APOCALYPTICA – „Plays Metallica Vol. 2“ – live in Dortmund

APOCALYPTICA luden anlässlich ihres aktuellen Longplayers „Plays Metallica Vol. 2“ ins Dortmunder FZW ein. Die Länge der Schlange beim Einlass ließ bereits vermuten, dass es heute Abend voll werden würde.

Das bestätigte sich bereits bei der Vorband EMBRACE THE SILENCE. Die sympathischen Jungs aus Hamburg, Hannover und Castrop-Rauxel präsentierten sehr melodischen Metalcore, und brachten das bis dahin bereits gut gefüllte FZW in Bewegung.
Mit ihrem Song „Feverdream“ packten sie die Thrash-Kanone aus und bewiesen, dass sie ordentlich bolzen können. Das gefiel!
Die Band präsentierte sich sehr offen und wenig eingeschüchtert der relativ großen Menge. Es wurde mit dem Publikum geschnackt, ein paar Jokes gezündet und ein Mitsing-Part bei dem Song „Misery“ kam ebenfalls gut beim Publikum an.
Einzig die Maskierung des Drummers wirkte etwas verwirrend – war er krank? War er schüchtern? Leider wollte diese Maskierung so gar nicht zu der offenen und sympathischen Art passen, und es ließ sich auch kein optischer Zusammenhang zum Rest der Band erkennen.
Als vorletzten Song präsentierten sie ihre erste Single aus diesem Jahr „Lies Of Empathy“, und ließen Hoffnung auf ein mögliches Album im kommenden Jahr durchscheinen.
Ich bin gespannt und würde mich freuen mehr von den Jungs zu sehen und zu hören.

Setlist EMBRACE THE SILENCE:
HEARTS BROKEN
TRIGGERPOINT
FEVERDREAM
MISERY
THE VOID
LIES OF EMPATHY
ANOTHER FAREWELL

Markus Ebbert | www.loudandproud-photography.de | 2025

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Fotos: Markus Ebbert

Nach einer relativ langen Umbau-Pause ertönte das Intro „The Ecstasy of Gold“ wie es zu jeder Metallica-Show dazu gehört. Als Opener präsentierten die charismatischen Finnen „Ride The Lightning“, gefolgt von „Enter Sandman“, welches lautstark vom Publikum mitgesungen wurde.
Es folgten „Creeping Death“, „For Whom the Bell Tolls“ und „Battery“ und ich fragte mich: Wie hart kann man einfach auf einem klassischen Instrument rocken?!
Im Live-Gewand wirkten die Songs noch dynamischer und explosiver als auf dem 2024 erschienenen Longplayer „Plays Metallica Vol. 2“. Hierzu trugen die energische und mitreißende Bühnenpräsenz der drei Cellisten maßgeblich bei.
Zwischen den Songs erzählten Eikka Toppinen und Perttu Kivilaakso interessante Details zu einzelnen Songs, der Zusammenarbeit mit METALLICA und den Ideen ihrer Interpretationen.
So haben sie von METALLICA die Original-Basstracks des viel zu früh verstorbenen Gründungsmitglieds Cliff Burton erhalten, um diese für ihre Interpretation von „The Call of Kthulu“ zu verwenden. Dieser sowie das monumentale „Nothing Else Matters“ waren an diesem Abend die ruhigeren Songs in der Setlist.
Weiter ging es dann mit „St. Anger“, dem jüngsten Song im Set aus dem gigantischen Song-Katalog METALLICAs. Hier kam der Kontrast zwischen dem harten Chorus und den ruhigeren melodiöseren Strophen noch intensiver zur Geltung und APOCALYPTICAS Interpretation wirkte fast noch brachialer als das Original. Im Anschluss brach Eikka Toppinen eine Lanze für das 2003er Ausnahme-Album „St. Anger“. Es sei zwar scheiße produziert aber besitze alle essenziellen Zutaten des Metals.

Gespickt mit Charme, Humor und Augenzwinkern lockerten die Interaktionen und Anekdoten zwischen den Songs den gesamten Abend erheblich auf.
„You Are amazing…. For germans“
„Alles in Ordnung in Dortmund“
„Alright, Dortmundi – as we say in Finland“
Das wirkte zu keiner Zeit langatmig oder aufgesetzt, und machte einfach nur Spaß.

APOCALYPTICA bewiesen mit „Master Of Puppets“ eine unfassbare Präzision, die Riffs von James Hetfield und die schwindelerregenden Soli von Kirk Hammett wiederzugeben.
Danach kam „Nothing Else Matters“, eine höchstwillkommene Pause für den Drummer Mikko Sirén, welcher einen beeindruckenden Job machte. Das sollte sich ein gewisser Schlagzeuger einer bestimmten Band aus San Francisco mal anschauen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das eins der hörens- und sehenswertesten Konzerte war, das man sich geben kann. Egal ob man die METALLICA-Originale feiert oder auf Cello-Sound steht.
Das muss man definitiv mal erlebt haben!

Markus Ebbert | www.loudandproud-photography.de | 2025

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Fotos: Markus Ebbert

Setlist APOCALYPTICA:
RIDE THE LIGHTNING
ENTER SANDMAN
CREEPING DEATH
FOR WHOM THE BELL TOLLS
BATTERY
CALL OF KTULU
ST ANGER
THE FOUR HORSEMEN
BLACKENED
MASTER OF PUPPETS
NOTHING ELSE MATTERS
SEEK AND DESTROY
ONE

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