Der Methämmer schlägt in Hamburg ein! – SCHATTENMANN & FEUERSCHWANZ in der Markthalle

Trotz Eiseskälte sind schon drei Stunden vor Einlass die ersten Fans vor der Location, denn heute sind SCHATTENMANN & FEUERSCHWANZ im wunderschönen Norden zu Besuch. Auch wenn die Band nicht komplett da ist, wird die Stimmung der Gäste nicht getrübt, doch dazu später mehr, wer fehlt.

SCHATTENMANN

„Licht an! Licht aus! Hast du mich etwa nicht erkannt?“ – doch, das haben wir, denn pünktlich um 20 Uhr betreten SCHATTENMANN die Bühne, die nicht nur Neonfarbe im Gesicht, sondern auch auf den Instrumenten und sogar auf dem Mikrofon haben. Eindeutig sehr gut im Dunkeln zu erkennen. Mit gleichnamigen Song rocken sie die Bühne und auf den ersten Blick sieht man – das Publikum ist begeistert. Schon beim dritten Song bildet sich der erste Moshpit, es wird eng und heiß in der Markthalle in Hamburg. Das Händemeer ergreift die Halle, es wird Zeit für „Gekentert“, dabei betritt Prinz Richard Hodenherz III, natürlich mit Neonfarbe im Gesicht, die Bühne und schenkt dem Song mit seinem Dudelsack einen neuen Klang. Ein „Krieger“, der die Band noch nicht kannte, wird auf die Bühne geholt und in die Schattenmann-Armee aufgenommen, denn es geht mit „Krieger des Lichts“ und neonleuchtenden Masken weiter. Zum Ende des Songs bekommt der Auserwählte eine „Tapferkeitskarte“ für das nächste Konzert auf der Headliner-Tour, am 09.03.2019 in Hamburg, von SCHATTENMANN geschenkt. Eine sehr geile Aktion! Mit „Generation Sex“ und „Amok“, mit einer hammer Bühnenshow, wird so richtig Feuer gemacht und perfekt dem Publikum eingeheizt. Außerdem präsentiert die Band zwei brandneue Song, die auf das neue Album gespannt machen. Auch wenn die Menge noch nicht genug hat, muss SCHATTENMANN sich leider verabschieden. Somit verlassen sie mit einem würdigen Applaus die Bühne und machen auf FEUERSCHWANZ gespannt. Es war großartig!

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Fotos: Lara Schneider

FEUERSCHWANZ

Schon kurz vor 21 Uhr ist das Publikum ungeduldig und kann FEUERSCHWANZ kaum erwartet. Man hört immer wieder wie die Menge nach der Band, „Feuer!“ – „Schwanz!“, „Feuer!“ – „Schwanz!“ usw., ruft. Nun geht endlich das Licht aus, man hört die ersten Töne und man weiß jetzt schon – es wird heiß. Tanzend kommt die Mieze zum Vorschein und verführt das Publikum in die Traumwelt von wunderbaren Klängen, damit Hauptmann Feuerschwarz und seine Gefährten die Bühne direkt mit „Operation Drachensturm“ stürmen können. Schon bei den ersten Songs bildet sich ein Moshpit, dabei wird die mittelalterliche Atmosphäre sogar von den Fans, die mit Rüstungen und Helmen anwesend sind, gut dargestellt. Natürlich haben ganz viele auch die Hörner dabei, die bei „Die Hörner hoch“ definitiv nicht fehlen dürfen. Eine Mieze, die zu den Liedern genussvoll tanzt und dabei tierisch Spaß hat, muss auch mal Schilder halten und mit dem springenden und abgehenden Publikum auf ihre Art und Weise „spielen“, so fordert sie z.B. die Menge „Prinzessin“ oder „Ooooooo“ laut zu rufen. Nun ist es endlich Zeit für „Safen Sex mit Ritterrüstung“… ähm, oder auch „Schubsetanz“ genannt, bei dem sich 2 Lager, um „ein bisschen Schlagen und wieder vertragen“, bilden sollen. Eine Wall of Death auf mittelalterliche Art und Weise. Es stellt sich die Frage, ob eine gefesselte Mieze trotzdem noch tanzen kann, denn bei „Ketzerei“ geht es leider nicht ohne Fesseln. Aber sogar damit gelingt es ihr ganz gut. Die Johanna von der Vögelweide bleibt auch nicht ohne Aufmerksamkeit, schließlich darf sie die Geige bei „Kinder im Geiste“ am Mischpult spielen, bis sie später vom Publikum mit Crowdsurfen getragen wird. Sie findet den Weg zur Bühne gut zurück. Allgemein fehlt es nichts an der Bühnenshow bei FEUERSCHWANZ, egal ob mit einem Riesenhammer, leuchtenden Rüstungen und Hörnern, Äxten und Schilden oder Bass Solo, man hat immer etwas für die Augen und die Ohren. Vor allen bei Songs aus neuem Album, wie „Methämmer“, „Oh Fortuna“ oder „Wikinger Blut“ geht das Publikum richtig ab. Wer es noch nicht mitbekommen hat, gibt es für Hans den Aufrechten heute Vertretung, und zwar niemanden geringeren als Vito C. von J.B.O. Natürlich gibt es dafür einen guten Grund, denn Hans wird Vater! Nicht nur wir wünschen ihm viel Glück, sondern auch die Feuerschwänze, und aus diesem Grund widmen sie ihm und seiner Familie den letzten Song, „Ein Held ist geboren“!

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Fotos: Lara Schneider

Zu guter Letzt holen FEUERSCHWANZ nochmal SCHATTENMANN auf die Bühne und verabschieden sich vom Publikum mit einem langen würdigen Applaus. Es war uns auf jeden Fall ein Fest!

Text von Dennis Schönfeld