ASP mit neuem Album „Zutiefst“ in Hannover

Ursprünglich geschrieben für stagr.de 

Die Schlange von der Tür zieht sich bis um die Hausecke, aber es wird trotzdem pünktlich angefangen. Um 20:00 Uhr wird es düster und die Bühne gehört GOTHMINISTER. Die Alternative-Metal-Band legt direkt los mit „Ich will alles“. Das Publikum erwärmt sich und die aufpeitschende Stimmung breitet sich nach dem ersten Song direkt aus wie eine schwarze Seuche. Zu harten Gitarrenriffs und düsteren Texten wippen die Köpfe auf und nieder. Nach einer guten halben Stunde ist die Zeit für GOTHMINISTER schon vorüber. Die Leute strömen für eine kurze Abkühlung nach draußen oder an die Theke, um sich von der schon jetzt stickigen Luft zu erfrischen und bereit zu sein, wenn es heißt: Bühne frei für ASP!

Es wird finster im Saal und bis plötzlich ein einsames Licht durch das Dunkel schreitet. ASP, mit einer Laterne gewappnet, betritt die Bühne und trägt ein Gedicht vor zur „Mondscheinserenade“, vom frisch erschienenen Album „Zutiefst“ (VÖ 10-2017). Auch wenn die Menge zu Beginn noch etwas verhalten ist, brechen dann doch alle Hemmungen los, als die ersten Saiten zu „Duett“ erklingen. Der Pavillon ist vollständig ausverkauft und so ist der Saal so prall gefüllt, sodass sich selbst im Vorraum die Menschen noch um die Türen drängen um einen guten Blick auf die Bühne zu haben. Der Pavillon ist vollständig ausverkauft. Dadurch ist der Saal so prall gefüllt, dass sich selbst im Vorraum die Menschen noch um die Türen drängen um einen guten Blick auf die Bühne zu haben. Weiter geht es danach mit dem Song „20.000 Meilen“, gefolgt von „Eisige Wirklichkeit“. Zu den ersten Tönen von „Werben“ bebt die Menge förmlich und es wird lautstark mitgesungen und geklatscht. „Ihr schönen Menschen. Es ist wunderbar, dass ihr alle hier seid“ begrüßt ASP die Fans. In Schwarz und Rot schwelgen die Menschen zu der kraftvollen Stimme von ASP bei “ SonaARta“. Unter Jubel geht es danach direkt weiter mit „Astoria Verfallen“. Der Refrain wird im Kollektiv vor und auf der Bühne gesungen. Mit „Die Kreatur mit der stählenden Maske“, „Wechselbalg“ und „Torpedo“ geht es weiter zu „Das Kollektiv“ und bei „Schwarzes Blut“ kommt richtig Gänsehaut-Feeling auf.

Dann ist an der Zeit die Feuerzeuge heraus zu kramen oder eher die Handy-Taschenlampe, da es auch schon so heiß genug hier drinnen ist. Zu „Bernsteinmeerengel“ wiegen sich die Lichter wie die Sterne auf den Wellen im Meer. Als nächstes teilt ASP bei „Krabat“ mit allen das Geheimnis der Magie, aber nur, wenn jeder stillschweigen darüber bewahrt. Und so schlagen die Fans mit den Flügeln und es geht auf einen Flug um die Mühle. Danach geht es weiter mit dem Titelsong vom neuen Album „zutiefst…“. Zum Abschluss singen alle gemeinsam „Und wir tanzten“ und die große Romantik bricht aus, viele Pärchen finden sich in ihren Armen wieder. Ganz zu Ende ist dann aber doch noch nicht.

Man könnte meinen, ASP sind es nach all den Jahren langsam überdrüssig, aber weder Alexander Spreng, noch die Fans wollen es missen: „Ich will brennen“. Eine Art Glaubensbekenntnis für ASP, denn für sie entflammen ein weiteres Mal die Stimmen und Körper der schwarzen Seelen im Pavillon. Danach heißt es „Fortsetzung folgt“ mit „I am a Rock“. Womit ASP im Schein seiner einsamen Laterne durch die Dunkelheit schreitet und die Bühne wieder verlässt. Und auch die schwarze Menge verteilt sich wie ein Raben-Schwarm zufrieden in Hannovers dunkler Nacht.

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Fotos: Cynthia Theisinger