VERSENGOLD & MR. IRISH BASTARD auf großem Tourabschluss in Hamburg!

Alle aufgepasst, es wurden eine riesige Schlange, eine große Gitarre und die Zahl 36 gesichtet. Es werden Augen- und Ohrenzeugen gesucht. Hat jemand irgendetwas gesehen und gehört? Ja, wir! Wir haben definitiv etwas Grandioses gesehen und vor allem gehört. Und zwar spielten am Freitag in der komplett ausverkauften Großen Freiheit 36 in Hamburg VERSENGOLD und hatten niemand geringeres als MR. IRISH BASTARD mit am Start.

MR. IRISH BASTARD

Pünktlich um 18:30 hörte man schon die ersten Töne der deutschen Irish-Folk-Punkern. Die Münsteraner, die es schon seit 2006 gibt, konnten das Publikum und auch die Security definitiv überzeugen, denn, auch wenn man es nicht glauben mag, Crowdsurfer gab es diesen Abend genug. Doch das war noch nicht alles was diese Band zu bieten hat. Ein Liebeslied, bei dem ein unbeschreiblich schönes Händemeer entstand, durfte natürlich auch nicht fehlen. Wie man weiß, trinken die Iren sehr gern, doch wer tut das auch noch? Genau, die Russen. Gibt es denn eine Irish-Russian Love? Oh ja, und mit dem Song „Darlinka“ kam diese sehr gut zur Geltung auf der Bühne. Auch wenn die Stimmung bombastisch war, mussten auch MR. IRISH BASTARD irgendwann leider die Bühne verlassen. Mit einem würdigen Applaus verabschiedete das Publikum die Musiker.

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Fotos: Lara Schneider

VERSENGOLD

Nach einer kurzen Umbaupause ging es nun endlich weiter. Der Vorhang fiel, die Musik erklang und die Musiker standen auf der Bühne. Gleich beim ersten Song begrüßten die Sechs die schöne Stadt Hamburg mit viel goldenen Konfetti. Schon seit 2003 reisen VERSENGOLD mit ihrer Musik und überzeugen ihr Publikum jedes Mal aufs Neue. Auch die Songentstehungsgeschichten durften am Freitag nicht fehlen, so erfuhren wir, dass „De rode Gert“ aus einer Schnapsidee entstand. Nur leider hatten sie den Schnaps nicht mehr dabei, denn die Bremer waren sehr fleißig und haben alle Flaschen schon in der ersten Hälfte der Tour leergetrunken. Nicht schlecht! Und was war denn eigentlich an „dem Tag an dem die Götter sich betranken“ los? Am Freitag flog auf jeden Fall ein sehr großer Luftballon durch die Große Freiheit 36. Da haben sich die Götter wohl auch in Hamburg einen Spaß erlaubt. Leider ist es in unserem Land nicht immer so spaßig, denn die politische Situation ist verschärft und Rechtspopulismus ist stark verbreitet. Doch VERSENGOLD geben mit „Braune Pfeifen“ ein klares Statement gegen rechts ab. Das fanden wir persönlich super und sehr passend. Danke dafür! Die Nähe zum Publikum war an diesem Abend definitiv da, denn wenn man sich von der Bühne bis zum Bier auf den Händen tragen lässt, wie der Geiger Florian, spürt man die Nähe deutlich. Und weil er nicht genug davon hatte, blieb er einfach in der Menge und spielte von dort weiter.

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Fotos: Lara Schneider

Alles Schöne endet irgendwann, so auch das VERSENGOLD Konzert. Nach den etlichen Zugabe-Rufen erschienen die Musiker wieder, doch nicht wie gewohnt auf der Bühne, sondern mitten im Publikum. „Wirt, mach noch ne Runde“, bekannt auch unter „wie man sich ganz schnell mit vielen Kurzen zwischen den Refrains auf einem Konzert betrinken kann“, sangen alle Sechs im Chor.

Doch es war noch nicht genug Alkohol für die Show, denn mit „Ich und ein Fass voller Wein“ reiste der Sänger Malte auf seinem Steuerrad durch die Menge und machte den perfekten Abschluss für diesen schönen Abend.

Danke VERSENGOLD, wir kommen gerne wieder!

Text: Dennis Schönfeld