Met und Miezen – FEUERSCHWANZ auf Methämmer Tour im Hannoveraner Musikzentrum

Schon vor dem Eingang sind zwei Dinge eindeutig: Erstens es wird voll – wo ausverkauft drauf steht ist auch ausverkauft drin – und zweitens: Es wird Mittelalterlich. Ob mit Horn, Hammer oder Plattenrüstung ist dabei irrelevant.

SCHATTENMANN

Licht aus, Schatten an, „Schattenmann“. Mit einem stetigen Wechsel aus Dunkelheit und Licht versuchen SCHATTENMANN die Menge anzuheizen und können sich dabei durchaus als erfolgreich einstufen. Das Publikum ist zwar angetan, aber offensichtlich noch nicht ganz bereit auf Betriebstemperatur zu gehen. Weiter geht es mit „Epidemie“ als Ausblick auf das nächste, noch nicht veröffentlichte, Album. Offensichtlich gibt es einige Wiederholungstäter im Publikum. Zumindest können sehr viele den Song mitsingen, obwohl er noch nicht mal veröffentlicht ist. Zu „Gekentert“ schleicht sich Prinz R. Hodenherz III von Feuerschwanz mit auf die Bühne. Nach und nach taut das jetzt Publikum richtig auf und stimmt nicht nur stimmlich sondern mit dem ganzen Körper mit ein. Absolute Eskalation steht mit „AMOK“ schließlich auf dem Speiseplan. Damit verabschieden sich SCHATTENMANN von der Bühne und bis zu ihrer eigenen Tour im Frühjahr 2019 aus Hannover. (am 23.03.2019 könnt Ihr die Jungs in der Subkultur sehen)

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Fotos: Torben Möller

FEUERSCHWANZ

Punkt 21 Uhr stürmt der Hauptmann und seine feucht fröhlicher Haufen die Bühne und startet mit „Operation Drachensturm“ direkt in die Vollen. Zum richtig Mitsingen und der leidenschaftlichen Präsentation heißt es „Die Hörner hoch“. Unter lautem Jubel geht es weiter mit dem alten Scheiß. Einem Medley aus „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ und „wir lieben Dudelsack“. Zeit sich zu duellieren: Team Hauptmann vs. Team Hodenherz. Zu „Hurra Hurra die Pest ist da“ wird um die Wette getanzt und gebrüllt. Schließlich erzählt der Hauptmann uns eine Geschichte von einer langen Reise, wo er fast in Inden war, also in Osnabrück, wo er eine Prinzessin in einem Saloon in Argentinien – oder eher ein argentinisches Restaurant – traf und ihr ein Lied schrieb. Dort bewarf er sie mit Rüstungsteilen und schenkte ihr Met ein, den sie nicht trank. Enttäuscht änderte er sein Lied und präsentiert uns „Prinzessin“. Weiter geht es mit der nächsten Runde im Duell Team Hauptmann vs. Team Hodenherz: „Schubsetanz“. Nach einer kurzen Runde „Ketzerei“ geht es andächtiger weiter mit „der Geschichte Pfade“. Johanna von der Vögelweide schleicht sich ins Publikum und entflammt zu „Kinder im Geiste“ eine Polonäse um sich herum. Zielsicher trägt sie das Publikum zurück zur Bühne damit es weiter gehen kann im Rittertunier „Oh Fortuna“. Zur Steigerung des allgemeinen Zusammenhalts geht es auf zur „Hexenjagt“. Auch heute mussten Feuerschwanz leider feststellen, dass es keinen Met am Tresen gibt und rufen kurzerhand den „Metnotstand im Märchenland“ aus. Zum Abschluss des Hauptteils rüsten sich die „Krieger des Mets“ für den Nachschlag.

Nach lautstarken rufen nach Feuer-SCHWANZ! stürzen sich der Hauptmann und seine Kumpanen nochmals in die Menge mit dem Methammer Gebet zu „Methämmer“. Nach dem Ablegen der heiligen Roben geht es weiter mit „Wikingerblut.“ T-shirt hoch. Hände runter. Weiter geht es Oberkörper frei mit „Zuckerbrot und Peitsche“ und „Met & Mietzen“ in die letzte Runde des Rittertuniers von Team Hauptmann vs. Team Hodenherz. Zum großen Finale heißt es „Bück dich Fee“ bevor Feuerschwanz uns mit „Liga des Mets“ uns in einen feucht fröhliche Samstagnacht entlassen.

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Fotos: Torben Möller