SUMMER BREEZE 2025 – Samstag

Der letzte Tag des SUMMER BREEZE 2025 begann wieder mit Mittagshitze, Staub und einer beträchtlichen Anzahl an Dinos und Kindern vor der Main Stage. Das konnte nur eines bedeuten – HEAVYSAURUS entern die Bühne! Von Müdigkeit oder Erschöpfung nach drei Festivaltagen war ab diesem Zeitpunkt keine Spur mehr zu sehen. Bei „Pommesgabel“ wurden eifrig Köpfe geschüttelt und Hände in die Höhe gereckt und der Aufforderung „Ihr müsst lauter sein, als Zuhause“ kamen nicht nur die Kinder nach. Mit „Metal um die Welt“ gab es auch noch „die zweite Weltpremiere nach Wacken“ laut Mr. Heavysaurus. Im Januar 2026 soll das neue Album „Metal“ erscheinen, für das wir einen energiegeladenen Vorgeschmack bekamen, der Lust auf mehr machte. Nach knackigen 40 Minuten verließen die Dinos, die bei der Hitze, der mit Pyrotechnik gespickten Show und in ihren Kostümen sicherlich gar gekocht wurden, unter tosendem Applaus die Bühne.

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Angeheizt ging es weiter mit klassischem Heavy Metal der noch nicht so lange wieder vereinten 3 INCHES OF BLOOD auf der T-Stage und Power-Metal der zombieesken Gestalten von DOMINUM rund um Dr. Death.

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Wie choreografiert zogen Wolken auf, als ANNISOKAY die Bühne betraten und mit „Into the Abyss“ in ein Post-Hardcore-Set starteten, das seinesgleichen suchte. Die Menge vor der Bühne sang und schrie zusammen mit dem Frontmen-Duo Rudi Schwarzer und Christoph Wieczorek ihre Emotionen zu Songs wie „Never Enough“ heraus. Mit der Einleitung für „Human“ folgte eine direkte Aufforderung zur Wall of Death, der mit vollem Körpereinsatz Folge geleistet wurde. Einzige Ausnahme blieben die Crowd-Surfer, die noch sicher wieder zu Boden gebracht wurden. Danach folgte ein direkter Konkurrenzkampf zu Wacken, das zwei Wochen vorher stattgefunden hatte. Die Band brachte nicht nur den bisher unveröffentlichten Song „My Effigy“ mit, sondern drehte auch noch ein Musikvideo gleich hier, mit und in der Menge. Die Aufgabe: Mehr ausflippen als bei Wacken, wo dieser Versuch zuvor schon einmal gestartet worden war. Und diese Aufforderung musste das Partyvolk nicht zweimal hören. Mit den ersten harten Beats brach die Eskalation los. Mit dem allseits bekannten Hit „STFU“ beendeten die vier am Ende ihr Set und ließen eine verschwitze und ausgepowerte Masse an Menschen zurück.

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Danach wurde es folkig auf der Main Stage mit FIDDLER‘S GREEN. In gewohnter Manier lieferten die sechs eine bunte Mischung aus Songs wie „One Fine Day“, „A Good Old Irish Bar“ und „Raise Your Arms“ ab, die niemanden stillstehen ließ und den beginnenden Nachmittag mit Ausgelassenheit prägte.

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Währenddessen gaben sich auf der Wera Stage die Bands STELLVRIS und EXTERMINATION DISMEMBERMENT die Klinke in die Hand.

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Auf der Main blieb es weiter folkig, allerdings massiver und bärtiger. Die Menge an aufblasbaren Spitzhacken in der Menge ließen eine erste Vermutung zu, was auf uns zukommen sollte. Doch spätestens die Frage „What is better than a dwarf? A drunken dwarf!“ fasste optimal zusammen, welchem Thema sich die Musiker von WIND ROSE verschrieben haben. Ab hier folgte eine Reise von großen Schlachten in „Gates Of Ekrund“, über die Taverne mit „Drunken Dwarfs“ bis zur Mine mit „Mine Mine Mine“, welche die großen Punkte des Lebens eines Zwerges beleuchteten. Und auch die wirklich wichtigen Themen wurden thematisiert, denn in diesem Set durfte natürlich auch die Hymne „Diggy Diggy Hole“ nicht fehlen. Zum Ende hin wurde es emotional, denn „I Am The Mountain“ wurde in einer Zeit geschrieben, in der Sänger Francesco Cavalieri gegen Depressionen kämpfte und die Emotionen dieser Zeit mit sich trägt, wie auch den Wunsch, dass alle davon Betroffenen ihren Weg dort raus finden mögen. 

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Wem das nun zu emotional war, der konnte sich alle unpassenden Emotionen beim kräftigen Headbangen vor der T-Stage zu Melodic Death Metal aus dem Kopf schütteln. OMNIUM GATHERUM brachten sowohl Klassiker wie „Skyline“ mit, aber auch den gänzlich neuen Song „My Pain“ aus dem noch kommenden Album „May The Bridges We Burn Light The Way“. 

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Auf der Main Stage waren die Töne ruhiger, aber nicht weniger intensiv. TARJA eröffnete das Set allein mit kraftvoller Stimme und einer einnehmenden Performance. Erst nach der Hälfte der Songs betrat auch MARKO HIETALA die Bühne zum Song „Dark Star“. Nach einigen technischen Schwierigkeiten ergänzte er auch einwandfrei stimmlich das charismatische Duo. Eine gelungene Überraschung war die Version von „The Phantom Of The Opera“ mit einem Bach-Intro, welche von der Nightwish-Nummer „Wish I Had An Angel“ abgelöst wurde.

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Auf der T-Stage gab es gleichzeitig rauere Töne, denn SUFFOCATION machten noch eine Stippvisite, bevor sie Ende des Jahres mit CRADLE OF FILTH auf Tour gehen. 

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Ganz im Gegensatz zu ihrem Namen traten BEAST IN BLACK nicht gänzlich in schwarz gehüllt auf, sondern erinnerten durch neonfarbene Akzente eher an Cyberpunk. Doch das namensgebende Biest brachte die Band dennoch mit auf die Main Stage in Form einer energiegeladenen Performance und Party pur. Egal ob „Power Of The Beast“, „Blade Runner“ oder der Song der Diablo-Kooperation „Enter The Behelit“ dem Publikum entgegen schallte, es gab Moshpits, Crowdsurfing und Circle Pits ohne Ende und jede Menge guter Laune.

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Auf der Wera Stage wurde der Abend rot – rot wie APRIL ART! Mit „Breakout“ machten sie direkt zu Beginn klar, dass dieses Metal-Core-Set kein Stillstehen dulden würde. Dafür sorgte unter anderem, dass bei „Karma Is A Beach“ Frontfrau Lisa-Marie Watz eine Wall of Death ausrief, selbst von der Bühne ins Publikum kletterte und sich auf den Schultern eines Fans durch eben diese tragen ließ und dabei unverwüstlich weiter performte. Beim bekanntesten Hit „Not Sorry“ gab es noch eine überraschende Cover-Einlage des METALLICA-Songs „Master of Puppets“ und zur Verabschiedung die Info, dass im Herbst die nächste Tour ansteht und die vier sich die Gesichter der SUMMER BREEZE-Besuchenden dort erwarten würden.

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Mit den letzten Klängen von BEAST IN BLACK begannen BREAKDOWN OF SANITY ihr Set auf der T-Stage.

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MACHINE HEAD hatten das Spiel „Beginn eines Auftritts“ komplett durchgespielt. Die beginnende Nacht hüllte die Main Stage in Dunkelheit und ein schwarzer Vorhang verhüllte die Bühne. Als dieser fiel und alle ein Feuerwerk aus Gitarrenriffs und Schlagzeug erwarteten, folgte ein sehr ruhiges Intro mit einem schwarz-weißen Video im Hintergrund. Doch bevor wir anfangen konnten uns zu wundern, brach mit „Imperium“ genau das los, womit wir gerechnet hatten. Strobo, Schlagzeug, Tempo und ein klarer Aufruf zum Circle Pit – Metal wie er von einem Headliner erwartet wurde. Es folgte ein Gruß „To all the beerdrinkers on a saturday night in germany – prost!“ und danach ein gut abgemischtes Set mit neueren und älteren Songs, unter anderem „Is There Anybody Out There?“ und „From This Day“. Zwischen den Songs kam es zu amüsanten Publikumsinteraktionen. Ein Gast der einen riesigen Aufblaspenis bei sich trug wurde besonders von Sänger Robb Flynn gewürdigt, da er das laut eigener Aussage besonders witzig fand. Natürlich bewies die Bühnenshow ein weiteres Mal, dass Dunkelheit dazu da war, diese mit tonnenweise Feuerwerk in allen möglichen Farben zu vertreiben und genug Pyrotechnik abgefeuert wurde, dass niemand vergessen konnte, wie warm der Tag zu Beginn gewesen war. Ein besonderer Moment, der in Erinnerung bleiben wird, war allerdings der „Happy Birthday“-Gesang der Zuschauenden anlässlich des Geburtstages von Bassist Jared MacEachern. 

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„Back With A Bang“ schallte es aus den Boxen der Main Stage und mit dem Titelsong des aktuellen Albums von KISSIN‘ DYNAMITE stürmten die Rocker die Bühne und lockten die letzten Energiereserven aus den Zuschauenden. Im Set waren noch einige neue Songs zu finden, wie z. B. „Queen Of The Night“, zu welchem erst kürzlich das Musikvideo erschienen war. Aber auch bereits bekannte Klassiker wie „Only The Dead“ waren mit dabei und ließen keinen Zweifel daran, dass die fünf auf diese Bühne gehörten.

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Als letzter Act auf der Main gaben sich DIE APOKALYPTISCHEN REITER die Ehre. Bunt und mit Witz, wie wir es von ihnen gewohnt sind, brachten die Reiter ein gewohnt durchdachtes Set zum Partymachen mit. Gestartet wurde mit „Volle Kraft“ und die Inszenierung des Auftritts brachte die Menge zum Kochen. Die Wellen der Crowd-Surfer nahmen bisher nicht erreichte Intensitäten an und beschäftigten die Security zunehmend. 

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Bei den im Set zu erwartenden Alltime-Favoriten wie „Friede sei mit dir“ überschallte das Publikum nahezu die Band und als der letzte Ton von „Reitermania“ verklang, wurde manch einem schmerzlich bewusst, dass in wenigen Minuten mit CYPECORE die letzte Band des SUMMER BREEZE 2025 beginnen würde. Trotz der Uhrzeit war der Platz vor der T-Stage beeindruckend gut gefüllt. Die futuristisch anmutenden LED-Anzüge der Band passten optimal zur Dunkelheit und dem Gefühl zwischen Euphorie und langsam einsetzender Wehmut. Wie hätte man den letzten Festivaltag besser verabschieden können, als mit der Endgültigkeit von Death Metal und dem letzten Song mit dem passenden Titel „The Void“?

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