam (Drums) geholt. Ihr Set mit Musik, die man als einen Mix aus Dark Electro und Synthie Pop bescheiben kann, eröffnen sie mit “Awake”. Letzte Woche, am 10.05.2019, ist ihre neue EP “Throw The Dice” erschienen, aber erstmal geht es mit “I Believe” weiter, bevor wir das neue Material live zu hören bekommen. Mit ihren eingängigen Melodien schaffen sie es das Publikum zum Tanzen und mitmachen zu bewegen. Bei kleineren technischen Problem mit dem dem Mikro heißt es Weg mit diesem neumodischen Funk Quatsch. Kabel ist doch immer noch am zuverlässigsten. Mit neu gewonnener Stimme geht es auch direkt mit dem Titelsong “Throw The Dice” der neuen EP weiter. Nach “Dead Inside” schließen sie mit ihrer Debütsingle “On The Other Side” ab.

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Bilder: Cynthia Theisinger

DEVIL-M

Als musikalische und auch optischen Ausreißer des Abends sind als nächstes DEVIL-M dran. Wo bei den anderen noch starke EBM und Electro Einflüsse vorliegen sind diese hier vollständig verloren gegangen. Stattdessen schmettern uns DEVIL-M laute Gitarrenriffs und das Hämmern des Drumkits entgegen. Nach und nach ist immer mehr Platz auf der Bühne, dafür wir es vor der Bühne immer voller. Sänger Astharat muss sich aber dennoch energetisch zurückhalten um nicht ausversehen den restlichen Bühnenaufbau zu zerlegen. Trotzdem wird der ein oder andere Strahler in Mitleidenschaft gezogen. Der Funke springt dennoch über und die Menge geht voll auf das Kontrastprogramm Industrial Rock ein. Musikalisch schaffen es die Bremer zu der Energie vom Album noch einiges drauf zu legen. Weiter so!

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Bilder: Cynthia Theisinger

EPINEPHRIN

Schließlich wird die Bühne vollständig geplündert. Es bleibt ein kleines Mischpult, ein Keyboard und ein Mikrofonständer. Zeit für EPINEPHRIN, dem Side Projekt von Pascal Beniesch von X-RX. Der Kölner öffnet mit “Immer noch da”. Innerhalb von Sekunden sind alle am tanzen und selbst die wenigen, die sich nicht vom Fleck bewegen, wippen zumindest im Beat hin und her. Nach “Glühend Heiß” und “Feuer”. Macht Pascal Beniesch erstmal Pause um sich etwas abzukühlen. Zum Glück hat er als Live-Keyboarder seinen langjährigen Bandkollegen Jan Teutloff dabei, der eben für ihn das Mikro hält. Weiter geht es danach mit “Blitzlicht” und “Energie”. Die Menge geht dabei in die vollen. Die Songzeile “Heute ist es Deutschland und morgen ist die Welt mein Ziel” wird kurzerhand auf Hannover umgedichtet. “Prost Schatz, gönn dir! Du musst dich hydrieren. Aber auch nicht zu viel musst auf deinen Elektrolythaushalt achten…”. Solche Sprüche darf sich sich Pascal von seinem Kollegen Jan anhören wenn er die kurzen Pausen zwischen zwei Songs für einen schluck Wasser ausnutzt. Weiter geht es mit „Hasswelt“, wo Aufgrund von kurzen Wortfindungsproblemen das Publikum spontan das Singen übernimmt. Als letzter Song kommt dann “Sanduhr”. Der ganze Saal singt dabei, egal ob ausgiebig am Tanzen oder nicht, aus voller Kehle mit.

Auf eine Zugabe lassen uns EPINEPHRIN auch nicht lange warten und spielen für uns “Die letzte Schlacht”.

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Bilder: Cynthia Theisinger

Kaum sind die letzten Töne verklungen übernimmt DJ Björn die Turntables mit dem Programm der New Dark Nation – Aftershow Party. Nach einem langen Tag ist für uns hier die Heimreise auf dem Plan. Aber einige haben offensichtlich immer noch nicht genug und Tanzen ungebremst weiter. Wir sagen gute Nacht und bis zum nächsten Mal.