VNV NATION 21.7.2021 Strandkorb Open Air

Täglich grüßt die Murmelmöwe in Hamburg, heute heißt es Heimspiel für VNV NATION die im letztem Jahr auf gleicher Fläche noch vor Autos ihr Konzert gegeben haben. Heute heißt es dagegen Strandkorbtanz und auch mitten in der Woche ist der Platz sehr gut gefüllt. Das Konzert sollte ursprünglich eigentlich auch im Juni stattfinden und musste aufgrund der Coronavorgabe nach hinten verlegt werden. Für die meisten Fans wird es wahrscheinlich die erste tanzbare Veranstaltung seit März 2020 sein.

Die Band betritt pünktlich zu den Klängen von Joy die Bühne und sorgt für die ersten tanzenden Fans vor den Strandkörben,  gleich noch mal „Retaliate“ nachgeschoben und die Fans bewegen sich ausgiebig im klassischen Vor-Zurückschritt. Dann geht es positiv gestimmt weiter „Tomorrow Never Comes“ und „When Is The Future“ wabern glasklar durch die Boxen, jetzt fehlt eigentlich nur noch Nebel! Ohne Nebel, dafür mit Sonnenschein und kalten Getränken hat sich mittlerweile jeder aus dem Strandkorb geschält und macht munter zum Takt mit, man sieht sogar grinsende und fröhliche Goths, ist das überhaupt erlaubt ?

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VNV lassen dabei keinen Takt trocken und setzten einen Song nach dem anderen in Szene, mit „Space & Time“ folgt ein weiteres Highlight in der Setlist und die Menge tobt. Sänger Ronan hat das Publikum in der Hand und animiert direkt zwischen den Songs, tief geht es dann auch mit „Illusion“ im Sonnenuntergang vor der Hafenkulisse, episch.

Weiter geht es mit einer Tempoerhöhung „Gratitude“ und „Primary“ sind der erste Part, der dann in „Lights Go Out“ und die Hymne „Legion“ übergeht. Da die meisten soviel Tanzen gar nicht mehr gewöhnt sind, gibt es eine kurze Entspannungsphase, „Homeward“ und „God of All“ werden kurz eingeworfen und die Getränke aufgefüllt. „Immersed“ legt dann den letzten Gang ein für so einen unwichtigen Übersong … „Control“ sorgt sofort für ein stampfendes Publikum und der Refrain bleibt im Kopf hängen.

Nun geht es in den letzten Part des Abends. „Resolution“ legt hier noch einen drauf und sorgt schon fast für eine überschwängliche Stimmung und einen guten Übergang ins sphärische „Perpetual“. Wie könnte man den musikalisch grandiosen Abend jetzt noch toppen? Mit „Nova“ natürlich, der Song sorgt sogleich für Gänsehautstimmung und wird von den etlichen Handylampen unterstützt, epischer Abgang. Halt Moment, „All Our Sins“ darf am Ende natürlich auch nicht fehlen, alleine die Botschaft des Songs sollte uns zur aktuellen Zeit Gedanken machen und damit entlässt die Band die wohl zumeist überglücklichen Fans in den Abend.