Subkultur goes Triple D – ein Abend mit DESASTROES, DUNKELSUCHT und DESTROY ME AGAIN
Am 2. Mai 2026 machte die „Fill The Void“-Clubtour von DESTROY ME AGAIN Halt in der SubKultur Hannover.
Um 20:15 Uhr begann der Abend mit einem stimmungsvollen Einstieg von DESASTROES. Neben Klassikern wie “Kopfgefängnis” und dem von melancholischen Vocals geprägten “All The Glory Must Die”, brachten sie auch den neuen Song “FuxxTeufelzWild” mit, welcher das anfänglich zögerliche Publikum zum Tanzen verführte. Überraschend war auch das neue Gesicht von Kim an den Keys, welche den kurzfristigen Ausfall von Jenny mit Bravour kompensierte.
Fotos: Cynthia Theisinger
Im Anschluss steigerte DUNKELSUCHT die Intensität spürbar. Die Dualität ihrer EBM- und Industrial-Einflüsse neben nahezu sphärischen Melodien, gemischt mit dem markanten, an die 90er angelehnten Gesang brachte Bewegung in die Menge vor der Bühne. Es reihten sich neue musikalische Perlen wie “The Silence You’ve Been Longing For” an lange nicht Gespieltes wie “Die Sterne Sehen”, in einem sehr stimmigen Konzept. Wen die Songs noch nicht von den beiden Schweizern überzeugt hatte, den gewann Sänger Patrick Näf spätestens mit der Ansage für sich, dass die Band an diesem Tag das erste Mal in der Subkultur spielte und es bereuten, vorher noch nie hier gewesen zu sein. Beendet wurde der Auftritt mit begeistertem Applaus nach dem Klassiker “This Is Fucking Mainstream”, der laut mitgesungen wurde.
Fotos: Cynthia Theisinger
Als Headliner präsentierten DESTROY ME AGAIN schließlich eine energiegeladene Show im Spannungsfeld von Dark Electronic und Future Pop. Anlässlich der Tour zum 10-jährigen Jubiläum gastierten die Frankfurter zum 4. Mal in Hannover und brachten direkt noch den Titelsong für das am 15. Mai 2026 erscheinende Album “Fill The Void” mit. Passend zu den treibenden Beats legte Sänger Timo Revna eine Workout-würdige Performance hin. Dicht darauf folgte ein Song, der “der Grund für die jetzige Zusammensetzung der Band” war: “Carrousel”.
Doch neben tanzbaren und energetischen Party-Tracks gab es auch ruhigere Töne, als zu “The Beauty Of Blur” Sängerin Ginny die Bühne betrat und beide im Duett für einen Hauch Melancholie sorgten. Beim folgenden Song “The Shards” gehörte ihr die volle Hingabe des begeisterten Publikums. Und diese hielt durch den Rest des Abends an, bis die Band das müdegetanzte Publikum mit den letzten Klängen von “DMA” in die warme Sommernacht verabschiedete.
Insgesamt bot der Abend eine stimmige Dramaturgie mit klarer Steigerung von atmosphärischem Einstieg hin zu tanzbarer Club-Energie. Die drei Acts ergänzten sich stilistisch, ohne sich zu stark zu überschneiden, und lieferten ein Rundum-Sorglos-Paket des Dark-Electro-Pop ab.

