Fit for Festivals – Teil 5: How to Survive Wacken – Eine Guide

Der Festivalsommer steht vor der Tür – damit du ihn möglichst stressfrei erleben kannst, ist eine vernünftige Planung oft unerlässlich.

In unserem fünften Teil der “Fit for Festivals” Guides hat Danny DAS Metal Festival überhaupt unter die Lupe genommen: das Wacken Open Air. Danny war schon oft da. Wie ihr es am besten überlebt und was man gerne mal übersieht, das erfahrt ihr hier.

 

Jeder kennt mittlerweile das größte Metal Festival der Welt… WAAACKEEEEN \m/

„AUF NACH WACKEN KOPP IN NACKEN …“

Jeder, der schon einmal da war, weiß, was für eine geniale Atmosphäre dort herrscht und dass man so viele an Eindrücke mitnimmt, aber Mist … „das wusste ich ja gar nicht, dass es das gibt“ oder „beim nächsten Mal möchte ich das aber nicht verpassen” kennt auch jeder Als Neuling kann man schon so einiges auf Wacken verpassen. Die Vorfreude ist riesig und man wird erst mal umgehauen, wenn man dort ankommt, und das kann einen schon so einige Sachen vergessen lassen.

Dafür ist hier die Lösung !

Ich bin schon seit 2012 auf Wacken und kann einiges berichten und meine Erfahrungen mit euch teilen, damit ihr in Wacken auch ja nichts verpasst … oder sogar vergesst.

Dann mal ran an den Speck.

Packen für Wacken

So einige fahren einfach so, nur mit einem Rucksack mit Klamotten, nach Wacken. Geht, aber gut vorbereitet ist etwas anderes. Natürlich sind die Metalheads hilfsbereit und nehmen solche „Vergesslichen“ schnell bei sich auf und helfen. Selbst wenn man noch nie in Wacken war, weiß man, dass der August immer in Sachen Wetter für eine Überraschung gut ist. Es ist ein Glücksspiel, ob es schön sonnig oder viel zu heiß ist oder alles im Matsch versinkt. Dafür zu packen ist gar nicht so einfach.

Was ist ein Muss, was mit muss…

  • Wacken-Ticket
  • Personalausweis
  • Medikamente!! (Was gegen Durchfall, Schmerzmittel, alles was ihr an eigenen Medi´s nehmt!)
  • Geld
  • Zelt und Schlafsack oder Decke, Kopfkissen
  • Kulturtasche: Duschgel, Shampoo, Zahnbürste und -pasta, Bürste, Zopfgummi
  • Handtuch, evtl. Waschlappen
  • Wasserdichte Schuhe
  • Warme Klamotten (dicke Jacke, Pullover, T-Shirt, Socken)
  • Unterwäsche
  • Panzertape und Kabelbinder (bei Sturm zum Reparieren des Zeltes oder ähnliches)
  • Essen und Trinken (je nachdem, was ihr wollt – aber keine Glasflaschen!)
  • Besteck (Messer, Gabel, Löffel, Dosenöffner)
  • Evtl. einen Campingstuhl (im Matsch sitzen macht keinen Spaß)
  • Toilettenpapier!!!! (Nicht immer ist in den Dixis welches! Es gehen auch Taschentücher)
  • Taschenlampe (viele Wege zu euren Camps sind nicht beleuchtet)
  • Regenjacke, Regenponcho

Das sind die Sachen, die in jedem Fall mit müssen, auch wenn man nur mit Rucksack unterwegs ist. Und jetzt geht es an die Dinge für alle, die ein bisschen mehr Feeling ins Campen bringen möchten, für diejenigen, die eh gedenken, mehr im Camp zu bleiben, und für die, die mehr Platz  haben, um mehr Sachen mitzunehmen.

Dieses kann man zusätzlich zur Liste oben noch mitnehmen:

  • Grill + Kohle + Anzünder + Feuerzeug
  • Kühltasche oder -truhe + Kühlakkus oder Eiswürfel

(billige Alternative: PET-Flasche mit Wasser einfrieren)

  • Oder ganz nobel: Kühlschrank
  • Lebensmittel – hier ein paar Vorschläge:

Grillfleisch, Grillwurst, Brot, Aufschnitt, Gemüse (für die Mädels und Gesundernährer), Naschkram wie Bifi, Chips oder ähnliches (im Suff ist’s sehr praktisch, nichts Kochen oder grillen zu müssen), Dosen für den Gaskocher, Fertignudeltüten gehen auch super und sind leicht.

  • Camping-Kocher (Gaskocher) – dafür den Topf nicht vergessen!
  • Getränke (ja, und nicht nur Alkohol mitzunehmen wäre ganz gut ^^)
  • Falt-Wasserkanister (es gibt extra Stationen, wo du die auffüllen kannst)
  • Powerbank zum Handyladen
  • Handy + Ladegerät
  • Camping-Tisch
  • Pavillon evtl. mit Seitenwänden
  • Kamera, Ersatzakkus oder Batterien
  • Stromaggregat, Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdose, Benzin-Öl-Gemisch

(je nach Aggregat auch Werkzeug, um die Zündkerze herausnehmen zu können)

  • Spiele und Spielzeug (Kartenspiele, Bierbong, Wasserpistolen, Bälle)
  • Müllbeutel (gibt es aber auch bei der Bändchenausgabe)

Wenn man sich in einer Gruppe abspricht, dass jeder was mitbringt, hat nicht nur einer was zu schleppen und zu packen.

Auf nach Wacken fertig? Los!

Es ist so weit… nach langem Warten und Gepacke rückt die Abfahrt näher. Schon überlegt, wann es losgehen soll? Plant die Fahrt nicht zu früh. Schaut genau, wann die Wacken-Helfer euch auf das Camp-Areal drauflassen. Die „Du bist zu früh”-Bändchen gibt es erst ab Montag. Also schaut am besten auf die Wacken-Internetseite, wann genau ihr anreisen dürft. Meistens ist es zehn Uhr, aber es muss ja nicht immer die gleiche Uhrzeit sein. Genau wie sich die Uhrzeit ändern kann, kann es auch andere Dinge geben, die sich evtl. wegen der Wetterlage oder aus organisatorischen Gründen ändern können. Wie die Sperrung einiger Wege auf dem Campground oder ein geänderter Anfahrtsweg. Also vor der Abfahrt lieber einmal auf die aktuellen News gucken.

Hier für euch der Link:

https://www.wacken.com/de/alle-infos/

Auch wenn das jetzt spießig klingt: Achtet bitte auf die Ladungssicherung, wenn ihr das Gepackte verstaut. Ein Unfall passiert schnell, und so viele Kleinteile fliegen leicht durchs Auto. Und vor allem gibt es eine satte Strafe, wenn ihr, wie so meist, kurz vor Wacken kontrolliert werdet. Ja, fast bei jeder Anreise standen die Zollbeamten und Polizisten immer kurz vor Wacken. Horden von ihnen. Also achtet bitte auch darauf, dass ihr keine illegalen Dinge mitnehmt.

Jetzt kann es aber losgehen. Die Fahrer haben Pech, denn sie können kein Wegbier zischen, wie es bei – ich denke zu 90% – der Fall ist. Und packt euch ein paar mehr Wegbier ein oder was auch immer ihr bevorzugt!

Der Stau ist vorprogrammiert!!  Bei so vielen Menschen ja auch kein Wunder. Es sei denn, ihr kommt nachts, da ist es meist ruhiger (aber Nachts das Zelt aufbauen ist auch eine Herausforderung) .Aber der Stau ist der Anfang von Wacken… es kann so Spaß machen.

Spaß im Stau  (Kurzer Erfahrungsbericht)

Es gibt diejenigen. die im Auto sitzen bleiben und Musik hören (laut grölend). Oder nebenher laufen und so mit singen, tanzen, feiern. Es gibt die, die im Auto sitzen und alles beobachten. Oder…

… die, die betrunken herumirren und ihr Auto nicht wieder finden.

… Mädels, die eine Stelle zum Pinkeln suchen, oder Männer, die am Knick stehen.

… solche, die in andere Autos schauen und Gespräche beginnen (sehr lustig manchmal).

… welche, die alle möglichen Trinkspiele und Spielzeug rausholen.

… die, die ihre Campingstühle bequemer finden als das Auto und dann schnell einpacken und hinterherrennen, wenn es weitergeht.

Es lohnt sich also doch ein bisschen, das mitzumachen. Und das war der beste Stau, den ich je hatte!!! Es hat schon ein bisschen was vom Camping selbst.

Endlich da

Ihr werdet auf einen Camp-Platz gewunken und eines der Helferlein kontrolliert eure Karten. Je nachdem, wie viel früher ihr angereist seid, bekommt ihr ein „Du bist zu früh”-Bändchen oder ein „Du bist viel zu früh“-Bändchen.

Wenn einen die fleißigen Wacken Helferleins eingefädelt haben …

Achtung!!

Achtet darauf, wenn ihr reingewunken werdet und ihr hintereinander und nebeneinander parkt, um dann in der Mitte euer Camp aufzuschlagen, dass ihr mehr Abstand zu den anderen Autos lasst. Das ist schwer, weil die Platzanweiser den Platz ja sehr eng berechnen und euch so stehen haben wollen. Aber ein, zwei, drei Zentimeter gehen meist, und dafür seid ihr später dankbar. Erst recht, wenn ihr viele Personen in einem Camp seid.

Dann geht das „Geprügel“ los: Alle brauchen am meisten Platz. Da hilft nur eins: Mitmachen! Sonst hat man am wenigsten Platz. Nehmt euch am besten vorher schon Zelt und Taschen, die leicht und groß sind, nach vorn und stellt sie an den Platz, den ihr braucht, als Absperrung oder Grenzmarkierung im Prinzip. Bleibt aber gerecht dabei. Die Ankunft habe ich immer als stressig empfunden. Aber wenn man seinen Platz hat, das Camp steht und man sich dann zusammen hinsetzt, was isst und trinkt, dann ist man angekommen und Wacken kann richtig beginnen.

Es gibt dann auch die, die mit dem Zug und Bus anreisen.

Darüber kann ich aber nicht berichten, weil ich das selbst nie mitgemacht habe. Der Unterschied ist, dass ihr mehr laufen müsst. Und dass ihr als erstes euer Bändchen holen müsst, bevor ihr euer Camp aufbauen könnt. Ohne Auto kommt ihr auch auf einen anderen Zeltplatz. Es gibt extra einen ohne Autos.

Von Itzehoe nach Wacken fahren zum Glück Shuttle-Busse, was von Erzählungen her auch ein Spaß ist. Wie im Stau ist die Zugfahrt auch eine einzige Party. Ein Zug voller schwarz Gekleideter, Bärtige und Langhaarige… Lustig sieht´s schon aus, muss man ja sagen.

Ihr könnt euch auch Mietzelte buchen… sehr Komfortabel und warm. Aber der Preis entspricht natürlich dem Komfort. Aber so müsst ihr wirklich nur Essen, Trinken und Klamotten mitbringen, der Rest ist vorhanden. Ach so, und Bettwäsche.

Dann gibt es noch einen Extrabereich für die Wohncontainer mit extra Stromanschluss.

Es gibt eigentlich nichts, was man da nicht mieten kann….Dixis, kleines Häuschen, Zelte, Wohnwagen, Schließfächer … Einfach mal schauen, was für euch am geeignetsten ist.

Ich benötige Hilfe…

Genau wie es behindertengerechte Plattformen gibt, um perfekt das Konzert zu sehen, bietet Wacken jetzt auch in Zusammenarbeit mit „Inklusion muss laut sein“ einen Service an.

Das heißt, dass ihr euch eine Begleitperson für Wacken buchen könnt, die euch hilft, mit z.B einem Rollstuhl zu einem Konzert zu kommen. Eine richtig tolle Idee, finde ich! Wenn ihr Lust habt, als Begleiter tätig zu werden, oder einen benötigt: hier der Link   https://www.wacken.com/de/news-details/wacken-on-wheels-begleitpersonen-fuer-menschen-mit-behinderung-reisefuehrer/

Spenden sind natürlich gerne gesehen für die freiwillige kostenlose Arbeit. Ja, alle sind willkommen in Wacken und ALLE helfen sehr gerne, euch zum Beispiel durch den Schlamm zu ziehen ^^.

Bändchen holen

Die erste Wacken-Rundreise beginnt mit dem Bändchenholen. Viele warten erstmal ab und campieren. Ich kann das allerdings nicht empfehlen. Umso länger man wartet, umso länger steht man an und verpasst vielleicht schon Konzerte. Auch wenn ihr schon montags anreist, holt euch eure Bändchen nach dem Campaufbau, dann seid ihr mit allem durch oder könnt es im Suff nicht vergessen. Wo ihr hin müsst, steht auf den Wegweisern, die ihr schnell erkennt, weil das meist ein Stück Zaun mit einer riesigen Plane dran ist. Oder so was wie auf dem Bild.

Und dann bekommt ihr auch euer Full Metal Bag (FREU … KREISCH…). Da ist immer nützliches Zeug drin (zwar nicht alles, aber viel). Genau wie eine Karte, wo ihr was findet. Toiletten, Duschen (sie sind mittlerweile kostenlos), Erste Hilfe, Notausgänge, Eingänge zum Infield zum Wackinger Gelände oder zum Markt, Frühstücksbuden oder die Fressmeile. Es ist ein Glücksspiel, wie weit ihr von was entfernt seid.

Der große Turm da in Orange zeigt euch, wie der Camp-Abschnitt heißt, auf dem ihr seid. Also merkt euch den beleuchteten Turm, um evtl. nach dem richtigen Weg zu fragen oder zu sehen, ob ihr richtig seid.
Das ist die Hand, die euch den Weg zu den Toiletten, Wasserspendern und Duschen zeigt. Je nachdem, wo ihr campt, ist die Farbe anders und anders benannt. Auch das ist sehr gut auf den Karten zu erkennen.

Wacken-Gelände

Es gibt sechs verschiedene Bereiche in Wacken:

den Camp-Platz, Wackinger Village, den Markt, das Zirkuszelt, das Infield und das Dorf.

Das ist in dem Sinne wichtig, weil jeder dieser Bereiche anders kontrolliert wird und anders ist.

Beim Camp-Platz wird geguckt, dass ihr keine Glasflaschen dabei habt oder zu viel Benzin (ist aber sehr selten, ich wurde noch nie kontrolliert). Was aber kontrolliert wird, ist, ob ihr „verdreckt“ … es gehen regelmäßig welche herum und gucken, ob irgendwas auffällig ist. Wie zu viel Müll oder ob was gefährlich ist.

Als Tipp: Es gibt jeden Tag eine Wackenzeitung, die netten Damen und Herren verkaufen sie, indem sie überall herumlaufen. Sie fragen auch nett beim Frühstücken, ob es nicht eine Zeitung sein darf. Viele Geschehnisse stehen dort drin. Wäre evtl. auch etwas für die Freunde zu Hause, die nicht mit konnten.

Noch ein Erfahrungs-Tipp: Es lohnt sich, einen Spaziergang zu machen und sich die anderen Zeltgenossen anzusehen. Dabei kann man sogar noch was lernen. Wie neue Trinkspiele oder neue Zeltideen, oder man lernt nette Menschen kennen, andere Sprachen oder Menschen mit gleichen Interessen. Auch sehr beliebt: Flunkyball spielen  (ACHTUNG! Nur für Trinkfeste geeignet).

Beim Wackinger Village  oder auch Haupteingang wird kontrolliert, ob ihr euer Bändchen habt, und es wird geguckt, dass alles, was größer als eine Bauchtasche ist, nicht mit rein kommt. Auch Plastik-Wasserflaschen sind nicht erlaubt! Ebenso keine Profikameras oder spitzen Gegenstände (auch keine spitzen Gürtel), keine Regenschirme oder Stühle!! Aber ihr dürft die Wackenbecher, die es an jedem Getränkestand gibt, mit reinnehmen.

Zwischen dem Wackinger und dem Markt wird nicht kontrolliert, ihr könnt so in einem durchgehen. Es gibt auf dem Wackinger nicht nur zwei Bühnen, sondern auch einen Mittelaltermarkt, auf dem ihr shoppen könnt.

Kettensägen-Schnitzen

Tipp: Schaut auf die Running Order! Es gibt nicht nur Konzerte zum Anschauen. Im Wackinger gibt es auch z.B. Schaukämpfe oder Mittelalterspiele zum Mitmachen oder eine Feuershow. Auch sehr geil sind dort die Wasteland Warriors. Sie stellen ihr genialen Outfits und Maschinen zur Show, die sie im Stil der Apokalypse selbst gebaut und hergestellt haben. Auch sie haben regelmäßig Shows für euch und sind nur zu empfehlen.

Flammen machen Musik

Beim Markt wird ähnlich wie beim Wackinger kontrolliert (es gibt einen direkten Eingang vom Campinggelände aus). Was hier aber wichtig ist, ihr dürft nicht alles, was ihr auf dem Markt kauft, mit ins Infield nehmen! Achtet darauf, wenn ihr shoppen geht, und plant ggf. Zeit ein, um das Gekaufte zurück zum Camp zu bringen. Ein Tipp: Wenn ihr sparen wollt, guckt erst einmal alle Stände durch, nicht alle haben die gleichen Preise für die gleichen Artikel.

Es gibt dort nicht nur Stände mit Schuhen oder Kleidung, sondern auch einen Blutspenden-Stand, wo man gerne spenden kann. Also denkt daran, bevor ihr zum Alkohol greift. Jeder Spender hilft. Merch-Stände gibt es auch, es gibt einen EMP-Stand und einen Infostand, wo du z.B. die Wacken-DVDs oder andere Wacken-Artikel kaufen kannst.

Andere Wackenstände gibt es natürlich auch: Die sehr beliebten T-Shirt-Stände, die oft auch viel Zeit kosten, wenn man es nicht richtig plant (morgens gleich als erstes da sein klappt meist nie, es sei denn, ihr seid zur Öffnung des Geländes da) Es gibt einen im Dorf beim Fußgänger-Eingang, einem im Infield und einen zwischen Markt und Fressmeile. Also viel Auswahl.

Tipp: Es gibt nicht überall das Gleiche! Die Shirts im Infield gibt es nicht draußen im Dorf. Also wenn ihr an einem Stand nicht das Richtige findet, habt ihr beim nächsten sicher Glück. Es gibt auch noch drei Shops, wo ihr ältere Shirts bekommen könnt: einen neben dem Zirkuszelt, einen im Dorf und beim Fußgängereingang einen dritten, der nicht zu übersehen ist, weil der Eingang der Wacken-Schädel ist.

Zwischen Markt und Wackinger befindet sich auch die Fressmeile. Und keine Sorge, es gibt auch noch einige Buden im Campingbereich.

Beim Zirkuszelt wird schon sehr stark kontrolliert. Um dorthin zu kommen, musst du durch zwei Schleusen: einmal der Haupteingang und dann noch einmal die Schleuse zum Zelt selbst. Es gelten die gleichen Regeln wie beim Infield: keine spitzen Gegenstände, keine Flaschen, Regenschirme – genauer steht es in den Infield-Regeln.

Ihr findet dort neben der Kirche die einzigen Konzerte, die „überdacht“ sind. Im Zelt befinden sich zwei Bühnen und einen Ring, wo Wrestling-Kämpfe ausgetragen werden.Da  wären wir wieder bei der Running Order 😉 Was dort sehr beliebt ist, sind die „Battle of the Bands”-Konzerte – sehr gut, um evtl neue, unbekannte Bands kennenzulernen. Dort hat man auch eher die Möglichkeit, ohne stundenlanges Gewarte in der ersten Reihe zu stehen. Was auch sehr gut ist: Es gibt dort einen Getränkestand nicht weit weg von den Bühnen. Außerdem ist das Zelt bei Regen natürlich extrem voll.

Infield und ihre Regeln

Das eigentliche Infield ist schon etwas Besonderes! Es ist ein so geiles Bild: Die drei großen Bühnen, das riesige Gelände für die ganzen Menschen, der gigantische Holzhirsch, der Feuer speit (wenn er denn wieder da sein sollte; in den Hirsch darfst du nur als VIP Gast). Die speziellen Getränkestände wie Captain Morgan, das Jägermeisterhaus oder der Monster-Stand. Es gibt noch mehr, aber schaut doch einfach selbst, was alles genau.

Aber erst einmal wichtig: Was dürft ihr alles mit rein nehmen?

– Full-Metal-Bag und alles was, dort drin ist.

– Bauchtaschen (sie werden genau kontrolliert!)

– Wackenbecher

– Kamera ohne Objektiv oder Profi-Equipment (nur mit Presseausweis!)

– Sonnenbrille

– Regenponcho

WICHTIG!! Es laufen tolle Menschen mit Fahrradfähnchen rum, die dir dein Bier wieder auffüllen! Und ja, es gibt auch dort Toiletten oder kostenlose Wasserspender.

Hier ein Link, wo ihr alle Regeln und Geschäftsbedingungen nachlesen könnt und auch solltet!!

https://www.metal-train.de/pdf/agb-woa-2018-german.pdf?fbclid=IwAR2rp1fBmM8Tuvi6pOFpTXkf6yM2TgdXoz3l0MQm5u4PhcpkzUAmTciZbWY

Das Dorf ist und bleibt immer etwas Besonderes, auch wenn nicht gerade das Festival ist. (Fast) alle Einwohner machen mit und ihre Gärten zum Feiern bereit. Oder stellen Spiele auf, haben ‘ne Fressbude oder ‘nen Grill im Garten und verkaufen euch Leckereien oder Klamotten. Also auch ein Mini Wacken im Wacken Dorf. Jeder, der Wacken besucht, MUSS in das Dorf!! Ihr verpasst sonst etwas Tolles, was man in Wacken gesehen haben muss. Seit Kurzem finden im Dorf auch offizielle Konzerte von Wacken statt. Sarkastischerweise in deren Kirche. Aber geiler Klang, muss man schon sagen. Ebenso hat ein Restaurant mit einem großem Saal die Lokation zur Verfügung gestellt, so dass da kleinere Bands auch einen großen Auftritt hinlegen können. Und nebenbei könnt ihr euch die Musik anhören und dabei was zu essen bestellen. Noch zu erwähnen im Dorf ist der improvisierte OBI-Markt. Also für die, zu wenig Grillkohle oder in unserem Fall Bock auf einen Spontan-Stromaggregat-Kauf haben, ist der echt praktisch. Ihr findet im Dorf auch noch Banken und einen EDEKA-Markt zum Auffüllen eurer Vorräte. Dazu natürlich auch Läden, wo es noch mehr Wacken-Zeug gibt.

Abkühlung gefällig?! Oder einmal Grundreinigung?

Nicht nur das Dorf macht mit Party….nein, das nicht weit entfernte Schwimmbad macht auch mit! Und wie kommt man zum Badespaß?? Mit dem Shuttle-Bus natürlich. Einfach von den Bühnen links halten, den Ausgang nehmen und dann links auf einen Schotterparkplatz. Da werdet ihr, wenn die richtige Uhrzeit schlägt, eingesammelt und vor dem Tor der Außenschwimmanlage rausgelassen. Bei warmen Temperaturen zu empfehlen! Aber Achtung, Überfüllungsgefahr! Bei kälterem und regnerischem Wetter, denke ich, ist die Badeoption nicht so geeignet, aber jeder so, wie er es gern möchte. So oder so macht Baden mit Gleichgesinnten doch eh Spaß.

Ich hoffe, euch hilft der Bericht ein bisschen weiter – und dass ihr ein geiles und wieder geiles Wacken haben werdet! Ich hatte es jedes Mal!!

Noch ein letzter Tipp: Nehmt euch, wenn es geht, ein Paar Tage länger frei nach Wacken –

ihr werdet es brauchen.

Eure Redakteurin Daniela Bergsträßer